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Langzeittest: Lenovo ThinkPad Edge E525



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Günstiges Mittelklasse-Notebook zum kleinen Preis
Die Auswahl an Notebooks auf dem Markt ist riesig, weshalb es oft sehr schwer fällt, die richtige Wahl zu treffen. Besonders wenn man unerfahren ist oder sich nicht so mit der Technik auskennt, kann es doch sehr schwer fallen, dass perfekte Notebook für sich zu finden. Genau so erging es meiner Verwandtschaft. Es sollte ein praktisches, nicht all zu großes und schweres Notebook sein, das leicht zu bedienen ist. Das Hauptaugenmerk lag aber auch darauf, dass es recht günstig sein sollte. Die Wahl fiel am Ende auf das Lenovo ThinkPad E525, dass es aktuell für 379 Euro bei Cyberport zu kaufen gibt.
Ich bin kein Freund davon, wenn man als Kunde allein gelassen wird, allein mit hunderten Fernsehern oder Notebooks. Bei Cyberport fühle ich mich gut aufgehoben, da ich im Webshop dank intelligenter Filter rasch die Auswahl von weit über 1.000 Notebooks auf eine überschaubarere Auswahl einschränken kann. In meinem Beispiel blieben ein gutes Dutzend Notebooks über. Entscheidend waren letztlich neben dem Preis auch die aktuellen Bewertungen der Modelle. Am Ende wurde es das
Lenovo ThinkPad Edge E525 NZ63NGE. Eine gute Wahl.

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Die Technischen Details

Ausgestattet ist dieses 15-Zoll-Notebook mit einem matten Display. Darauf habe ich sehr viel Wert gelegt, denn nichts ist schlimmer, als wenn man mit einem toll glänzenden und schön aussehenden Display in die Sonne geht und dann praktisch nichts mehr erkennen kann. Daher war ich bereit, auch lieber ein paar Euro mehr zu investieren, mit dem guten Gewissen, auch unter schlechten Lichtbedingungen noch alles gut erkennen zu können. Oft reicht ja schon ein zu helles Wohnzimmer oder die durch das Fenster scheinende Sonne aus, um nichts mehr auf dem Notebookdisplay zu erkennen. Clever ist, wer hier schon vor dem Kauf mitdenkt.

Damit man nicht immer gleich das Ladekabel anschließen muss, sollte natürlich auch auf eine recht hohe Akkulaufzeit geachtet werden. Das ThinkPad E525 von Lenovo wird werksseitig mit einer Akkulaufzeit von sechs Stunden angegeben. Bekanntlich werden solche Zeiten bei allen Modellen nur unter minimalster Auslastung und höchster Stromersparnis erreicht. Dennoch kann man praktisch von etwa fünf Stunden unter normalen Bedingungen ausgehen, was entweder für ein bis zwei Filme oder eine ganze Woche lang reicht, wenn man täglich nur 30 bis 45 Minuten im Internet surft. Diese Zeiten sind in meinem Test auch problemlos erreichbar gewesen und völlig ausreichend.

Lenovo ThinkPad E525″

Die Leistungsdaten

Angetrieben wird das Notebook von einem AMD Vision A4-3300M Dual-Core Prozessor mit bis zu 2,5 GHz sowie 4 GB Arbeitsspeicher. Das reicht für alle Anwendungen zu Hause problemlos aus und bietet immer genug Reserve, wenn es doch mal etwas rechenintensiver wird. Mit der eingebauten AMD Radeon HD 6480G Grafikkarte, die ebenfalls im guten Mittelfeld der Tests zu finden ist, lässt sich auch mal ganz gut ein Spielchen spielen. Sicher sollte man hier aber nicht zu hohe Erwartungen haben. Für ein Notebook ist diese aber ausreichend, um jederzeit auch ein HD-Film sehen zu können, ohne befürchten zu müssen, dass das Bild ruckelt. Anschlussfreudig zeigt sich das ThinkPad E525 mit seinen vier USB-2.0-Anschlüssen, Bluetooth und integriertem WLAN-n. Weiterhin gibt es eine Webcam für Video-Telefonie, ein Kartenlesegerät, ein Kopfhörer- und ein Netzwerkanschluss. Die Tastatur ist mit vielen Hotkeys ausgestattet, die z.B. die Displayhelligkeit oder die Ausgangslautstärke regeln.

