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Produkttest: Das iPad und ich – Teil 2



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Apps – Teil 1: DocumentsToGo, GoodReader und OffMaps
Neben den Apps von Apple, welche bereits auf dem iPad installiert sind, habe ich inzwischen einige weitere gekauft oder vom iPod touch übernommen. Angeblich ist das iPad ja nicht für den Office-Einsatz oder gar als Laptop-Ersatz brauchbar. Nun ja, DocumentsToGo gibt mir die Möglichkeit Office-Dokumente zu bearbeiten, mit dem GoodReader lassen sich zudem jede Menge weitere Formate anzeigen. Beides Eigenschaften die das iPad angeblich nicht beherrschen sollte, glaubt man diverseren Vorurteilen, die bestehen, weil Leute da mal was im TV gesehen oder gehört haben ohne sich wirklich mit dem iPad zu beschäftigen. Für das CyberBloc als Autor ist es dagegen noch nicht komplett tauglich, denn ein Text kann zwar eingestellt werden, aber das hochladen von Bildern funktioniert leider nicht. Im Folgenden nun die von mir persönlich am meisten genutzten iPad-Apps.
DocumentsToGo (AppStore-Link)
Bereits hier im CyberBloc in der iPhone/iPod touch-Version vorgestellt, läuft diese App dank kostenlosem Update auch in einer angepassten Version auf dem iPad. An der Aufmachung der App selber hat sich nicht viel geändert, nur das nun durch den größeren Bildschirm alles etwas übersichtlicher ist. Sowohl auf der Hauptseite, als auch in den Einstellungen sind nun alle Einträge auf einmal zu sehen. Im Bearbeitungsmodus sind nun alle Tools am unteren Rand zu sehen, ohne dass durch mehrere Bereiche gescrollt werden muss. Das Problem mit dem zu niedrigen Zoom besteht leider weiterhin. So werden PDFs nur bis zu einem gewissen Grad gezoomt. DocumentsToGo scheint die dafür in iOS enthaltenen Routinen nicht zu nutzen, denn zum Beispiel in Mail kann wesentlich weiter in ein Dokument hineingezoomt werden. Dass es viel besser geht zeigt auch GoodReader.

DocumentsToGo – Hauptbildschirm
DocumentsToGo – Einstellungen
DocumentsToGo – Doc in Bearbeitung
DocumentsToGo – Möglichkeiten für Onlineabgleich
DocumentsToGo – Möglichkeiten für Onlineabgleich

Für die Synchronisation stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Per kostenloser Desktop-App, erhältlich für Mac OS X und Windows. Dabei erfolgt der Abgleich per WLAN, wenn sich beide Geräte im selben Netz befinden. Variante Zwei nutzt den von iTunes angebotenen „Shared Folder“, welcher aber wie im ersten Teil bereits erwähnt, nur bedingt nutzbar ist, da keine automatische Rücksicherung an den Ursprungsort erfolgt. Per InApp-Kauf (Update auf Premium-Version) steht Variante Drei bereit: Synchronisation über die Wolke. Zur Auswahl stehen mehrere Dienste (siehe Bild), unter anderem Google Docs, Dropbox oder die Apple eigene iDisk. Dabei erfolgt die Synchronisation direkt, wenn in das entsprechende Verzeichnis gewechselt wird oder sie manuell ausgelöst wurde und die Dokumente bleiben so immer aktuell. Zu beachten ist, dass nur die Datei- und Ordnernamen synchronisiert werden – am grauen Symbol zu erkennen. Um das Dokument auf dem iPad zu speichern ist es notwendig dieses bei bestehender Onlineverbindung auszuwählen. Eine Einstellung für die komplette Synchronisierung konnte ich leider nicht finden.


Video: DocumentsToGo auf dem iPad

GoodReader (AppStore-Link)
Eine App die ich mir extra für das iPad gekauft habe ist GoodReader. Für den Preis von gerade einmal 79 Cent ein echtes Schnäppchen für die gebotene Leistung. Die Hauptaufgabe der App ist bei mir die Anzeige der Tageszeitung. Ich lese jeden Tag die digitale Ausgabe der Sächsischen Zeitung, welche recht preiswert zu erhalten ist. Für bestehende Abonnenten kostet diese zusätzlich 2,50 Euro im Monat oder wenn nur diese digitale Ausgabe abonniert wird 7,50 Euro im Monat. Ich kann dabei im GoodReader direkt auf die Login-Seite wechseln und die aktuelle Ausgabe als PDF innerhalb der App speichern und natürlich auch anzeigen/lesen. Für ein einfaches durchblättern fehlt es zwar auf Grund der Seitengröße an Leistung, aber bei normaler Lesegeschwindigkeit bleibt genügend Zeit für die App um schon im Hintergrund die nächste Seite aufzubauen. Besonders nett finde ich das beim Weiterblättern automatisch vom unteren Ende der Seite auf den oberen Teil der nächsten Seite gewechselt wird.

