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Zahlung im Handumdrehen per Handvenen-Scan



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„Haben Sie es vielleicht passend?“, fragt mich die Supermarkt-Kassiererin. Daraufhin durchwühle ich meinen Geldbeutel nach Kleingeld und zwinge somit andere Kunden zum Warten. In der schwedischen Stadt Lund laufen Bezahlvorgänge inzwischen deutlich schneller ab. In 15 ausgewählten Restaurants und Geschäften können Kunden zahlen, indem Sie ihre Hand auf einen speziellen Scanner legen und das Geld anschließend per Handvenen-Scan den Besitzer wechselt.

Wie funktioniert die Bezahlung?

Um an dieser Zahlungsmethode teilzunehmen, muss jeder Nutzer seine Handvenen dreimal scannen lassen. Nach der Angabe von Sozialversicherungs- und Telefonnummer erhalten die beteiligten Personen per SMS einen Link für die Aktivierung. Stimmt das gespeicherte Muster mit dem der Hand auf dem Scanner überein, erfolgt die Buchung. Die anfallenden Summen werden dann monatlich an zwei Terminen eingezogen. Bereits 1.600 Personen haben sich in der Stadt Lund an dem Projekt beteiligt.

High-End-Smartphones nutzen dasselbe Prinzip

Die Idee kam dem Entwickler Frederik Leifland als er vor zwei Jahren als Student an der Kasse anstand und sich beim Warten überlegte, wie der Bezahlvorgang optimiert werden könne. So entstand die Idee des Handvenen-Scans, der neben einer schnellen Abwicklung vor allem hohe Sicherheit bieten soll. Denn durch das einzigartige Venenmuster der menschlichen Hände sind die Betrugsmöglichkeiten gering.

Ein ähnliches Prinzip nutzen bereits iPhone 5s und Samsung Galaxy S5. Nachdem aber die Fingerprint-Technologie dieser beiden Smartphones bereits erfolgreich attackiert wurde, muss auch mit einem Angriff auf die Handvenen-Scan-Technik gerechnet werden. Unklar ist zudem, wo und wie sicher die gespeicherten Daten abliegen. Angesichts dieser möglichen Sicherheitsmängel ist ungewiss, ob die deutsche Bevölkerung einer derartigen Einkaufsform aufgeschlossen gegenüberstehen würde.

Was haltet ihr von der Idee, durch Handauflegen zu bezahlen? Seht ihr die Erfindung positiv oder stört euch eine zentrale Erfassung eurer Einkaufs-Daten?

 

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