Tests

Adobe Premiere & Photoshop Elements 13 im Test



4
Zugeordnete Tags Adobe | Photoshop | Software
Bereiche

Bewertung
Tolle Software mit Problemen
2,5

 Pro

  • Einsteigerfreundlich
  • Viele Tools
  • Tolle Fotobearbeitung
  • Assistenten für Neulinge
  • Günstiger Preis

 Contra

  • Viele Bugs
  • Lange Stabilisierungsdauer

Adobe hat mit Premiere Elements 13 & Photoshop Elements 13 eine neue Version ihrer Einsteiger-freundlichen Software für die Bearbeitung von Fotos und Videos veröffentlicht. Worin die Neuerungen bestehen und was ihr alles mit der Video- und Foto-Software machen könnt, stelle ich euch hier vor.

Da ich Version 12 bereits ausführlich vorgestellt habe, werde ich hier vorrangig auf die Neuerungen von Premiere Elements 13 eingehen und weniger die Software im Detail erklären. Dazu könnt ihr gern meinen Artikel zu Adobe Photoshop 12 & Premiere Elements 12 lesen, in dem ich die grundlegenden Funktionen beschreibe, die auch unter der neuen Version gleich geblieben sind.

Bildbearbeitung

Adobe Photoshop Elements 13

Adobe Photoshop Elements 13 im Experten-Modus
Der Assistenten-Bereich
Die schnelle Bearbeitung
Adobe Photoshop Elements 13 im Experten-Modus

Photoshop Elements unterscheidet sich im Vergleich zu dem deutlich teureren Photoshop Pro erst auf den zweiten Blick. Denn wie der Name schon vermuten lässt, sind alle elementaren Funktionen der Pro-Version auch hier enthalten. Erst wenn ihr tiefer in die Menüs und Funktionen eintaucht, werdet ihr feststellen, dass hier und da etwas fehlt. Betrachtet man allerdings den Preisunterschied der beiden Software-Pakete, kann man gut und gerne auf das ein oder andere Feature verzichten. Zudem erhaltet ihr den Vorteil eines Assistenten und Einsteiger-freundlicher Funktionen, die bei der Bearbeitung von Fotos sehr hilfreich sein können, besonders dann wenn ihr eben noch kein Profi seid.

Sehr schön ist natürlich auch hier wieder die Unterteilung der Bearbeitungs-Modi in “Schnell”, “Assistent” und “Experte”. Unter dem Menüpunkt „Schnell“ bearbeitet ihr ein Foto nur mit grundlegenden Funktionen wie Belichtung, Farbe oder Schärfe. Von der Bedienung her ähnelt dieser Modus bekannten Foto-Apps wie Instagram, da auch hier diverse Filter zur Auswahl stehen. Der Bereich „Assistent“ führt euch Schritt für Schritt durch die Bearbeitung, bis ihr den gewünschten Foto-Look generiert habt. Unter dem Punkt „Experte“ könnt ihr euch hingegen frei entfalten und die komplette Werkzeug-Palette nutzen. Hier habt ihr auch die Möglichkeit, in mehreren Ebenen zu arbeiten und das Foto mit vielen nützlichen Tools perfekt zu gestalten.

Video-Bearbeitung

Adobe Premiere Elements 13

Die verschiedenen Modi von Adobe Premiere Elements 13
Markieren von bestimmten Video-Elementen
Verschiedene Video-Stories
Die verschiedenen Modi von Adobe Premiere Elements 13

Adobe Premiere Elements widmet sich hingegen dem bewegten Bild und dient der Bearbeitung von Videos. Hier wählt ihr ebenso wieder zwischen den drei Modi, zwischen denen ihr natürlich jederzeit frei wechseln könnt. So steht euch ein Assistent zur Seite, mit dem ihr eines der diversen Tutorials durchgehen könnt, um ein Video zu gestalten. Dieses könnt ihr direkt danach erneut im schnellen Modus öffnen, um zum Beispiel die gesamte Helligkeit des Videos nachträglich anzupassen.

Neuerungen

Neue Features in Premiere Elements 13

Die Videostory ist eine Funktion, mit deren Hilfe ihr aus diversen eigenen Bildern oder Videos eine Geschichte erzählen könnt. Ganz gleich, ob ihr hier nun die Erlebnisse einer Reise in einem spannenden Film zusammenfügt oder eine andere Geschichte in Videoform erzählen möchtet, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Hierfür gibt es auch zahlreiche Templates und Stimmungen, die euch in der Vorauswahl zur Verfügung stehen.