GoodReader – horizontale Ansicht
GoodReader – vertikale Ansicht
GoodReader – Dateimanagement
GoodReader – Desktop-App zur Synchronisation
GoodReader – Desktop-App zur Synchronisation

Aber GoodReader bietet weit mehr als das. Für jedes Dokument lassen sich Lesezeichen hinterlegen, bei vielen Dateien lassen sich diese über die integrierte Suchfunktion finden, für das Dateimanagement steht auf Grund der vielen Funktionen ein eigener Bereich zur Verfügung. Dort können z.B. Dateien umbenannt, geschützt oder auch verschoben werden. Über „Open in“ lässt sich ein geladenes ePub-Buch bequem an Stanza weiterleiten um es dort zu lesen. Der GoodReader kann dieses Format von sich aus leider bisher nicht darstellen.

Neue Bücher, Dokumente usw. gelangen auf verschiedensten Wegen in den GoodReader. Zum einen über den schon erwähnten Web-Download, über diverse Server (z.B. GoogleDocs, Dropbox, WebDAV usw.) oder per WLAN-Verbindung zum eigenen Desktop-Rechner. Auf letzterem wird der auf dem iPad innerhalb des GoodReaders aktive Server angewählt und Dateien können hin und her kopiert werden. Es steht auch eine Desktop-App für den Mac zur Verfügung, welche die zu synchronisierenden Dateien (inklusive Verzeichnissen) mit dem Shared-Folder in iTunes abgleicht. Für 79 Cent kann man mit dem Kauf dieses Programms überhaupt nichts falsch machen: Pflichtkauf!


Video: GoodReader

OffMaps (AppStore-Link)
Ebenfalls schon im CyberBloc vorgestellt, gab es mit Erscheinen des iPads ein kostenloses Update. Durch den größeren Bildschirm und das integrierte GPS macht es noch mehr Spaß sich real und virtuell durch eine Stadt zu bewegen. Ansonsten scheint der Funktionsumfang identisch mit der iPod touch/iPhone-Version zu sein, daher spare ich mir die nochmalige Beschreibung. Interessant ist die Kombination mit dem im iPad (3G-Version) integrierten Kompass, dadurch wird direkt die Blickrichtung auf der Karte angezeigt und so auch eine Orientierung bei unvollständigem Kartenmaterial ermöglicht.

OffMaps – Guideauswahl
OffMaps – mit Blickrichtungs-Anzeige
OffMaps – Routenplaner
OffMaps – Wikipedia
OffMaps – Wikipedia
iPad – OffMaps”

Da es sich um eine Universal-App handelt (läuft auf allen mobilen Apple-Geräten die man sein Eigen nennt) muss die App nur einmal gekauft werden. Hat man allerdings auf einem Gerät zum Beispiel den Guide für Dresden gekauft, muss dieser auf dem neu hinzugekommen Gerät nochmals gekauft werden, da sich einzelne Guides nicht übertragen lassen. Abhilfe schafft hier die Guides-Flatrate die für alle Geräte des selben iTunes-Accounts gültig ist. Real betrachtet wird man diese wohl gegenüber dem Einzelkauf von Guides nie ausschöpfen, aber ich sehe das eher als Unterstützung für den Programmierer, der bisher alle Updates kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Nutzen? Ja, zur Orientierung wunderbar, allerdings kann ich mir noch nicht richtig vorstellen, das iPad mit laufendem OffMaps durch die Stadt zu tragen und als Navigationssystem zu nutzen: Das Zeit wird es zeigen.

Eben wollte ich hier noch meine Wünsche auflisten, schon sagt Twitter auf der Programmhompage, das all dies in Planung ist: Laden von Wikipedia-Einträgen in einem Rutsch für jeden Guide, Verringerung des Downloadvolumens – Karten werden dann auf dem Gerät selber gerendert – und eine Austausch- und Importmöglichkeit für POIs.

