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Kombi-Test: ASRock ION330 BD an Optoma Full-HD-Beamer HD200X



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Heimkino der Spitzenklasse
Dass ich mich auf die Tests mit den beiden Heimkinokomponenten ASRock ION330 und Optoma HD200X besonders freue, habe ich ja schon in meinen beiden Unboxing-Artikeln (1,2) anklingen lassen. Zwar konnte ich das Endergebnis nicht ganz ohne Hürden erreichen, dieses überzeugt allerdings auf ganzer Linie. Jedenfalls, wenn man das Ganze aus der Qualitätssicht beurteilt, denn den ein oder anderen Haken haben die Geräte schon. Das ASRock ION 330 mit Blu-Ray Laufwerk kommt zum Beispiel ohne Betriebssystem und ohne Blu-Ray Abspielsoftware, was den eigentlich sehr guten Preis von 369 Euro wieder ein wenig relativiert. Im Test kommt ein Windows Vista Ultimate sowie die Testversion von PowerDVD9 zum Einsatz, für die man im wahren Leben wohl mal locker 150 Euro dazu rechnen müsste.
Um es gleich vorweg zu sagen: das zweite Problem ist die zu hohe Lautstärke des Beamerlüfters, der die angegebenen 29dB locker überschreitet. Im Vergleich mit meinem älteren Philips Beamer, der auch nur 29dB absondern soll, ist der Optoma HD200X doch ein wenig lauter und nervt bei leisen Filmpassagen mit seinem Dauerbetrieb.

Diese beiden Kritikpunkte – die hohen Zusatzkosten für Software am ASRock und der laute Lüfter des Beamers – sind jedoch die einzigen, die ich finden konnte. Da mein etwas älterer DSP von Yamaha die Audiosignale der Blu-Ray recht gut verarbeiten und über das 5.1-System im Raum verteilen konnte (Pro Logic Enhanced) und da die Komponenten ansonsten problemlos miteinander arbeiteten, stand dem ultimativen Heimkinoerlebis also nichts mehr im Weg. Zu diesem lud ich dann zwei Freunde ein, die den neuesten Alien vs Predator: Requiem zu sehen bekamen. Hat die enorme Projektionsgröße einer normalen DVD – die ich zugegebenermaßen nur durch die günstige Größe meines Wohnzimmers von etwa 4,5 x 6m erreichen kann – meine Freundin vor einigen Tagen noch zum Staunen mit offenem Mund gebracht, wurde die Begeisterung in unserer „Technik-Community“ beim Ansehen des Blu-Ray Hollywoodknüllers offen bekundet. Bei ordentlicher Movie-Lautstärke und/oder mit einer Schall-schluckenden Glasplatte vor dem Beamer zeigt sich dann so ziemlich das Beste, was man im Heimkinobereich momentan erhalten kann.

ASRock ION330″

Der Beamer, dessen Bild auch bei einer Größe von etwa 3,5 x 2m auf meiner Wohnzimmerwand immer noch gestochen scharf war, zeigte dank Blu-Ray-1.080p-Technik sein ganzes Können. Der von der DLP-Technik bekannte Regenbogeneffekt konnte dazu von keinem von uns wahrgenommen werden, was bei einem Gerät von einem Beamerspezialisten wie Optoma auch zu erwarten war.

Klar, das ASRock ION330 ist eigentlich ein ganz normaler NetTop-PC und das sehr gute visuelle Erlebnis kommt natürlich durch die Blu-Ray Disc zustande, aber wegen der erweiterten Möglichkeiten eines PCs ist das ja trotzdem eher positiv. Mit Windows Vista wird im Übrigen auch DirectX 10 installiert, wie mir ein Blick auf DXDIAG bestätigte. Dies bedeutet, dass der ASRock ION 330 eben nicht mit der abgespeckten ION-LE Version ausgestattet ist, die nur DirectX bis Version 9.0c unterstützt. Im Grafikkartentreiber findet sich nun zusätzlich die Möglichkeit, an der PhysX-Engine rum zu schrauben. Der Vista-Leistungstest hat außerdem ein Ergebnis von 3,8 für das System geliefert. In wie weit das zum Zocken ausreicht, berichte ich im nächsten Test.

image

Dadurch, dass der Film Alien vs Predator: Requiem im Cinemascope-Format von 2,35:1 aufgenommen ist zeigen sich allerdings die typischen schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand, von denen ich zumindest den oberen auf die Zimmerdecke lenken und so „verschwinden“ lassen konnte. Wirklich störend ist das aber ohnehin nicht und wegkriegen kann man es ja auch nicht…jedenfalls nicht, ohne Bildinformationen zu verlieren ;-)

Optoma Full-HD-Beamer HD200X“

Zum Beamer selbst gibt es nahezu nur Positives zu sagen: außer der etwas zu hohen Lautstärke macht der Optoma HD200X gestochen scharfe Bilder bei allen geforderten Auflösungen. Lediglich die automatische Umschaltung der Farbkalibrierung auf „Cinema“, wenn ein Film erkannt wird, kann ein wenig nerven. Diese Voreinstellungen kann man sich aber leicht über ausgeklügelte und umfangreiche Menüs an seine persönlichen Vorlieben anpassen. Die nur 1500 Lumen Lichtstärke und der Kontrast von 4000:1 genügen nur knapp nicht den Anforderungen bei Tageslicht, wobei das Bild auch schon bei bewölktem Wetter gut erkennbar ist. Sicher lässt die Lichtstärke bei Beamern mit der Zeit ein wenig nach, aber zum Betrieb bei Tageslicht sind diese ja eh nicht gemacht. Aufgrund seiner Lautstärke und seines sehr großen Bildes bietet sich der Optoma HD200X wohl am ehesten für den Gastronomiebetrieb an. In meinem Wohnzimmer hat das Ganze zwar auch riesig Spaß gemacht, aber in einem kleineren Raum würde wohl einiges an Filmvergnügen ausbleiben, so dass ich eher einen „echten“ Kinobesuch empfehlen würde.

Technische Daten Optoma HD200X

  • DLP-Technologie
  • 1920 x 1080 (1080p); 1.500 ANSI Lumen
  • 2x HDMI, DVI, S-Video, Composite
  • Trapezkorrektur
  • Inkl. Fernbedienung

    Technische Daten ASRock ION 330 BD

  • Intel Atom 330 (2x 1,6 GHz, 2x 512 KB L2 Cache, 533 MHz FSB)
  • 2 GB SDRAM-DDR2 800 MHz, 2 DIMM-Slots Dual Channel (max. 4 GB gesamt)
  • 320 GB Festplatte
  • ION-Grafikprozessor (HDMI, VGA, DVI-Adapter),
  • 5.1 Sound onboard
  • Blu-ray (HD-DVD) / CD-RW Combo Laufwerk
  • Gigabit-LAN, 6x USB 2.0, S/PDIF
  • 24 Monate Herstellergarantie

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  • 1 Kommentar

    1. H Bouwens schrieb am
      Bewertung:

      Also bei Ihrem Gerät war wohl was nicht in ordnung, ode vielleicht hatten sie es auf höhenbetrieb eingestellt?, (dan lauft der Lüfter dauernd Vollast).Bei meinem-ca 1 monat in Besitz -kann ich dér Lüftergerausch kaum hören…

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