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Angetestet: iTunes 10



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Ping mich an…
Ansgar fasste schon zuvor schon die Neuerungen zur neuesten Version von iTunes in seinem Artikel zusammen, seit dem 02. September bietet Apple nun die Software in der Version 10 zum kostenlosen Download für Mac und PC (ab Mac OS X 10.4.11 oder neuer) an. Neben ein bisschen Facelifting und einigen Verbesserungen in der Performance, ist das bahnbrechende Feature sicherlich das soziale Musiknetzwerk „Ping“. Auch wurde das Logo von iTunes neu gestaltet, (endlich) flog folgerichtig die CD raus, da Apple in den USA schon jetzt fast mehr Songs digital verkauft, als klassische Medien vertrieben werden. Ich schaute mir iTunes 10 auf dem Mac an und möchte in den folgenden Zeilen meine Eindrücke der Leserschaft gerne vermitteln.
Design
Außen hui, innen pfui? So könnte man gewissermaßen das neue iTunes 10 beschreiben. Neben dem neuen und durchaus schicken Programm-Icon, glänzt die Oberfläche mit frischen, stylischen grauen Bedienelementen – die bunte Vielfalt wich einem gediegenem Design. Nervig ist übrigens an dieser Stelle die vertikale Anordnung der Buttons für das Schließen, Minimieren und Maximieren des iTunes-Fensters, was sich Apple hier gedacht hat? Ich möchte es gar nicht wissen bzw. erst Vermutungen anstellen. Aber dank eines kleinen Tricks (via fscklog.com), kann man die drei Bedienelemente wieder horizontal anordnen, so wie bisher gewohnt.

In der Albenansicht werden die Titel und der Interpret bei einer größeren Anzahl von mehr als fünf Titel zusammengefasst und mit einem Cover zusammen abgebildet – bei weniger als fünf Titeln ist die bekannte Auflistung von Alben und Interpreten vorhanden. Hier wurde ein bisschen aufgeräumt und optimiert.

Technik
Von der technischen Seite wurde iTunes tiefgreifend überhaupt nicht optimiert: Es ist –verwunderlich – immer noch eine 32-Bit-Anwendung!
Trotzdem konnte Apple die Geschwindigkeit verbessern, bei großen Mediatheken lässt sich iTunes wesentlich flüssiger bedienen, auch erfolgt der Sync mit iPhone und iPod wesentlich zügiger. Diese Aussage kann ich aber zur Zeit nur für die Mac-Version von iTunes treffen, unter Windows konnte ich iTunes noch nicht testen.

Die drahtlose Musik- bzw. Medienwiedergabe wurde von Apple auch umbenannt – diese heißt jetzt nicht mehr AirTunes, sonder Airplay – denn nicht nur MP3s oder ACCs können gestreamt werden, sondern neuerdings bspw. auch Filme. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, auch ohne eine Airport Express Basisstation die Medien auf entsprechend ausgestattete Wiedergabegeräte zu streamen.


Kurzes Video-Review von „theapplefreak“ auf YouTube.

Ping
Noch ein Social Network? Und dann noch in einer Anwendung und nicht im Browser? Mit Ping möchte Apple den iTunes Store sozialer (und ertragreicher) machen – wie bei Twitter und Facebook hat man die Möglichkeit Musikern und Freunden zu folgen, sich über Musik auszutauschen und auch selber zu zeigen, was man gerade gekauft hat. Grundüberlegung: Vielleicht kaufen die Freunde dann auch direkt das, was ich gekauft habe. Um Ping zu nutzen, muss in der Seitenleiste das Ping-Symbol geklickt werden, die Daten aus dem iTunes-Account werden übernommen und man sollte diese entsprechend ergänzen. Natürlich darf man auch ein Bildchen von sich selber hoch laden – ganz wie bei den „großen“ Vorbildern wie Facebook und Twitter. Nach einer abschliessenden Frage nach den Lieblingsgenres darf man dann Privacy Settings noch setzen (dürfen anderen Personen dem Profil folgen, darf die Musik die gefällt im Profil angezeigt werden) und schon kann man loslegen mit dem „Netzwerken“.

Ping ist direkt im iTunes-Store zu finden und wenn man keine Freunde hat, die anfangs Ping nutzen, schlägt Ping natürlich auch Freunde und Musiker vor, denen man folgen könnte. Klickt man auf eine Wunschperson, so erscheint die Profilseite inkl. der durchgeführten Aktivitäten bei Ping. Musiker besitzen eine Profilseite mit ihren Tweets und Informationen, in diesen Tweets kann man selber auch kommentieren. Auf dem Papier ist das Konzept sehr ansprechend, die mögliche Userbase ist mit 160 Millionen zahlungskräftigen iTunes-Kunden auch hinreichend groß aufgestellt (zum Vergleich, bei Facebook sind es derzeit 500 Millionen Nutzer). Praktisch wird das Konzept sich am Anfang etwas schwer tun, da es nur über iTunes zu nutzen ist (bzw. auf dem iOS Gerät über den iTunes-Store). Aber ich bin überzeugt, dass Apple letztlich Erfolg hat und die Nutzer das neue angebot vermehrt annehmen werden. Zumindest ist Apple schon mal der Frontalangriff auf Myspace gelungen, das bisherige Social Network für Musikfreunde – hier wird es die News Corp wesentlich schwer haben, sich gegen die zu erwartende Erosion der Nutzerzahlen zu stemmen.

Fazit
Ein Download lohnt sich also, alleine schon wegen der besseren Performance. Wie Ping sich letztlich entwickelt wird man sehen müssen, indes die Nutzung von iTunes setzte ja nicht zwangsweise auch eine Nutzung von Ping nach. Deshalb Daumen hoch für das Update!

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