Um besonders interessante Szenen in einem Video hervorzuheben, gibt es auch in Version 13 eine neue Funktion. Es lassen sich nun einzelne Szenen im Video markieren und bei Bedarf auch direkt extrahieren. Eine automatische Erkennung soll hier helfen, diese besser zu erkennen. Vor allem, wenn ihr aus langen Videos mehrere Szenen herauskopieren möchtet, ist dies eine nützliche Funktion.

Während die Video-Stabilisierung eines der interessantesten Tools überhaupt ist, bringt es leider viele Fehler mit. Ein Video, das entweder durch zittrige Hände oder sportliche Aktivitäten verwackelt und unruhig ist, kann hiermit sanft stabilisiert werden.

In Elements 13 gibt es dafür einen schnellen sowie einen detaillierten Modus. Dazu wählt ihr ein Video aus und klickt auf den dementsprechenden Button. Danach heißt es, Geduld bewahren, denn Premiere Elements 13 braucht im “schnellen” Modus für ein Video mit der Länge von etwa 20 Minuten gut und gerne zwischen einer und eineinhalb Stunden – und das obwohl mein PC mit reichlich CPU-Power ausgestattet ist und der Film auf einem sehr schnellen SSD-Speicher liegt. Das besonders tragisch daran ist, dass in 9 von 10 Fällen das Video danach trotzdem gar nicht oder fehlerhaft stabilisiert wurde. Im Test mit relativ wackligen Videos wurde das stabilisierte Video oft so stark verkleinert, dass es nicht mehr nutzbar war. Zudem hatte ich oft das Gefühl, dass dieser Film dann noch verwackelter als vorher wirkte. Zusammengefasst funktionierte die Stabilisierung nur, wenn das Video sehr kurz und vor allem kaum verwackelt war. Ein sehr ernüchterndes Ergebnis, das auch mit weiteren Bugs behaftet war, dazu aber später.

Eine andere Funktion ist das Anwenden von Effekt-Masken. Ein Assistent hilf hierbei, einen bestimmten Bereich im Video mit einem Effekt zu versehen. So kann man unter anderem ein Teil des Bildes einfärben oder mit Videoeffekten versehen. Ich habe dies selber nicht genutzt, da die Funktion für mich weniger spannend ist.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, transparente Texte im Titel sowie im Hintergrund des Videos laufen zu lassen. Hier sollte aber ein fette Schriftart gewählt werden, damit der Text auch lesbar ist.

Feature

Organizer für Premiere & Photoshop

Adobe-Organizer
Adobe-Organizer

Natürlich gibt es für Premiere Elements 13 und Photoshop Elements 13 auch wieder den Organizer dazu. Dieser hat sich nicht verändert und sorgt für eine übersichtliche Aufbewahrung des Foto- und Video-Materials. Die Handhabung ist dabei einfach und bietet alle wesentlichen Funktionen, um die Bibliothek zu verwalten.

Bugs

Zu viele Fehler & Probleme in Premiere Elements

Video-Stabilisierung unter Adobe Premiere Elements
Weitere Funktionen bei der Stabilisierung von Videos
Video-Stabilisierung unter Adobe Premiere Elements

Leider bringt die neue Version neben einigen neuen Funktionen auch zahlreiche Fehler mit, die hoffentlich bald behoben werden. So ist die Video-Stabilisierung an sich leider mehr Ärgernis als hilfreich, auch wenn das Ergebnis in Einzelfällen sehr schön anzusehen ist.

In meinem Test-Video habe ich drei Szenen nacheinander stabilisiert und wollte diese anschließend mit schönen Übergängen versehen. Jedoch sorgten die Übergänge dafür, dass die Stabilisierung unwirksam wurde. Dies bedeutet, dass man ein stabilisiertes Video nicht weiter bearbeiten kann – ein Fehler der nicht sein darf.

Auch bei diversen Video-Effekten gab es zahlreiche Probleme. So funktionierte plötzlich die Effekt-Vorschau nicht mehr und beim Navigieren durch das Video wurden plötzlich Bilder angezeigt, die in einem völlig anderen Projekt geladen waren. Zudem war nach erneutem Öffnen des Projekts der ausgewählte Film nicht mehr im Videobereich zu finden, sondern wurde als Text erkannt. Das ist ebenfalls nicht hinnehmbar.

