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Ultrabooks: Notebookneuheiten – Teil 1 (ASUS UX21, UX31)



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Zugeordnete Tags Ultrabook | Notebook | Intel | Zenbook | MacBook | Mac | Apple | MacBook Air

Zen – die stille Notebook-Revolution
Ob aus der neuen „erstmals leistungsfähigen und gleichzeitig extrem schmalen und leichten Notebook-Plattform für unter 1000 US-Dollar“, wie Intel die neuen Ultrabooks umschreibt, demnächst auch eine eigene Kategorie in unserem Shop erwächst, was nach den Netbooks ja auch die Tablets geschafft haben, wird sich wohl erst in den nächsten Monaten – respektive bis Weihnachten – zeigen; eine eigene Infoseite gibt es jedoch bereits. Dass da vielleicht gerade die eigentliche Revolution der Mobilplattformen heran rauscht, haben aber eh noch nicht viele Leute mitbekommen.
Nicht, dass es keinerlei Berichterstattung über die neuen Basis-Systeme von Intel gegeben hätte, aber sonderlich viel Aufmerksamkeit konnte man mit der neuen Geräteklasse noch nicht erheischen. Das mag an den in den letzten Monaten alles überlagernden Meldungen über die viel beachteten Tablets oder daran, dass die meisten Ultrabooks noch nicht im Handel oder den News angekommen sind, liegen.

Nicht nur die in der letzten Woche bekannt gewordenen Informationen zu Samsungs kommendem Galaxy S3 Smartphone sind jedoch ein Hinweis darauf, dass mit der Vorstellung – und somit einhergehend entsprechenden Werbekampagnen – diverser Neuigkeiten noch vor Weihnachten zu rechnen (die die Leute dann zum Fest möglichst auch kaufen sollen); darunter eben auch weitere Ultrabooks von Acer, Lenovo und anderen, so dass sich das ja noch ändern kann, das mit der Aufmerksamkeit. Verdient hätten sie es ja, allen voran ASUS‘ „Zenbook“.

Ultrabooks“, das klingt ja schon wieder als könnten die Dinger fliegen. Wenngleich sie das natürlich genauso wenig können, wie das MacBook Air, so sind sie doch diesem Konzept entlehnt. Das wurde ja in der Vergangenheit schon häufiger versucht, doch vor allem an der sehr geringen Bauhöhe von nur 3 bis 17mm sind bisher alle Konkurrenten gescheitert. Diese Marke nun auch erreicht und unterschritten zu haben ist demnach eins der Hauptmerkmale der neuen Plattform, die sich aber auch durch die Verwendung einer weiteren, neuen iCore-Serie der „zweiten Generation“ (Sandy Bridge) auszeichnet. Diese wiederum – oh wunder – sei noch genügsamer, noch sparsamer und dabei noch leistungsfähiger als alles bisher dagewesene, doch auch bei nüchterner Betrachtung kann man den technischen Details etwas abgewinnen.

Hauptmerkmale der Ultrabooks

  • 11,6 oder 13,3 Zoll
  • superflache „ultrabright“ Displays, 1366 x 768 auf 13,3 Zoll (Zenbook: 1600 x 900)
  • neue Serie sparsamer Intel i3-, i5 -und i7-2xxx-Prozessoren
  • Intel HD3000 Grafikchip
  • Solid State „Festplatten“ (Zenbook: SATA3) / DDR3-Speicher mit 1333MHz / kein CD/DVD-Laufwerk
  • Bauhöhe unter 2 cm (Zenbook unter 1cm)
  • Gewicht unter 1,5 kg
  • stabiles und edles Gehäuse im Aluminium-Finish
  • aktuellste Anschlusstechnik (USB3.0, Bluetooth 4.0, etc.) i.d.R. In Mini- oder Microausführung (MicroSD, MiniHDMI, MiniVGA…)
  • Windows 7 / Windows 8

    Ultramacairbook
    Die Parallelen sind vielfältig: Wie die Airbooks werden auch die Ultras nur mit 11,6 oder 13,3 Zoll Displaydiagonalen angeboten werden, wenngleich die hohe Pixeldichte von 1440 x 900 noch immer nicht von allen Konkurrenten erreicht wird. Von den von mir verglichenen vier Ultrabook-Modellen schaffen das nur die „Zenbooks“ ASUS UX21 (11,6 Zoll / 1366×768) und UX31 (13,3 Zoll) wobei Letzteres sogar mit „echter“ 16:9-Auflösung von 1600 x 900 glänzt (erhältlich ab Ende Oktober). Das bereits seit Längerem erhältliche Samsung Serie 9 900X3A (1379 Euro) und Lenovos Ideapad U300s (ab Ende Oktober ab 999 Euro) weisen dagegen lediglich die mittlerweile als 13-Zoll-Standard geltende 1366 x 768 Auflösung auf. Bei der Präsentation der UX-Systeme durch den ASUS-Chef Johnny Shih in der letzten Woche in New York klebte dieser auch ein Preisschild auf das kleinere UX21: 999 US-Dollar, so lautet die Kampfansage aus Taipeh. Voll Zen eben.

