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Erfahrungsbericht: HP 625 mit Windows 7



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Zugeordnete Tags HP | Notebook | Windows | Microsoft
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Bestandsaufnahme Billig-Notebooks
Vor Weihnachten sollte man eigentlich nie und nimmer elektronischen Krimskrams kaufen, weil nach Weihnachten und der CES (wird am 6. Januar eröffnet) eigentlich immer alles billiger wird. Aber als Cyberport vor den Festtagen mit einem 15-Zoll-Notebook von HP (Modell aus der HP-625er-Serie) für unschlagbare 280 Euro (nach Abzug des Paypal-Gutscheins und nach Abzug des HP-Cashbacks in Höhe von 50 Euro) in den einschlägigen Schnäppchenseiten für Bewegung sorgte, habe ich einfach mal schmerzfrei zugegriffen. Ich meine, was kann man für 280 Euro ernsthaft falsch machen? Den genauen Einsatzzweck habe ich für mich persönlich noch nicht erkannt, aber bevor ich mir ein Netbook kaufe, welches mittlerweile sogar noch teurer ist, bevorzuge ich lieber einen „erwachsenen“ Rechner – irgendeinen Einsatzzweck werde ich sicherlich für die Neuerwerbung finden. Auch CyberBloc-Autor Matthias Schleif berichtete bereits über den HP 625, allerdings nur in Verbindung mit Linux. Ich dagegen habe derweil auf der Maschine Windows 7 Professionell in der 64-Bit-Version installiert und möchte folgend meine Erfahrungen mit den Lesern teilen.
Erster Eindruck
Notebooks dieser Preisklasse sind immer noch ganz schön dick, besonders wenn man privat mit Macs arbeitet und im Büro Modelle von Lenovo und Dell stehen. Zumindest ist die Oberfläche des HP 625 nett anzuschauen, natürlich findet noch immer schnödes Plastik Verwendung, aber gegenüber den letzten Billig-Notebooks die ich vor ca. zwei Jahren in der Hand hatte, sind entsprechende Fortschritte festzustellen. Das Finish des Displaydeckels ist ebenso wie der Palmrest in mattem, strukturiertem grauen Farbton gefasst – nicht wirklich schön aber OK. Die Verarbeitung ist für die Preisklasse anständig, auch wenn man den Displaydeckel mit dem Daumen fest eindrücken kann, aber immer noch wesentlich besser als bspw. das Acer-Modell, dass meines Wissens nach schlappe 400 oder 500 Euro vor zwei Jahren kostete.

Einmal aufgeklappt lacht mich ein mattes Display (was an sich nicht schlecht ist) und eine Tastatur an, die sich halbwegs anständig bedienen lässt. Das Touchpad samt Klickliste ist dagegen zu klein und so nicht wirklich Multitouchfähig.

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Linux und die Windows-7-Installation
Die installierte Linux-Version habe ich mir nicht weiter angeschaut. Wer mehr wissen möchte, dem empfehle ich den aktuellen Artikel von Matthias hierzu. Ich dagegen habe direkt die Installation von Windows 7 von einem entsprechend vorbereiteten USB-Stick vorgenommen. Übrigens habe ich während der Installation die Zeit genutzt und die Verpackung genauer untersucht. Darin fand ich den zusätzlichen 2-GB-RAM-Riegel, den Cyberport liebenswerter Weise dem guten Angebot beipackte. Nach der Windows-7-Installation – die wie immer angenehm schnell durchlief – habe ich dann folgend die vier Schrauben am Boden des HP 625 gelöst und die gesamte Bodenplatte abgenommen. Hier hat HP mitgedacht und das ganze sehr Erweiterungsfreundlich gestaltet. Schnell noch den Riegel eingebaut und dann wieder zugeschraubt. Nach dem ersten Start von Windows 7 bekam ich zunächst die – für einen 15-Zöller – geringe Bildschirmauflösung von 1366 x 768 Pixel zu Gesicht. Daraufhin überlegte ich kurz das Notebook zurückzuschicken. Denn zusammen mit dem 16:9-Format sind die wenigen Pixel eine Zumutung beim Surfen und Arbeiten. Somit konnte ich diese beiden Verwendungszwecke des Notebooks aus der Liste der zukünftigen Verwendungsmöglichkeiten für mich streichen. Nichtsdestotrotz, fuhr ich in der Einrichtung des Rechners fort. Nach dem obligatorischen Treiber- und Update-Kampf mit Windows, installierte ich im Anschluss meine Standardanwendungen.