Filmgenuss pur und Daten im Überfluss

Ein HDMI- und ein VGA-Ausgang sorgen dafür, dass auch ein weiterer TV oder Monitor an das ThinkPad angeschlossen werden können. Eigentlich wäre es nicht nötig, denn das 15-Zoll-LED-Display mit dem 16:9-Format und der passenden Grafikkarte, ist perfekt für den nächsten Filmgenuss geeignet. Das matte Display ermöglicht dies sogar unter recht hellen Bedingungen. Damit dem Filmgenuss nichts im Weg steht, benötigt man natürlich auch genug Speicher. Auf der eingebauten 500-GB-Festplatte sollte genug Platz sein, um zahlreiche Filme, Musik und Bilder zu speichern. Sollte es aber dennoch mal eng werden, kann der eingebaute DVD-Brenner auch Daten sichern oder die neueste Film-DVD abspielen. DVD-Laufwerk? Eigentlich ist es nicht mehr State-of-the-art. Oft wird sparen sich die Hersteller das Laufwerk, da viele User es nicht mehr nutzen und es außerdem kostenbaren Platz im Innenraum des Notebooks beansprucht. Um so erstaunlicher ist es, dass dieses Notebook trotzdem so schlank gebaut ist und mit 2,5 kg auch ein recht geringes Gewicht hat.

Lenovo ThinkPad E525″

Ausreichend Leistung auch für wenig Geld

Unter Windows 7 erreichte ich bei den Standardtreibern ein Leistungsindex von 4,5. Dieser wäre mit einer stärkeren Grafikkarte noch deutlich höher. Sie ist der Schwachpunkt bei den Benchmark-Test. Dennoch halte ich es für dieses Notebook und seine Einsatzzwecke für völlig ausreichend. Arbeitsspeicher und CPU schafften es dagegen sogar auf stolze 5,9 bzw.5,3 Punkte. Das ist ein sehr ordentlicher Wert in dieser Preisklasse.

Auf den ersten (und zweiten) Blick

Wenn man sich das Lenovo ThinkPad E525 so ansieht, kann man schon stolz behaupten, dass die Designer gute Arbeit geleistet haben. Das Notebook sieht durchweg stimmig und hübsch aus. Es wirkt überall gut verarbeitet, es klappert nichts und alles in allem macht es einen hochwertigen Eindruck. Ein nettes Gimmick ist die kleine Kontrollleuchte, die darauf hinweist, dass das Notebook noch im Ruhezustand ist. Diese ist ebenso bei der Tastatur wie auch auf der Rückseite des Display zu finden. So hat man sie immer gut im Blick. Ebenso ist das Notebook recht schlank und mit 2,4 kg auch recht leicht. Da gibt es sicher Modelle, die das noch weit unterbieten können, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist schon top.

Etwas verwirrend finde ich allerdings das Touchpad. Besonders die zahlreichen „Maustasten“ verwundern mich etwas. Das Touchpad hat nicht nur zwei Maustasten darunter, wie es jeder kennt, sondern auch noch mal zwei darüber. Außerdem gibt es eine zweite Maussteuerung mitten zwischen den Tasten, TrackPoint Cursorsteuerung genannt. Diese besteht aus einem einzelnen Joystick-ähnlichen Scroll-Ball mit dem man die Maus durch seitliches Drücken steuern kann. Es funktioniert zwar erstaunlich gut, aber ich finde es trotzdem überflüssig.

Lenovo ThinkPad E525″

Wenig Zubehör und Treiber-Installation mit viel Aufwand

Bisher gab es viel Lob für das ThinkPad E525, doch Kritik muss ich üben, wenn es um den Lieferumfang geht. Lediglich das Netzteil liegt bei. Mehr findet sich nicht im Karton, auch wenn ich diesen auf den Kopf stelle. Weder „Beipackzettel“, noch Anleitung finde ich darin. Hier wurde eindeutig am falschen Ende gespart. Besonders ärgerlich empfand ich es, dass keine Software-CD dabei war. Da das ThinkPad nur mit DOS ausgeliefert wird, wollte ich eine recht frühe Version von Windows 7 installieren, doch passende Treiber für WLAN oder Grafik habe ich nicht gefunden, sodass ich mit dem Notebook keinen Internetzugang einrichten konnte. Auf der Internetseite von Lenovo werden alle benötigten Treiber zwar kostenlos als Download bereit gestellt, aber wie lade ich mir sie herunter, wenn ich keinen zweiten PC besitze, der bereits mit dem Internet verbunden ist? Den einen Euro für eine Treiber-CD hätte ich an dieser Stelle gern bezahlt, um diesen Ärger zu vermeiden.

