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Elgato Thunderbolt SSD 120 GB



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Thunderbolt + SSD = Mobiler Highspeed-Speicher
Wer eine schnelle SSD in seinem Rechner weiß, genießt den Rausch der Geschwindigkeit. Zurück zur langsamen SATA-Festplatte? Nie im Leben. Doch wie bekommt man in Windeseile seine Daten auf ein externes Speichermedium bzw. greift umgekehrt genauso schnell darauf zu? Flinke Möglichkeiten gibt es mit USB3.0, Firewire, eSATA oder Netzwerk zur Genüge, aber was kann man erwarten, wenn Apples Thunderbolt-Technologie auf ein Solid-State-Drive trifft? Drei Dinge auf einmal: Schnellere Übertragungsraten, widerstandsfähiger als eine herkömmliche Festplatte und dann noch im 2,5-Zoll-Format. Wow. Elgato macht es Dank der Thunderbolt Technologie endlich möglich. Die Elgato Thunderbolt SSD’s mit wahlweise 120 GB oder 240 GB sind zwar nicht günstig, dafür aber gut und schnell.
Die technischen Daten im Überblick
– 120GB Speicherkapazität
– Besonders Geräuscharm
– Thunderbolt-Schnittstelle
– Kompaktes 2,5-Zoll-Format
– 3 Jahre Garantie

Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehört die SSD-Festplatte. Punkt. Noch vor dem eigentlichen Test treffen wir also schon auf einen gravierenden Minuspunkt. Um unser neues Speichermedium nutzen zu können, müssen wir uns neben der Festplatte auch noch ein Kabel zulegen. Das 0,5 m lange Elgato-Thunderbolt-Kabel gibt es für sage und schreibe 59,90 Euro. Da sind die 47,90 Euro für das 2 m lange Apple-Thunderbolt-Kabel ja eine wahres „Schnäppchen“. Anmerken sollte man jedoch, dass Elgato keine Schuld trifft, dass der SSD-Festplatte kein Kabel beiliegt. Apple erlaubt es den Herstellern nicht, ein Thunderbolt-Kabel zusammen mit der Festplatte in einem Paket anzubieten.

Design & Verarbeitung
Das gesamte Gehäuse besteht aus Metall und wirkt daher schlicht, aber sehr wertig und edel. Durch das Gehäuse ist die Elgato zwar etwas schwerer als vergleichbare Festplatten, aber wirkt auch robuster als ein Vertreter mit günstigem Kunststoffgehäuse. Insgesamt besticht die Festplatte durch eine matte, dunkle Optik.

Produktfotos“

Die ersten Schritte
Für die Festplatte wird keine extra Software benötigt, was im Klartext für uns bedeutet: Festplatte anschließen und loslegen. Sie ist sofort startklar und wird direkt vom Mac erkannt. Einfacher geht es nicht.

Die Vorteile der Elgato Thunderbolt SSD
Weniger Störanfällig: Flashspeicher sind vor allem für Transportschäden weniger anfällig, da keine beweglichen Teile innerhalb der Festplatte zum Einsatz kommen. Zudem verfügt die Elgato Thunderbolt SSD über eine sehr robuste Metallschicht, die fast dem eines Panzers gleicht. Somit sind unsere Daten auf der sicheren Seite, was die Einflüsse von außen betrifft.
Geräuscharm: Die Festplatte ist so leise, dass ich zunächst dachte, sie wäre kaputt. Man hört absolut nichts. Gerade in ruhigen Umgebungen ein absoluter Vorteil gegenüber den säuselnden und ratternden Vertretern.
Praktisch: Es gibt nur einen Anschluss, folglich wird auch nur ein einziges Kabel benötigt: Thunderbolt. Über diesen Anschluss wird die Festplatte gleichzeitig mit Strom versorgt.

Der Praxistest
Gut dastehen und aussehen kann jeder, doch hält die Festplatte, was sie verspricht? Auf der eigenen Webseite verspricht Elgato eine Geschwindigkeit von bis zu 270 MB/s. Im Test mit AJA komme ich leider nicht ganz auf den versprochenen Wert. Ich kam auf die Durchschnittswerte von 225 MB/s Schreiben bzw. 235 MB/s Lesen.