    ASUS Ultrabook-Keynote

    Die Technik darunter
    Die Prozessormodelle sind denen der Applesysteme ebenfalls ähnlich, jedenfalls was vergleichbare iCores angeht. Die i5-2467, -2557 oder andere i5 dieser Serie takten mit 1,5~2GHz allesamt im „Air-Bereich“ (i5 / 1,7GHz). Hier spielt die Konkurrenz dann ihre Möglichkeiten aus, denn außer den i5-Varianten kann man bei den Ultrabooks noch aus einer ganzen Latte i3 und i7-Prozessoren wählen. Auch bezüglich der Grafikeinheit wird man eine gewisse Auswahl haben, denn Intels HD3000 Onboard-Chip mag nicht jedem genügen, wobei all das aber im Zweifel natürlich auch den Preis nach oben anpasst. Und nach oben sind die Grenzen ja bekanntermaßen immer offen.

    Gleiches gilt für den Hauptspeicher: Die Ultrabooks werden ausschließlich mit schnellen SSD- Festplatten von 64GB an aufwärts angeboten werden, wie es bei Apple schon länger üblich ist. Dazu gibt’s zwischen vier und 8GB Arbeitsspeicher (DDR3@1333MHz), wobei „je größer desto teurer“ natürlich auch hier ganz normal ist. Ansonsten zeichnen sich die neuartigen „Flachlinge“ noch durch sparsame, also wenige, aber dafür zeitgemäße Anschlussmöglichkeiten aus: Bluetooth 4.0, USB3.0 sowie „Mini-HDMI statt D-Sub-VGA“ oder „MicroSD statt SDHC“ und dergleichen sind Usus an Ultrabooks, aber in Zukunft werden sicher auch Sonderwünsche nach GPS-Empfang, UMTS-Internet und Wireless Display (Ideapad U300s) bedient werden.

    Diesbezüglich ist natürlich einiges vorstellbar, denn wenn Kompass, Lage- und Beschleunigungssensor und was weiß ich noch alles, in ein Tablet passen, warum sollten sie dann in Ultrabooks nicht unter zu bringen sein? Die äußerst positiven Erwartungen für das Amazon Kindle Fire beispielsweise, das eben ohne solche Spielereien auskommt und deswegen besonders günstig angeboten werden kann, lassen jedoch nicht gerade auf eine exorbitante Nachfrage nach solchen „Gimmicks“ schließen. Interessanter wäre es da schon gewesen, eine etwas bessere Kamera an den Ultrabooks vorzufinden, als lediglich diese Art Uralt-Webcams mit 1,3 oder gar 0,3 Megapixel. Anstatt auch noch „HD“ dran zu schreiben, weil man es irgendwie geschafft hat noch mehr Punkte aus dem kleinen Objektiv zu quetschen und in eine Datei zu schreiben, könnte man es eigentlich – wäre da nicht Skype – besser gleich ganz bleiben lassen.

    Zenbook = halb so dick wie Luft
    Das Zenbook verdient aufgrund einiger herausragender Merkmale nochmals besondere Beachtung. Im Gegensatz zu den Modellen von Samsung oder Lenovo kann dieses nämlich auch in wesentlichen Punkten dem beliebten MacBook Air das Wasser reichen, es stellenweise sogar deutlich übertrumpfen. Außer der höheren Pixeldichte der „Zendisplays“ sind hier vor allem die superschnelle SATA3-SSD und erst recht die nie dagewesene Bauhöhe von nur 3 bis 9mm zu nennen, wobei die restlichen Ingredienzien dem Air zumindest ebenbürtig zu sein scheinen.

    Sollte diese Angabe tatsächlich stimmen, ohne das man im Nachhinein eine 4cm dicke Akkubeule aufrechnen muss, die ASUS so gern mal unerwähnt lässt, wäre das schon ein echter Hammer.

    „Halb so dick wie das MacBook Air“, das nenn ich mal ne Aussage!

    ASUS Zen-Books“

    MacBook Air vs ASUS Zenbook

  • 3-17mm vs. 3-9mm
  • 1440 x 900 vs. 1600 x 900
  • 128GB „Flash“ vs. 128GB SATA3 SSD
  • Thunderbolt vs. USB3.0 / HDMI
  • SD-Kartenleser vs. MicroSD Kartenleser
  • beleuchtete Tastatur vs. Bang&Olufen Sound-Set
  • Multitouch Touchpad vs. Multitouch Touchpad
  • Bluetooth 4.0 vs. Bluetooth 4.0
  • Intel HD3000 vs. Intel HD3000
    .
    .
    ASUS Meditationshilfen ziehen also nicht in allen Punkten an Apples Luftbüchern vorbei, sind aber an den wesentlichen Stellen mindestens auf Augenhöhe. Davon ausgehend, dass das von Johnny Shih mit einem Preisschild bepappte 999-Dollar-Modell (~ 730 Euro) eine Art Basisversion darstellen dürfte, kann man für „etwa tausend Euro“ also demnächst endlich ein konkurrenzfähiges Notebook erstehen, das dieses Attribut auch verdient und dem Air erstmals wirklich ebenbürtig ist.

    Vorschau
    Lest im zweiten Teil warum die Ultrabooks eine Revolution auslösen und was sich voraussichtlich ändern wird.

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    1 Kommentar

    1. Ralf Wagner schrieb am
      Bewertung:

      Laut der Asus Seite hat das UX21 auch eine Bauhöhe von o,3 – 1,7 cm, also kein Vorteil gegenüber dem MBA.
      http://www.asus.com/Notebooks/Superior_Mobility/ASUS_ZENBOOK_UX21E/#specifications

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