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Motorola Defy+ im Testbericht



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Teil Zwei des Outdoor-Adventures
Motorola war einer der ersten Anbieter die das Smartphone-OS Android in ein Outdoor-kompatibles Gehäuse gepresst haben – das Motorola Defy war geboren (siehe hierzu auch unseren Video-Podcast). Circa ein Jahr später hat Motorola den Nachfolger des Motorola Defy vorgestellt und auf große Überraschungen verzichtet – das Motorola Defy heißt jetzt schlicht Motorola Defy+ und sieht exakt genauso aus wie der Vorgänger. Lediglich unter der Haube gab es etwas Kosmetik in Form der Geschwindigkeit, der Software und einer etwas stärkeren Batterie. Wie schlägt sich jetzt das Outdoor-Smartphone im Test und braucht man wirklich im urbanen Umfeld ein Outdoor-Telefon?
Design
Ich selber habe kein Motorola Defy gehabt und finde das Design des Defy+ durchaus erfrischend. Es sieht gut es, fasst sich gut an und wirkt dank Schrauben und dem griffigen Plastik durchweg solide und für ein Outdoor-Smartphone hinreichend robust.

Einzig und alleine der etwas hohl klingende Akkudeckel lässt Zweifel an der Verarbeitung aufkommen, aber diese scheint laut den Berichten aus dem Internet über jeden Zweifel erhaben. Das Design geht in Richtung Industriedesign – hier hat Motorola schon immer einen Faible für diese Richtung gehabt. Das Display mit 3,7 Zoll bestimmt die Größe des Smartphones, hier hat Motorola genau die richtige Form gefunden damit das Smartphone bequem in die Tasche und in die Hand passt. Man merkt mal wieder, dass Smartphones mit 4,3 Zoll und mehr vollkommen überdimensioniert sind. Die Displayqualität ist neben den AMOLED oder SuperLCD-Displays eher durchschnittlich, die Farben wirken etwas verwaschen und nicht so kräftig, auch die Helligkeit könnte manchmal ein bisschen mehr sein.

Motorola Defy+“

Die Outdoorfähigkeit stellt Motorola neben dem stabilen Gehäuse mit Plastikstopfen sicher, die im Kopfhörerausgang und im Micro-USB-Eingang stecken, gerade beim Kopfhörerausgang hat man manchmal aber das Gefühl, dass man den Plastikstopfen verlieren könnte. Das ist dann doch etwas weniger vertrauenerweckend. Die Speichererweiterung mittels Micro-SD-Karte ist unterhalb des Akkus zu finden, hier ist die Karte sicherlich gut geschützt, aber nur beim Entfernen des Akkus zugänglich.

Betriebssystem
Unter der Haube werkelt Android Gingerbread, sprich Android 2.3. Verschönert wird das OS mit der Motorola-eigenen Oberfläche Motoblur – hier habe ich schon häufiger das eine oder andere Wort darüber verloren und ich bin immer noch nicht begeistert. Der Prozessor hat bei einigen Apps schon manchmal Mühe, hier merkt man, dass der Prozessor (gleichwohl schneller als beim Vorgänger) nicht der schnellste ist und die Umsetzung mancher Befehle mit einem Ruckeln quittiert. Das ist leider unerfreulich und nicht vorteilhaft.

Kamera
Die Auflösung der Kamera beträgt fünf Megapixel und eigentlich taugt die Kamera nur, wenn man mal den einen oder anderen Schnappschuss machen möchte. Aber hier müssen optimale Lichtbedingungen vorherrschen, sonst wird das Bild schnell verrauscht und sehr pixelig.

Leistung
Wie oben schon beim Punkt des Betriebssystems angemerkt, ist das Motorola Defy+ nicht das schnellste Smartphone, man merkt das der Prozessor eher langsam ist und das Eingaben durchaus verzögert angenommen werden. Das macht nicht wirklich viel Spaß, besonders wenn man von ein schnelleres Smartphone gewöhnt ist. Der Nachteil des langsamen Prozessor ist auch gleichzeitig ein Vorteil, denn damit und dank des kleinen Display kommt man mit dem Defy+ bei mäßiger Nutzung auf knapp zwei Tage Standby-Zeit, hier freut man sich beim Wandern wenn das Smartphone nicht Abends in der Hütte direkt an den raren Stromanschluss muss.

Fazit
Mit dem Motorola Defy+ hat der Hersteller ein kleines, nettes und durchweg sympathisches Android-Smartphone auf den Markt gebraucht, was trotz der Schwächen mit einem stabilen Gehäuse und einer langen Akkulaufzeit überzeugen kann. Wenn der Preis nach Weihnachten noch unter die magische 200 Euro Markt fällt, kann man hier durchaus eine Kaufempfehlung aussprechen.

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5 Kommentare

  1. Stefan schrieb am
    Bewertung:

    Der jetzige Preis von ~230€ ist doch auch schon gut. Warum also mit der Kaufempfehlung warten. Wenn ich das richtig gehört habe ist das Gerät nach IP67 sogar Staubdicht.

  2. Carsten schrieb am
    Bewertung:

    Ich habe das Defy+ seit Mitte Oktober im Einsatz und bin zufrieden damit. Bisher habe ich nur ein Manko entdenkt: Der Akkudeckel öffnet sich manchmal in der Hosentasche von selbst. Der Plastikstopfen für den Kopfhörerausgang ist unproblematisch.

  3. Walter schrieb am
    Bewertung:

    Der Preis von 230 Euro mag zwar akzeptabel sein, aber wer sich noch 8 Wochen gedulden kann, der darf sicherlich mit niedrigeren Preisen rechnen.

    Abgesehen davon konnte auch dieser Artikel (aus meiner Sicht zu Recht) nicht klären, wo die Daseinsberechtigung eines Outdoorsmartphones (!) liegt. Zunächst einmal käme ich nie auf die Idee, mein Smartphone bei Kletter- oder Joggingtouren mitzunehmen – viel zu teuer! Bei allen anderen Outdooraktivitäten ist das Defy+ aber denselben Ansprüchen ausgesetzt wie gleichwertige Nicht-Outdoorsmartphones. So what?

  4. Horscht schrieb am
    Bewertung:

    @Walter
    Ich hab das Defy in einer Fahrradhalterung auf dem Vorbau montiert. Mit diversen Apps kann man damit Routen nachfahren, oder aufzeichnen, sich zum nächsten Campingplatz routen lassen uvam.
    Dabei ist es egal, ob die Sonne scheint, es staubig ist, oder man gerade durch Schneematsch fährt. Das möchte ich mit einem Eifohn lieber nicht machen.

    Horst

  5. Johnavon schrieb am
    Bewertung:

    I bow down humbly in the presence of such garetness.

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