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Hands-On: Canon EOS 500D



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Die neue Canon DSLR im Ersteindruck
Die Canon EOS 500D liegt nun in meinen Händen und ich konnte schon ein wenig mit ihr spielen, ähh … sie testen. Der Sensor der Canon 50D, die Movie-Funktion der Canon 5D Mark II und das Ganze in einem quasi Einsteigermodell, diese Kamera ist einfach nur toll. Der Sensor hat 15 Megapixel mit bis zu ISO 12800, der Videomodus gleicht der Canon 5D Mark II bis auf eine Ausnahme, bei 1080p laufen nur 20 Frames pro Sekunde und nicht die besseren 30 Frames. Nur eine Auflösung von 720p erlaubt 30 Frames in der Sekunde – hier läuft der Videomodus samtweich. Die Canon 500D ist ein Hybridmodell aus den großen Geschwistern Canon 50D und Canon 5D Mark II. Diese beiden Kameras sind eher für den anspruchsvollen Profi gedacht, die Canon 500D für den ambitionierten Amateur.
Hier eine Auflistung der wichtigsten Specs im Kurzformat:

  • H.264 Videoaufnahme mit 1080p/20fps und 720p/30fps, jeweils mit Mono-Sound
  • DIGIC-4-Prozessor
  • 9-Punkte-Autofokus
  • 3.4fps-Burst-Shooting für mehr als 170 Bilder im JPEG-Format und neun Bilder im RAW-Format
  • 3-Zoll-Display mit 920.000 Pixeln (analog Canon 5D Mark II)
  • integrierter Säuberungsmechanismus des Sensors
  • Live-View
  • SDHC-Karten-tauglich, Klasse 6 oder höher wird empfohlen.
  • ab ca. 800 Euro als Kit

    Im Folgenden die ersten Eindrücke, resultierend aus den ersten Versuchen mit der Kamera:

    Bildqualität
    Ich habe mit der Canon 50D bisher noch keine Fotos machen dürfen, aber soweit ich weiß, soll der Sensor der Canon 50D genug Reserven für eine hohe Bildqualität bei hohen ISO-Werten haben. Als die Canon 50D vor ca. 8 Monaten auf den Markt kam, wurden ihr Sensor und die damit verbunden Bilder auf das Höchste gelobt (Ihr Einstiegspreis war ungefähr doppelt so hoch, wie der der Canon 500D.). Die Bildqualität scheint der Canon 5D Mark II nicht zu gleichen, doch nach Meinung qualifizierter Tester kommt sie ihr ziemlich nahe. Die üblichen begrenzenden Faktoren sind natürlich der Fotograf und das Objektiv, welches bei diesen Kits nicht als absolut hochwertig zu bezeichnen ist, aber auch bei Weitem nicht mehr die Glasscherbenqualität aufweist, die noch vor wenigen Jahren bei Kits zu erwarten war.

    Canon EOS 500D“

    Videomodus
    Der Videomodus dieses Einsteigermodells ist schlicht und ergreifend eine Wucht, besonders wenn man bedenkt, dass derselbe Videomodus auch in der hochgelobten Canon 5D Mark II seinen Dienst verrichtet, hier aber aufgrund des höheren Prozessorpowers mit 30 Frames pro Sekunde im 1080p-Modus. Aber die 720p, die bei der Canon 500D mit 30 Frames in der Sekunde laufen, sind für die meisten Nutzer absolut ausreichend, selbst die Nikon D90 kann nicht mehr. Die niedrige Framerate im 1080p Modus macht sich durch Ruckeln vor allem bei Schwenks und dergleichen bemerkbar.

    Ein erstes Fazit
    Die Verkaufszahlen der Canon 50D werden sich sicherlich nicht mehr erhöhen, wenn die Canon 500D auf den Markt kommt, dabei ist die Canon 50D selbst erst seit acht oder maximal neun Monate zu haben. Ähnliche Performance für knapp die Hälfte des Preises, man muss man schon sehr detailverliebt sein, um noch zur 50D zu greifen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie der Nachfolger der Canon 50D aussehen kann und auf welche technischen Höhen sich der Nachfolger der Canon 5D Mark II schwingen wird, wenn schon das Einsteigermodell derartig vorlegt. Nach weniger als 12 Monaten findet man alle Features der Vorgängermodelle eine Klasse tiefer – man sieht: Technischer Fortschritt, Preisverfall und die schnelle Marktentwicklung gehen Hand in Hand. Ich für meinen Teil werde die Canon 500D weiter testen und freue mich schon drauf, einen ausführlichen Testbericht zu schreiben.

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  • 2 Kommentare

    1. Jan schrieb am
      Bewertung:

      Was die Bildqualität angeht halte ich es doch für eher gewagt, von der 50D auf die 500D zu schließen. DPReview schreibt das hier (http://www.dpreview.com/reviews/canoneos500d/) zur 500D:

      „The Canon does a decent job at higher sensitivities and up to ISO 1600 produces perfectly usable output that shows good detail but also visibly more chroma noise than the Nikon D5000“
      und die D5000 ist das absolute Einsteigermodell von Nikon.
      Außerdem:

      „However, the 500D’s RAW images are also slightly lagging behind some of the competition and surprisingly even the 450D in terms of high ISO noise and to a smaller degree in terms of pixel level detail. It’s not going to be an issue when checking images at screen size but it’s certainly visible up-close.“

      Davon abgesehen ist die 50D wohl eher nicht für „den anspruchsvollen Profi“ gedacht, dafür gibt es die 5D und 1D(s). Ziel ist wohl eher der „Prosumer“-Bereich (ambitionierte Amateure). Die 500D bleibt eine Einsteiger-Kamera, auch wenn es jetzt „drunter“ noch die 1000D gibt.
      Allerdings gibt es schon einige Profis, die eine 40D oder 50D als Zweit-/Dritt-Body haben..

    2. Ansgar Babucke schrieb am
      Bewertung:

      Du freust dich sehr über die Kamera, oder? :D

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