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Als Vergleich dient mir die LaCie d2 Quadra v2.1 mit USB2.0, eSATA, aber vor auch mit Firewire 800, das mir als Vergleichswert dienen soll. Im AJA-Test diese einen Durchschnittswert von 65 MB/s Schreiben und 80 MB/s Lesen. Die Thunderbolt SSD von Elgato liegt also ganz klar vorne. Im banalen Praxistest zeigt sich der Unterschied wie folgt: Um eine Datei mit der Größe von 11 GB zu kopieren, benötigt die Firewire-800-Festplatte von LaCie 4 Minuten, die Elgato Thunderbolt-Festplatte 2:30 Minuten. Beide Ergebnisse können sich meiner Meinung nach sehen lassen. Der Unterschied wird wohl erst ab noch größeren Dateien gravierender.

Hitzeentwicklung
Im Gebrauchstest wird die Festplatte zwar sehr warm, jedoch sorgt das Metallgehäuse dafür, dass die Festplatte selber nicht zu heiß wird. Ein Lüfter ist daher unnötig, wodurch das geräuschlose Arbeiten erst möglich wird.

Das Kabel
Da das Kabel extra gekauft werden muss, gebührt ihm auch ein eigener Abschnitt. Es ist gut verarbeitet und hat mit 50 cm eine perfekte Länge für den mobilen Gebrauch. Lediglich für das Einstecken des Kabels in die Festplatte und den Mac muss man etwas mehr Kraft aufwenden, als man es sonst von USB- oder Firewire-Kabeln gewöhnt ist.

Produktfotos“

Die Schattenseiten
Die Elgato Thunderbolt SSD überzeugt im Test mit einer hohen Geschwindigkeit, doch theoretisch könnten SSD-Festplatten eine Datenrate von 400 MB/s erreichen. Das wird bei der bei unserem Testprodukt durch den Einsatz vom SATA-II-Standard verhindert. Bei dem hohen Stromverbrauch der Festplatte bleibt dem Hersteller leider auch keine andere Wahl. Eine SATA-III-SSD würde das Thunderbolt-Limit von 10 Watt überschreiten. Die LaCie-Festplatte macht im Praxistest ebenfalls keine schlechte Figur, ist dafür aber auch kaum für den mobilen Einsatz zu gebrauchen. Außerdem ist diese im Vergleich zur Elgato-Festplatte wahnsinnig laut.

Fazit
Die Thunderbolt SSD Festplatte aus dem Hause Elgato ist ein echter Rennwagen im Bereich der Speichermedien und überholt mit deutlichem Vorsprung die Festplatte mit Firewire-800-Anschluss. Die SSD dürfte bei vielen Profis aus dem Kreativbereich ihr Zuhause finden, die viel mit sehr großen Datenmengen zu tun haben. Zudem eignet sich die Platte besonders für den mobilen Einsatz, da sie ohne weitere Stromzufuhr auskommt, sehr leise und robust ist. Geschwindigkeit hat jedoch ihren Preis und in diesem Fall einen ziemlich deftigen. Neben dem Anschaffungspreis der Festplatte (379,90 Euro für die 120-GB-Variante bzw. 609,90 Euro für die 240-GB-Variante) sind auch noch rund 60 Euro für das Thunderbolt Kabel einzukalkulieren. Das ist verhältnismäßig sehr viel Geld, gibt es doch interne SSDs mit 120 GB bereits ab 89,90 Euro bzw. mit 240 GB ab 179,90 Euro. Wünschenswert wäre also aus Verbrauchersicht die Verwendung von SATA-III sowie einem Thunderbolt-Kabel, das bereits im Lieferumfang enthalten ist. Abschließend muss jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen entscheiden, ob sich die Anschaffung der Elgato Thunderbolt SSD lohnt. Ich wäre nicht abgeneigt, wenn da nicht der hohe Preis wäre.

Auch die Kollegen von GIGA haben einen Blick auf die Elgato Thunderbolt SSD geworfen, vor allem aber auch einen Blick hinein. Welche SSD versteckt sich im Gehäuse? Die Antwort auf die Frage und mehr erfahrt ihr im Artikel.

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1 Kommentar

  1. Carsten Hard schrieb am
    Bewertung:

    „Anmerken sollte man jedoch, dass Elgato keine Schuld trifft, dass der SSD-Festplatte kein Kabel beiliegt. Apple erlaubt es den Herstellern nicht, ein Thunderbolt-Kabel zusammen mit der Festplatte in einem Paket anzubieten. “

    Bitte was? Unglaublich was Apple da wieder raushaut… Thunderbolt ist doch eine Intel Technologie. Als es Anfang 2011 in den MacBooks rausgekommen ist und es hieß, es sei bis Ende des Jahres Apple exklusiv, einverstanden. Apple promoted es, macht es hip und cool und bekommt dafür ein kurzes Monopol. Aber jetzt immer noch? Wir haben Mitte 2012…

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