Fazit

Software-Paket mit zu vielen Bugs

Mir fällt eine positive Bewertung leider schwer, obwohl ich noch von der Vorgängerversion so begeistert war. Adobe Premiere 12 ist für mich eines der besten Tools zur Video-Bearbeitung überhaupt. Von der Version 13 erhoffte ich mir daher eine Erweiterung mit tollen Features und hatte mich besonders auf die bessere Stabilisierung von Videos gefreut. Leider ist diese jedoch nur in Ausnahmen und mit sehr hoher Wartezeit nutzbar und sorgt in Verbindung mit anderen Effekten zu noch mehr Problemen. Ich kann daher nur hoffen, dass Adobe hier schnellstmöglich ein Update veröffentlicht, denn andernfalls würde ich euch zu Premiere Elements 12 raten.

Darüber hinaus ist natürlich noch Photoshop Elements 13 im Paket enthalten und wird den Erwartungen durchaus gerecht – hier habe ich nichts zu meckern.

Mit einem Preis von 114,20 Euro im Cyberport-Webshop ist die Software dennoch ein Schnäppchen. Allerdings erhoffe ich mir schnellstmöglich ein Update seitens Adobe, um die Bugs und Probleme in den Griff zu bekommen. Sobald ich hier etwas neues erfahre, werde ich euch dies mitteilen.

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4 Kommentare

  1. Chris schrieb am
    Bewertung:

    Lieber Daniel,
    erst einmal vielen Dank für Deine tollen Tests und Tipps. Ich lerne viel davon!!
    ABER, ich habe ein großes Problem. Ich habe nun Premiere 13 und will von einer
    Panasonic P2 HD Kamera Bilder, die in DVCpro 50i aufgenommen worden sind, überspielen. Die Clips werden von der Software zwar importiert, sind aber völlig unscharf und lassen sich nicht starten, nichts! Ich habe dann schon gegoogelt und in meiner Not auch den "P2 Viewer Plus" installiert. Aber nun? Muss ich den öffnen? Hab ich gemacht, nichts… ich bin leider etwas verzweifelt, kannst Du mir helfen, gerne auch per Mail oder Telefon!!!!
    Danke
    Chris

  2. Hallo Chris,

    oftmals braucht man die passenden Treiber für die Bildformate. Die sogenannten RAW Treiber kann man jeweils beim Hersteller der Kamera runterladen.

    Ich empfehle hier auch die Bilder direkt über die Importfunktion von der Kamera zu laden.

    Beste Grüße

  3. Albert Petry schrieb am
    Bewertung:

    Hallo Photoshop 13 Nutzer!
    Habe mir einen neuen PC mit Windows 8.1 zugelegt. Leider habe ich mit der Installation
    von Photoshop Elements 13 Probleme. Z.B. Die Virensoftware soll deaktiviert werden,
    um die Install. angeblich schneller abzulaufen zu lassen. Ferner sei ein lnstallations-programm von Adobe aktiv (vermutlich Flash-Player), darum wäre ein Neustart erforderlich. Muss der Player deinstalliert werden?
    Bei der Testversion konnten die Fotodateien nicht gefunden werden.usw…

    Hatte zuvor Corell Photoshop 5, aber null Probleme.

    Bin leider kein Profi und schon über 70 Jahre alt. Vom Hersteller kann man nur um-
    ständlich Hilfe bekommen. Darum wäre ich für die Lösung der Probleme sehr dankbar.

    Für die Hilfe wäre ich sehr dankbar.

  4. Lima schrieb am
    Bewertung:

    Toller Bericht! Hat meien Kaufentscheidung sogar sehr beeinflußt.

    Allerdings bin ich sehr entäuscht mit dem Software, denn es funktioniert einfach nicht mehr. Und ich kann es nur bestätigen: vom Hersteller bekommt man so gut wie keine Hilfe.
    Ich habe es alles nach anweisung installiert und eingerichtet. 1 oder 2 mal benutzt. Prima. Und dann nach 3-4 Monate Pause kommt man einfache nicht mehr ins Program rein. Das Program fragt nach Anmeldungsdaten… alles richtig eingegeben, aber es kommt nicht weiter denn bei der Seriennummerüberprüfung fordert der Software auf eine Internetverbindung herzustellen, obwohl die Verbindung läuft einwandfrei.
    Ein paar Stunden Verbrach ich noch in "Support" Internetsite, Chats und Hotlines die nur weiterhelfen können wenn man es was kaufen möchte…

    Ganz günstig ist der Software nicht, dafür keinerlei Support.

    Ich würde diese Software auf kein Fall weiterempfehlen! Leider für mich nur viel Geld und Zeit umsonst rausgeworfen….

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