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Mac Pro: Einbau Arctic Cooling Accelero S1 Rev2 GPU-Kühler – Teil 2



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Auch einer Grafikkarte kann heiß werden, nicht nur im Sommer…
Wie auf der Produktseite zum Accelero S1 empfohlen, wurde auch das Turbo Module gekauft. Die Verpackung enthält neben den zwei Lüftern einen Adapter vom vorhandenen dreipoligen Steckverbinder auf einen vierpoligen Stromstecker, die Installationsanleitung und den obligatorischen Werbeaufkleber. Die Installation besteht darin, die beiden Lüfter über den Heatpipes zu platzieren. Den rechten der beiden habe ich etwas tiefer, direkt über den Kühlern für die Spannungsregler, platziert um dort für eine bessere Kühlung zu sorgen.
Das Verbindungskabel der beiden Lüfter wird zwischen die Kühlrippen gedrückt und dadurch verhindert, dass es sich möglicherweise in den Lüftern verfängt. Der Stromanschluss erfolgt bei mir über ein externes 12V-Netzteil da beide Laufwerksschächte belegt sind. Im Internet findet sich auch eine Anleitung, wie der zur Grafikkarte führende vierpolige Anschluss entsprechend umgebaut und genutzt werden kann. Davon habe ich aber Abstand genommen um eventuelle Schäden am Motherboard und/oder Netzteil des Macs zu vermeiden. Da das 12V-Netzteil an der selben Master-Slave-Steckerleiste hängt wie alles weitere Zubehör, wird es ebenso beim Ausschalten (oder im Standby-Modus) des Mac mit ausgeschaltet. Beim Umbau des Kühlkörpers hat die Grafikkarte nicht nur in der Höhe zugenommen, sondern auch beim Gewicht, so das man vor dem Einschalten kontrollieren sollte, ob sie eventuell auf dem Gehäuse aufliegt und dadurch Kurzschlüsse verursacht werden könnten. Bei mir half ein kleines Stück Plastik um die Karte wieder waagerecht auszurichten. Das ebenfalls in der Packung des Accelero zu findende Slot-Blech habe ich nicht verbaut, da ansonsten der Luftzug über die RAM-Module unterhalb der Grafikkarte eventuell beeinträchtigt wird.

Verpackung Turbo Module
Turbo Module – alles was geliefert wurde
Detail: Lüfter mit Rastnasen
Lüfter auf Accelero montiert
Lüfter auf Accelero montiert
Accelero S1 und Turbo Module – Teil 1″

Noch eine Anmerkung zur Grafikkarte: Schon beim ersten Blick auf die Rückseite fiel mir auf, das alle Montagelöcher von einem Ring aus blankem Kupfer umgeben sind, nach der Demontage ebenso mehrere Flächen und Pads für nicht bestückte Bauteile. Das ist für eine derart teure Grafikkarte wirklich peinlich! Ich arbeite seit nunmehr fast 14 Jahren in einer Elektronikfirma, aber derartige Leiterplatten sind mir noch nicht untergekommen. Solche Flächen gehören verzinnt oder mit Lack versiegelt. Kann man nur hoffen, das die Anwender dieser Karte einen relativ trockenen Arbeitsplatz haben und sich so kein Grünspan auf dem Kupfer bilden kann.

Nvidea 8800GT – vor Umbau
Nvidea 8800GT – nach Umbau
Temperaturen nach Umbau
Temperaturen vor Umbau
Temperaturen vor Umbau
Accelero S1 und Turbo Module – Teil 2″

Fazit: Nun stört keine Lüftergeräusch mehr den Spieleabend und zusätzlich wird die Grafikkarte gute 20 Grad besser gekühlt als mit dem Originallüfter. Eine absolute Kaufempfehlung meinerseits für jene die vor etwas Handarbeit beim Einbau nicht zurückschrecken. Mit dieser Kühlung kann der Sommer mit StarCraft 2 und der Herbst dann mit dem kostenlosen Herr der Ringe Online kommen. Noch ein Tipp um unnötige Wege zu vermeiden: Vor dem Bezahlen einfach mal die Packung umdrehen und schauen ob alles so wie auf den ersten Fotos aussieht. Im ersten Anlauf fehlte bei meinem leider die Wärmeleitpaste und das Zubehör war etwas durcheinander.

Zum Abschluss noch ein Video, so schnell ging es bei mir dann doch nicht. ;-)

Erklärung: Trotz dieser ausführlichen Anleitung übernehme ich natürlich keine Garantie, das alles so klappt wie beschrieben. Ebenso sollte beachtet werden, dass mit dem Umbau des Kühlers die Garantie für die Grafikkarte erlischt. Wer sich nicht wirklich sicher ist was er tut, sollte lieber die Finger vom Umbau lassen. Vielleicht findet sich jemand mit etwas Fachwissen dafür im Bekanntenkreis. Der gesamte Umbau hat bei mir ca. drei Stunden gedauert, inklusive Fotos und Kaffeepause.

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