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Kodak EasyShare V570 Test Teil 2



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Das große Finale – Bedienung, Optik und Verbindung zum Mac
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Im abschließenden Teil unseres Tests widmen wir uns der Bedienerfreundlichkeit, der Vor- und Nachteile einer Doppelobjektivkonstruktion und der Bildübertragung zum Mac.
In der ersten Portion unseres Testhappens verwies ich schon auf kleinere Mängel innerhalb der Ergonomie. Negativ zu beurteilen in diesem Zusammenhang ist die Anordnung der Bedienknöpfe oberhalb der Kamera. Diese liegen sehr dicht aneinander und sind auf Grund der Gestaltung haptisch schwer zu unterscheiden. Nicht selten passierte es mir im Test, dass ich die Kamera versehentlich ausschaltete, obwohl ich doch nur den Auslöser betätigen wollte, oder aber ich geriet in das Menü für die Belichtungsautomatiken. Hier hätte ich mir eine eindeutige Gestaltung für die Bedienelemente gewünscht.

Das Menü indes ist übersichtlich gehalten und mittels großem 2,5 Zoll TFT Display leicht ablesbar. Die Programmautomatik bietet für verschiedene Aufnahmesituationen die richtige Einstellung (Porträt, Sport/Action, Landschaft, Nahaufnahme, Porträt bei Nacht, Landschaft bei Nacht, Strand/Schnee, Text, Feuerwerk, Blumen, Museum/Diskretion, Selbstporträt, Party/Innenaufnahmen, Kinder, Gegenlicht, Mitzieheffekt, Kerzenlicht, Sonnenuntergang, Custom). Für den gelegentlichen Knipser fast schon zu viel des Guten. Positiv fällt die kurze Auslöseverzögerung auf, so macht digitale Fotografie Spaß.

Die eigentliche Besonderheit der V570 steckt in ihrer Doppeloptik. Zwei Objektive nennt die Kodak ihr Eigen. Zu einem ein 23 mm Weitwinkelobjektiv und zum anderen ein Standard-Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 39 bis 117 mm. Die Umschaltung zwischen beiden Optiken erfolgt automatisch, wobei der Bereich der 23 mm Optik als UW (Ultra Wide) bezeichnet wird. Festzuhalten ist hier, der Brennweitenbereich bis 39 mm wird zwangsläufig als Digitalzoom überbrückt. Eine Verwendung würde ich in jedem Fall vermeiden, die Bildqualität leidet doch sehr stark darunter. Ansonsten ist der Ansatz sehr zu begrüßen. Hätte Kodak eine Ein-Objetiv-Lösung gewählt, wäre die V570 bestimmt nicht so schmal ausgefallen. Ein guter Kompromiss, zwischen Kosten, Design und Nutzen.

Die Bildqualität kommt sicherlich nicht an eine Spiegelreflexkamera heran, konstruktionsbedingt ist dies auch nicht möglich, jedoch kann die Kodak hier gut mit einer Ixus und Co. mithalten. Bei Verwendung des Weitwinkels ist eine Verzeichnung deutlich wahrzunehmen, dabei ist der Einsatz eines Shift-Objektives bei dem Preis der Kamera sicherlich nicht möglich, somit sei dies verziehen.

Wie kommen die Bilder auf den Rechner? Das Zielobjekt soll für mich mein iMac G5 sein. Die Software von Kodak bleibt hierfür in der Kiste, iPhoto muss ran. Zunächst gilt es jedoch die Kamera mit dem Rechner zu verbinden. Leider ist es nicht möglich die V570 direkt per USB anzuschließen, der Einsatz einer mitgelieferten Dockingstation wird zwangsweise vorausgesetzt. Dies hat Vor- und Nachteile. Hat man nur einen Rechner zu Hause, ist dies sicherlich ein Vorteil seitens der Bequemlichkeit. Ist man oft unterwegs oder nutzt mehrer Rechner ist der Kauf eines zusätzlichen Kartenlesers zu empfehlen, da die Dockingstation nicht wirklich mobil ist (das Netzteil muss immer angeschlossen sein). Ansonsten erkennt iPhoto (bei mir die Version 6) die Kamera ohne Umstände. Prima!

Bisheriges Fazit:

+ übersichtliches Menü
+ geringe Auslöseverzögerung
+ viele Programmautomatiken
+ Doppeloptik
+ Dockingstation (bei stationären Einsatz)

– Dockingstation (bei mobilen Einsatz)
– Ergonomiemängel

Abschließendes Fazit:

Eine Kamera die schick aussieht und mit ihrer Doppeloptik ohne wirkliche Konkurrenz dasteht. Kleinere Ergonomiemängel trüben den Gesamteindruck dagegen etwas.

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Das übersichtliche Menü mit den verschiedenen Belichtungsautomatiken
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Zoombereich mit Ultra Wide Darstellung
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Vergleich 23 mm Ultra Wide und 39 mm Standard Brennweite
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