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11 Kommentare

  1. LexX Noel schrieb am
    Bewertung:

    Das Du mit dem iPad keine Bilder hochladen kannst, liegt aber wohl eher an der Software (App’s) als am iPad (Hardware) selber. Da solltest Du noch mal korrigieren.

    Für mich eignet sich das iPad hingegen schon um Texte wie auch Bilder für den Blog hochzuladen, kommt halt darauf an was für eine App du verwendest. Fü WordPress gibt es zum Beispiel eine passende App, welche auch mit Selbst-Gehosteten Blogs funktioniert, wobei das, angeblich, nicht bei allen Anwendern der fall sein soll.

  2. Dirk Haase schrieb am
    Bewertung:

    An der Hardware liegt es nicht, aber an der standardmässig mitgelieferten Software – Safari. Über das Upload-Popup kann ich eben keine Bilder hochladen und eine Extra-App für den cyberbloc gibt es nicht.

  3. LexX Noel schrieb am
    Bewertung:

    Was ist das denn hier für CMS das hier verwendet wird? Gibt recht viele App’s für CMS/Blog-Systeme im App-Store. Wenn das CMS hier jedoch eine Eigenentwicklung ist, dann sieht das echt schlecht aus.

    Trotzdem kam die Aussage im Text am Anfang so rüber, als ob das iPad an sich das Problem wäre, dafür das kein Upload von Bildern möglich wäre.

  4. Sven Kaulfuß schrieb am
    Bewertung:

    @ LexX Noel: Kurze Info dazu. Das CyberBloc nutzt die ExpressionEngine als Blog-Basis. Ist doch nicht ganz so verbreitet wie WordPress. Aufgrund des Fehlens eines iPads bei mir, hatte ich die Problematik als solche noch gar nicht erkannt. Mal schaun ob es was passendes im App-Store gibt. Ansonsten kann es aber gut sein, dass wir dieses Jahr vielleicht noch auf WordPress umstellen – hängt alles von der IT und den Ressourcen ab – Stichpunkt: der längst überfällige Relaunch.

  5. LexX Noel schrieb am
    Bewertung:

    @Sven Kaulfuß: Aha, das CMS kenne ich auch, wenn auch nur bedingt im Ansatz, aber bekannt ist es mir.

    Na ob WordPress für Euch hier so das optimale wäre, ich weiss nicht recht und nur wegen der Möglichkeit vom iPad dadurch schreiben zu können sollte ihr nicht umstellen. So toll ist die App von WordPress für iPad nämlich auch nicht.

    Soll zwar irgendwann später noch was von dem Developer von MarsEdit2 was rauskommen für iPad, aber wann das genau ist, das weiß auch keiner.

  6. Dirk Haase schrieb am
    Bewertung:

    Eine alternative Möglichkeit Bilder hochzuladen würde ja schon reichen.

  7. Michael Eggers schrieb am
    Bewertung:

    …FtpPro lädt alles hoch ;-))
    Tatsächlich verwalte ich inzwischen mehrere Kundenseiten unterwegs auf dem iPad. Kleine Änderungen, Neustarts etc. laufen damit ganz hervorragend.
    Soviel zum Thema: Das iPad taugt nicht zum Arbeiten. Warum akzeptiert eigentlich jeder, dass man auf einem neuen PC jede Menge individueller Software braucht, um vernünftig arbeiten zu können? Der Nutzwert des iPad wird aber immer nur mit der mitgelieferten Software beurteilt. Dabei sind die allermeisten Programme (s.o.Goodreader) im Vergleich geradezu spottbillig.

  8. Dirk Haase schrieb am
    Bewertung:

    Sag ich doch, das iPad ist durchaus praktisch! Und jeder der seine Meinung aus der Presse hatte, hat sich anschliessend geändert, weil eben doch sehr vielen geht.

    ftpPro – da müsste es aber für die Blog-Schreiber einen ftp-Zugang geben. Und der ist momentan so nicht verfügbar. Bilder lassen sich ja aber problemlos per Mail an Sven schicken und er baut sie dann ein.

  9. tseter schrieb am
    Bewertung:

    cowlfoose und kein ipad; gibt’s das?

  10. tseter schrieb am
    Bewertung:

    cowlfoose und kein ipad; gibt’s das?

  11. tseter schrieb am
    Bewertung:

    häh?
    erst nich senden und dann doppelt?
    opera on ios hat noch seine schwächen…

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