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App-Test: Wolfram Alpha App für das iPhone (iPod touch)



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Spezialsuchmaschine für Wissenschaftler
Über die wissenschaftliche Suchmaschine Wolfram Alpha, hatte ich schon vor einer gefühlten halben Ewigkeit geschrieben, irgendwie hatte ich die Thematik zwischenzeitlich wieder aus den Augen verloren. Meine Suchanfragen zu bestimmten Themenbereichen konnte Google damals für mich sauberer und schneller auflösen. Auch hat sich der ursprüngliche Hype schnell in Wohlgefallen aufgelöst, denn ein Google-Killer ist es nicht geworden. Dafür ist das Anwendungsgebiet von Wolfram Alpha schlicht zu speziell für den Geschmack der Allgemeinheit. Nun habe ich Wolfram Alpha für mich persönlich wieder neu entdeckt. Der Grund diesmal? Die passende iPhone-App.
Die iPhone-App (App-Store-Link) selber ist sicherlich auch schon wieder ein alter Hut, zuvor hatte die Firma die hinter Wolfram Alpha steht zunächst eine mobile Webseite und eine App veröffentlicht – diese für einen absurden Preis von um die 50 Euro. Die Funktionalität entsprach genau der Website, die auch als mobile Version auf dem iPhone korrekt dargestellt wurde. Resultat: Niemand kaufte die App, weil sie zu teuer war und keinen echten Mehrwert bot. Inzwischen ist der Preis für die App drastisch gesunken, aktuell ist sie für 79 Cent zu haben. Grund genug für mich nochmals auf Wolfram Alpha zuzugehen und die Suche neu auszuprobieren – mit Fragen und mathematischen Gleichungen. Besser als mit jedem Taschenrechner kann so jede Matheklausur gemeistert werden. Wobei zu bemerken ist, dass in der Matheklausur ja auch noch Lösungswege aufgezeigt werden müssen, das leistet Wolfram Alpha mitnichten.


Review-Video des YouTube-Kanals TchSupport.

Das Interface der App ist einfach und schlicht gehalten, oben die Suchleiste, links davon Bookmarks – Wolfram-Alpha-Anfragen die schon gespeichert sind und einen guten Überblick über die Möglichkeiten von der Suchmaschine geben, auf der rechten Seite die Möglichkeit, die Anfrage in den Bookmarks zu speichern, in Safari anzuschauen, per Mail oder Twitter weiterzuleiten. Einmal in das Eingabefeld geklickt und schon gibt es die Standard- und die erweiterte Tastatur mit Formeleditor, griechischen Buchstaben und Symbolen – alles was das Herz eines Wissenschaftlers begehrt. Zusätzlich wird noch der Aufenthaltsort abgefragt, hier werden Suchergebnisse lokalisiert, bspw. erhält man für eine ganz klassische Frage an Wolfram Alpha („Where am I“), die passenden Koordinaten des Aufenthaltsorts samt Karte. Hier kommen wir auch zu einem anderen, wichtigen Punkt: Die englische Sprache. Sucheingaben können auch auf Deutsch gestellt werden, diese werden meistens auch korrekt von Wolfram Alpha übersetzt und ausgewertet, aber ich habe das Gefühl, mit englischen Anfragen korrektere Ergebnisse zu bekommen, hier kann ich so präzise Formulieren wie nötig. Und da die Ausgabe der Ergebnisse in Englisch erfolgt, kann man auch gleich direkt in Englisch fragen – so oder so, das Verständnis der englischen Sprache ist Pflicht!

Einige Beispiele für Suchanfragen:

„Arbeitslosenrate in Deutschland“: Als Ergebnis eine korrekte Zahl, eine Verlaufskurve und die Möglichkeiten die Quellen (Links) anzuschauen oder weitere Informationen zu bekommen oder einfach noch mal im Web zu suchen, hier ist das aufgeräumte Interface der App Gold wert.

„Definition of Cyberspace“: Typos werden automatisch korrigiert und die Definition wird sauber angegeben, diese Anfrage beantwortet Google mit Links (was ja auch sauber und korrekt ist) und Ausschnitten von der Definition – hier ist Wolfram Alpha präziser.

„plot x^3 – 6x^2 + 4x +12“: Wolfram Alpha liefert eine übersichtliche Kurvendarstellungen der Funktion, aber auch einfache Rechenaufgaben wie Addition kann Wolfram Alpha erledigen.

„Data transfer time 10 GB 6 MB/s“: Wolfram Alpha errechnet die passende Lösung von 3 Stunden, 42 Minuten und 13 Sekunden – einfach schnell und unkompliziert.

Fazit
Ich für meinen Teil habe Wolfram Alpha dank der App wiederentdeckt und werde sicherlich die eine oder andere Suchanfrage durch Wolfram Alpha laufen lassen, selten hat Suchen mit wissenschaftlichem Anspruch soviel Spaß gemacht. Sicherlich, die Anwendung zeigt ihre Stärken nur in spezialisierten Gebieten und wer mehr Quellen erwartet die leichter zugängig sind wird mit Google bessere Ergebnisse erzielen können, dennoch, ich finde den mathematischen Ansatz sehr gut und faszinierend.

PS: Bei Wolfram Alpha handelt es sich im Übrigen um eine universelle App, sprich die App beinhaltet auch eine hochaufgelöste Version für das iPad.

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