Ein anderes Problem fiel mir erst nach längerer Nutzung auf. Der Anschluss für das Netzteil befindet sich an der rechten Seite. Dort habe ich aber normalerweise meine Maus liegen. Wäre an und für sich kein Problem, wenn der Stecker abgewinkelt ist und somit das Kabel nach hinten wegführen würde. Das mitgelieferte Kabel hat aber leider ein geraden Stecker und unmittelbar dahinter noch ein dicken Überspannungsschutz. Dadurch liegt das Kabel eigentlich genau da, wo sich die externe Maus befindet. Auf Dauer empfinde ich das als sehr störend. Hier wäre ein abgewinkelter Anschluss sehr viel besser gewesen.

Sicherheit vor Zugriffen

Sicherheit bietet das ThinkPad E525 von Lenovo mit dem eingebauten Fingerprint-Reader. Dieser dient dazu, sich per Fingerscan einzuloggen. Ein einfaches Streifen mit dem Finger über diesen Scanner genügt und schon wird man von Windows eingeloggt. Sehr praktisch, da man sich so kein Password merken muss und sicher sein kann, dass die eigenen Daten relativ gut geschützt sind. Anders als erwartet funktioniert diese Methode sehr gut und zuverlässig. In nur wenigen Schritten ist alles eingerichtet. Als kleine Empfehlung rate ich aber, nicht nur einen Finger einlesen zu lassen, sondern gleich alle zehn. Dies ist problemlos möglich. Es wäre doch zu schade, wenn man sich selber nicht mehr einloggen könnte, falls man sich vorher beim Kochen in den Finger geschnitten hat und nun gerade an diesem Finger ein Pflaster trägt. Das man alle zehn Finger verbunden hat, wäre schon ein sehr extremer Fall und die Bedienung dann ohnehin kaum möglich.

Fazit

Wenn man von der fehlenden Treiber-CD und dem Netzteil mit gerade Stecker einmal absieht, bekommt man mit dem Lenovo ThinkPad E525 für 379 Euro ein echt gutes Notebook mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Ich habe es nun schon ein halbes Jahr im Betrieb und kann keine Fehler oder Probleme am Gerät selber feststellen. Jeder, der ein günstiges Einsteiger- bis Mittelklasse-Notebook sucht, um damit größtenteils Filme zu sehen oder im Internet zu surfen, macht mit dem E525 nichts falsch. Es ist optisch sehr ansprechend und mit 2,5 kg nicht zu schwer. Zudem bietet es dank Fingerprint-Reader ein gutes Sicherheitsfeature. Von mir gibt es daher eine klare Kauf-Empfehlung.

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3 Kommentare

  1. Yu schrieb am
    Bewertung:

    Inzwischen gibt es ja den Nachfolger E530, im High-End-Modell (Vorkonfiguriert 900€ bei 1y bring-in-Garantie) zumindest sogar mit mattem Full-HD Display, Intel Core i i7-3xxxQM (Ivy Bridge Quadcore) und NVidia GT630M.

    Leider fehlen da bisher vernünftige Tests :-/ Die, die ich gefunden habe, wiedersprechen sich teils (von „sturdy built quality“ bis „creaks a lot“, „feels cheap / craks alot“). Über die Monitor-Helligkeit gibt es keine Vergleichsfähigen Aussagen (Messwerte ala notebookcheck/notebookjournal). Und die Gewichtsangabe schwankt, für das identische Modell, je nach Shop zwischen 2.4 kg (cyberport) und 2.6 kg (notebooksbilliger.de).

  2. Daniel Barantke schrieb am
    Bewertung:

    Hi Danke für dein Kommentar.
    Wenn ich das E530 noch in die Hand bekomme werde ich es unter selben Bedienungen gern auch test. Vielleicht kannst du es dann besser einschätzen.
    Ansonsten kann ich das E525 schon sehr empfehlen.

    Viele Grüße

  3. Indian schrieb am
    Bewertung:

    You get a lot of respect from me for writing these heplufl articles.

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