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Office 365 und 2013 im Test



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Bewertung
Viele gute Optimierungen besonders für die Touch-Bedienung
4

 Pro

  • Anpassung an Touch-Bedienung
  • Viele kleine neue Funktionen
  • Kein komplett neues Design
  • PDF-Bearbeitung möglich

 Contra

  • Download jedesmal neu nötig
  • Installation nicht anpassbar

Microsoft bietet seit Jahren immer wieder neue Versionen der hauseigenen Bürosoftware Office an, die es fast auf jeden Rechner geschafft hat. Das Office-Paket mit den Bestandteilen Word, Excel und PowerPoint, aber auch Access oder Outlook, ist im Bürobereich sehr beliebt.

Kürzlich stellte Microsoft die neueste Version des Softwarepakets vor. Viele werden das nicht gern hören, denn die letzten Versionen hatten oft komplett überarbeitete Menüs, in denen man sich nicht mehr zurecht fand, wenn man die älteren Versionen gewöhnt war.

Auch diesmal gibt es wieder Neustrukturierungen, Anpassungen und Veränderungen. Dennoch soll nun alles besser laufen und die Umgewöhnung den Nutzern sehr leicht fallen, da sich optisch nicht so viel verändert hat und eine tolle Funktion die Umstellung erleichtert. Aber dazu später mehr.

Cloud-Anbindung

Cloud-Anbindung

Die Cloud hat nun auch bei Office Einzug gehalten. Dies bedeutet nicht, dass ein Sturm aufzieht, sondern vielmehr, dass man nun seine Dokumente sicher und privat im Internet speichern kann. So kann man künftig Dokumente auf dem jeweils verwendeten PC ablegen und sie bei Bedarf mit anderen teilen, die daran arbeiten wollen. Außerdem ermöglicht dies den nächsten Schritt: die problemlose Vernetzung aller Geräte.

Skydrive-Anbindung
Skydrive-Anbindung
Kompatibilität

Kompatibilität

Mit Office 365 Home Premium kann man bis zu fünf Geräte gleichzeitig versorgen und zeitgleich damit arbeiten. Das Besondere daran: Neben Windows-Rechnern werden auch Mac-Systeme unterstützt sowie Tablets mit Windows 8.

So habe ich das Office-Paket im Test auf meinem Macbook, dem Windows-8-PC und dem Lenovo Thinkpad Tablet installiert. Auf allen drei Geräten funktionierte es gleichermaßen gut.

Dabei unterstützt Microsoft das Arbeiten mit der eigenen Cloud-Lösung „Skydrive“: Alle Dokumente können auf dem Gerät selbst sowie in der Cloud gespeichert werden. Dadurch werden alle dort abgelegten Dokumente auf den anderen Geräten zur Verfügung gestellt. Diese können dann anderen Nutzern bei Bedarf freigegeben werden.

Tablet-Optimierung

Tablet-Optimierung

Damit das Arbeiten an einem Tablet mit Office 365 möglich wird, wurde die komplette Ansicht etwas verändert. Auch wenn dies auf den ersten Blick gar nicht auffällt: Alle Abstände zwischen den einzelnen Schaltflächen sind etwas größer geworden. Außerdem gibt es nun eine Option, die bei der Installation auf einem Tablet bereits aktiviert ist. Sie stellt alle Schaltflächen nochmals größer und übersichtlicher dar. Wie das genau aussieht, könnt ihr den Bildern entnehmen.

Die Bedienung aller Komponenten geht somit spielend einfach und sollte keinen Tablet-Nutzer mehr von Office abschrecken. In meinem Test traf ich jedes Element direkt und konnte keine Probleme ausmachen.

Menü-Anpassung
Menü-Anpassung
Installation

Installation

Ebenfalls neu ist die Installation, die für manche ja ein Grund ist, von Office 365 Abstand zu nehmen. Sie läuft vollständig über das Internet, eine CD fehlt im Lieferumfang. Auch wenn die notwendigen Schritte sehr einfach sind, gefällt mir diese Lösung nicht besonders gut.

In der Packung liegt nur eine Karte mit Seriennummer und der Anleitung. Befolgt man diese, gelangt man auf die Website office.com/setup. Dort muss man sich in sein Microsoft-Konto einloggen und die Seriennummer angeben. Von nun an kann man Office beliebig oft auf bis zu fünf Rechnern gleichzeitig installieren und für ein Jahr nutzen.

Bereits während des Downloads lassen sich einige Komponenten nutzen, während die anderen noch geladen werden. Die Installation läuft vollständig im Hintergrund, während eine kleine Einführung zu sehen ist.

Was mir überhaupt nicht gefällt: Man hat keinerlei Anpassungsmöglichkeiten. Weder lässt sich der Installationsordner ändern noch kann ich wählen, welche Komponenten installiert werden sollen. So hätte ich es zum Beispiel vorgezogen, auf einem PC nur Word zu installieren, während ein anderes Gerät mit allen Komponenten versorgt werden sollte.

