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Langzeittest: Philips Senseo



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2500 Pads später…
Meine erste Senseo der zweiten Generation hatte ich mir im Herbst 2005 gekauft, als mein „Lieblings-Coffeeshop“ nicht mehr auf meinem Weg zur Arbeit lag. „Damals“ gab es unter den Pad-Maschinen (Lock-in-Effekt) noch keine große Auswahl im Preissegment einer Senseo. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Senseo-Maschine mich damals knapp 60 Euro gekostet, zusammen mit einigen Pads und zwei passenden Glastassen. Seitdem wurde die Senseo-Maschine mit Pads gefüttert, sei es die originalen oder eben Nachbauten, die am Anfang etwas schwerer zu bekommen waren, da Philips und Dowe Egberts gerichtlich gegen Nachahmer-Hersteller vorgegangen sind. Inzwischen ist seit 2006 die Sache geklärt, und auch die Pads der nicht offiziellen Hersteller haben den legalen Weg in den Handel gefunden.
Geschmack
Nun, der Senseo-Kaffee ist sicherlich nicht der beste Kaffee den ich in meinem Leben getrunken habe, aber auch nicht der schlechteste – für die schnelle Single-Tasse am Morgen oder Nachmittag war die Qualität immer ausreichend gut. Insbesondere wenn hochwertiges Wasser (Volvic oder Vittel) genutzt worde. Ein weiterer Trick die Qualität zu erhöhen war der Einsatz von einem Presso-Padhalter, hier hat der Kaffee schmeckbar an Qualität gewonnen. Was den Senseo-Pads immer geschadet hat, war die Aufbewahrung in einem offenen Beutel mit anderen Pads zusammen. In einem verschlossenen Behälter dagegen, blieb das Aroma stets erhalten, die Qualität des Kaffees profitierte davon nachhaltig. Die beste Variante war für mich eindeutig die Einzelverpackung der Pads in Folie, so dass jede Tasse Kaffee aromafrisch getrunken werden konnte. Die Möglichkeit aus einem Pad zwei Tassen zu gewinnen habe ich bewusst nicht genutzt, denn die Qualität lässt hierbei spürbar nach. Auch meine Gäste waren durchweg angetan von der Güte des Getränks, sicherlich vermag die Senseo nicht mit einem größeren Kaffeevollautomaten mitzuhalten, aber das Verhältnis Preis zu Leistung ist doch sehr gut. Der große Wassertank war für mich indes persönlich nutzlos, denn ich versuchte stets, mindestens alle 48 Stunden frisches Wasser nachzufüllen.

Philips Senseo – Baujahr 2005″

Was haben die anderen Mitmenschen gesagt?
Am Anfang sind mir Menschen begegnet, die nicht unbedingt von der Senseo angetan waren – sei es weil sie bisher nur schlechten Kaffee getrunken haben, sei es weil bei ihnen zu Hause ein Vollautomat für einen netten vierstelligen Betrag stand und auch die Kaffeebohnen durchaus mal etwas mehr kosten durften. Aber, die Qualität konnte auch diese Zweifler mit der Zeit überzeugen, gerade vor dem Hintergrund der einfachen Zubereitung.

Zuverlässigkeit
Die Maschine wurde häufig genutzt und hat auch immer brav funktioniert, wohlgemerkt seit 2005. Alle halbe Jahr habe ich die Maschine entkalkt, insbesondere wenn der Füllstand in den Tassen zu niedrig war. Ansonsten verrichtete sie tadellos ihren Dienst, die Senseo. Lediglich nach vielen Jahren waren letztendlich Dichtungen defekt und die Maschine am Boden etwas leck – hier stand immer etwas Wasser. Auch die übrige Wartung war relativ einfach. Ab und an wurde der Padhalter unter fließend heißem Wasser abgespült, der Restetank unterhalb der Düsen geleert und das war’s schon. Ich bin mir auch sicher, dass die Senseo noch ein weiteres Jahr bei mir überleben würde, aber ehrlich gesagt, ist nach einer so langen Gebrauchsdauer die Zeit gekommen, sich nach einer neuen Alternative umzuschauen.