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Windows 7
Windows 7 läuft auf der Maschine relativ flüssig und schnell, auch wenn keine Hightech-Komponenten im Notebook stecken. Der Windows-Leistungsindex zeigt solide 3.6 Punkte an, die einzelnen Werte des Index gestalten sich wie folgt: Prozessor 5.1, RAM 5.5, Grafik 3.6, Grafik (Spiele) 5.1 und Festplatte 5.7. Mit den Werten kann man sicherlich kein Rennen gewinnen, aber für die Basics sollte es ausreichend.

Lautstärke
Nachdem ich bisher eigentlich nur noch leise Geräte gewöhnt bin, machte ich mit dem HP 625 eine „hörbare“ Erfahrung. Beim Start des Rechners verhält sich das Modell bzw. dessen Lüfter einem Formel-Eins-Wagen gleich: Laut und immer eine Stufe zu viel. Das Problem hatte wohl auch schon der Vorgänger des HP 625, der HP 615. Hier habe ich mich an meinen alten HP erinnert gefühlt. Besonders problematisch: Der Lüfter läuft quasi immer, somit muss man sich ständig mit einem konstant lauten Surren im Hintergrund abfinden. Allerdings gibt es eine Möglichkeit das Problem von Seiten der Software zu lösen, wie hier im Planet3DNow-Forum beschrieben wird. Allerdings riskiert man – um es nochmals zu betonen – so die Garantie und der Prozessor und evtl. andere Teile des Laptops können unter gewissen Umständen kaputt gehen. Deshalb ist der Tipp auf eigene Gefahr auszuprobieren.

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Fazit
Der HP 625 liegt momentan ausgeschaltet auf meinem Schreibtisch, ohne Verwendung und auf Grund der hohen Lautstärke des Lüfters nicht wirklich im Arbeitszimmer einsetzbar. Ansonsten bin ich zufrieden mit dem Kauf. Macht das Sinn? Nun denn, vielleicht fällt mir ja doch noch der eine oder andere Verwendungszweck für die „Mühle“ ein, dann aber in sicherer Entfernung zu meinem Ohr.

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4 Kommentare

  1. Arndt schrieb am
    Bewertung:

    Eine hohe Lüfterlautstärke kann ich in keinster Weise bestätigen. Im Netzbetrieb so gut wie gar nicht zu hören, weil der Lüfter permanent sehr langsam läuft. Also überhaupt kein Problem.
    Im Akkubetrieb läuft der Lüfter – wegen des Energiemanagements – nur sporadisch, dann schon ein klein wenig lauter, aber dennoch aktzeptabel.
    Die Displayauflösung von 1366 x 768 ist, wie bei so gut wie allen 15″ Notebooks, zu gering und in Verbindung mit einem matten Display schon etwas „grobporig“ anzusehen. Dafür sind selbst in sehr heller Umgebung keine Spiegeleffekte zu erwarten.

  2. Matthias Schleif schrieb am
    Bewertung:

    Die Lüfterdrehzahl verringert sich wohl tatsächlich, wenn man im BIOS die funktion „keep fan always on when on ac-power“ oder so, einschaltet. Von Zeit zu Zeit hat mich die Lautstärke aber schon auch genervt, vor allem wenn der Rechner -wie zB auf yotube- n bischen was zu tun kriegt.

    Bzgl Monitor kann ich mich nur wiederholen: ich denk für den preis geht das einfach nicht „hochauflösender“

    Aber eine Frage hätt ich noch, jörg: ist das nun n Testgerät zum Zurücksenden oder hast Du den echt gekauft? Sollte letzteres der Fall sein frag ich mich, warum Du nicht lieber irgendwo was spendest von deinem überflüssigen Geld. Bei Bedarf kann ich Dir ja mal meine Ktonr geben ;-))

  3. Joerg Pittermann schrieb am
    Bewertung:

    @Matthias: Das ist kein Testgerät, ich hab den echt gekauft. Und immernoch keinen Anwendungszweck. Ausser im Karton liegen.

  4. willi schrieb am
    Bewertung:

    Na ja verkauft haste Ihn ja nun .Ist der Käufer denn damit zufrieden.Er lag ja scheinbar paar Monate rum bei Dir.Oder haste den noch ??

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