So ist ein Speicherplatz von etwa 3 GB auf jedem Gerät notwendig, auch wenn man jeweils nur eines der vielen Office-Programme benötigt. Warum man die Auswahl nicht anpassen kann, leuchtet mir nicht ein.

Besonders kritisch werden das Nutzer mit einem eingeschränkten DSL-Anschluss sehen, da die Installation auf jedem Gerät neu durchgeführt werden muss und die 3 GB dabei jedesmal neu geladen werden. Dies dürfte bei vielen Käufern zu sehr langen Downloadzeiten führen, die man auch nicht pausieren oder abbrechen kann und sollte.

Neue Funktionen

Neue Funktionen

Ist der Installationsvorgang abgeschlossen, erfreut Office mit gewohnter Zuverlässigkeit. Word & Co. starten wesentlich schneller als beim Vorgänger und bieten dieselbe Ausstattung.

Neu dazugekommen sind diverse Optimierungen für die Bedienung mit Touch-Gesten. So gibt es nun einen speziellen Tablet-optimierten Lesemodus, Bilder und Tabellen lassen sich mit dem Objektzoom sehr leicht zum Lesen vergrößern und Kapitelüberschriften kann man ausblenden.

Ebenfalls sehr hilfreich ist ein kleines Popup, das beim Öffnen von Dokumenten erscheint. Dieses ermöglicht es, direkt dorthin zu springen, wo man zuletzt aufgehört hat zu arbeiten. Die Funktion „Weiterlesen“ ist besonders in großen Dokumenten mit viel Text hilfreich.

Neue Funktion
Neue Funktion
PDF-Bearbeitung

PDF-Bearbeitung

Neben typischen Office-Dokumenten lassen sich nun auch PDF-Dateien problemlos bearbeiten. Bisher gibt es nur wenige Programme, die es schaffen, eine ganze PDF-Datei wieder zu bearbeiten. In meinem Test konnte ich selbst PDFs mit Tabellen und kompliziertem Aufbau problemlos öffnen und so bearbeiten, als wären es Word-Dateien. Diese Funktion gehört definitiv zu den Glanzstücken von Office 365, auch wenn sich nur ungeschützte PDF-Dateien bearbeiten lassen.

2013 oder 365?

2013 oder 365?

Neben Office 365 gibt es auch Office 2013. Wo ist der Unterschied und für wen ist welche Version die richtige?

Einfach erklärt, liegt der wesentliche Unterschied in der Lizenz: Während man Office 2013 einmal kauft und unbegrenzt auf einem einzelnen Gerät nutzen kann, zahlt man bei Office 365 eine Jahresgebühr für bis zu fünf Geräte gleichzeitig. Nach dem Jahr läuft die Lizenz aus und man kann das Programmpaket nicht weiter nutzen, es sei denn, man bucht für einen weiteren Zeitraum.

Der große Vorteil: Man erhält aktuellere Versionen in Zukunft automatisch mit, während für Office-2013-Besitzer ein Neukauf nötig wird.

Umstieg

Lohnt sich der Umstieg?

Wer mit seinem aktuellen Office 2010 zufrieden ist, nicht immer die aktuellste Version braucht und nicht unbedingt Word auf seinem Tablet benötigt, der kann sehr gut ohne Office 2013 oder 365 leben. Auch wenn es einige gute Neuerungen gibt, lohnt es sich noch nicht, extra dafür umzusteigen.

Viel interessanter ist Office 2013 dagegen für Besitzer eines Tablets, denn hier kommen die meisten Vorteile der neuen Version zur Geltung. Besonders die optimierte Touch-Bedienung und die vielen zusätzlichen Funktionen in diesem Bereich sind gelungene Neuerungen und Grund genug, sich für Office 365 oder 2013 zu entscheiden. Auch das Bearbeiten von PDF-Dateien oder die „Weiterlesen“-Funktion sind sehr hilfreich.

Neue Ansicht
Neue Ansicht
Fazit

Fazit und Empfehlung

Ob man lieber Office 2013 oder Office 365 kaufen sollte, lässt sich über den Preis entscheiden: Habt ihr vor, Office nur auf einem PC zu installieren und denkt, dass ihr diese Version mehr als zwei Jahre verwenden werdet, bis ihr die nächste Version kauft, dann seid ihr mit Office 2013 für 114 Euro richtig beraten.

Wollt ihr Microsoft Office auf mehreren Geräten installieren und immer die neueste Version haben, ist Office 365 für 79,90 Euro pro Jahr das richtige Angebot für euch. Rechnerisch lohnt es sich bereits mit zwei Geräten, auf zwei Jahre gerechnet, auf Office 365 zurückzugreifen.

Diese Version ist sehr empfehlenswert und erhält von mir nur Abzüge bei der nicht anpassbaren Installation und der problematischen Download-Größe, die für jedes Gerät erneut nötig wird. Wenn Microsoft es schafft, den Download so anzupassen, dass nur die Komponenten geladen werden müssen, die man auch installieren möchte, wäre es fast perfekt. So bleibt noch ein kleiner Wermutstropfen bei einer sonst durchweg guten neuen Version von Microsoft Office.

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