Würde ich sie wiederkaufen?
Ja auf jeden Fall. Allerdings nicht mehr für den alltäglichen Gebrauch, sondern nur für die gelegentliche Tasse Kaffee. Für den gewöhnlichen Kaffeegenuss wird wohl in Zukunft wieder Starbucks und Co zuständig sein. Davon abgesehen, ist die Senseo wirklich zu empfehlen. Ob dies jetzt die günstigste Variante war meinen Kaffee zu trinken sei dahin gestellt, jedoch es war für mich die komfortabelste Möglichkeit – nur morgens auf einen Hebel drücken und einen Knopf pressen, damit der Kaffee innerhalb von 30 Sekunden zubereitet wurde. Besonders wenn man bedenkt, dass meist eine Tasse absolut ausreichend ist und der Rest vom Gebräu in der Kaffeekanne sonst einfach nur weggeschüttet werden würde. Möchte man etwas mehr Geld investieren als für eine Einstiegs-Senseo, so kann auch ruhigen Gewissens ein Dolce-Gusto-System empfohlen werden.

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7 Kommentare

  1. fluxx schrieb am
    Bewertung:

    Zufall, habe Ende 2005 genau die gleiche Maschine gekauft und bin ebenfalls hoch zufrieden. Was man erwähnen sollte ist, dass der Aufbau dieser Ur – Senseo extrem praktisch ist, da man alle Teile, welche mich Kaffee in Berührung kommen problemlos entnehmen und in der Spülmaschine reinigen kann. Viele andere Automaten haben fixe Teile, welche sich nicht so einfach einigen lassen. Insgesamt eine sehr pflegeleichte Maschine, der Kaffee ist gut, wenn auch nicht perfekt und sehr abhängig von der verwendeten Tabs. Die original Tabs sind zwar nicht die besten, aber das Angebot mittlerweile fast schon ausufernd.

    Ich habe im Büro noch eine Maschine von Petra, welche einen größeren Wassertank und eine Heißwasser Düse für Tee hat, ansonsten aber der Senseo nicht das Wasser reichen kann.

  2. Ansgar Babucke schrieb am
    Bewertung:

    Meine Senseo wird am heutigen Tage von einem Kaffeevollautomaten abgelöst. Wer also auf Herr Pittermanns Rat hin eine Senseo kaufen möchte, kann dieses ab Sonntag Abend bei einem bekannten Online-Auktionshaus tun. Zu erkennen an der wunderschönen Farbkombination: Neon-blau / neon-grün.

    Viele Grüße

  3. Ansgar Babucke schrieb am
    Bewertung:

    Noch was: Du kippst Volvic in deine Senseo? So gut werden wir aber doch auch nicht bezahlt (zumindest ich nicht ;-))?!

    Viele Grüße,

  4. Joerg Pittermann schrieb am
    Bewertung:

    @Ansgar:

    Ich will den Kaffee trinken und dann soll er auch schmecken. ;-).

  5. Reinigungsfreak schrieb am
    Bewertung:

    ich hab die gleiche, befülle sie mit stinknormalem leitungswasser und bin damit sehr zufrieden.

    ps: in den nahaufnahmen sieht die maschine ja wirklich etwas ranzig aus.

  6. Matthias Schleif schrieb am
    Bewertung:

    Das hängt vielleicht davon ab wo man wohnt und sein Wasser bezieht. In Norddeutschland ist das Wasser häufig sehr weich, weswegen man sogar die Seife schwer von den Händen kriegt aber auch der Tee dort so lecker ist. Ich weiss ja nicht wie es bei euch ist aber in Dortmund gibt es prima Leitungswasser. Wenn da so eine kalkige Brühe rauskommt würd ich wohl auch stilles Wasser aus dem Handel nehmen.

  7. Matze schrieb am
    Bewertung:

    So einen ähnlichen Test hab ich auch hier gesehen https://senseo-kaffeemaschine.bernaunet.com

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