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YouTube soll wegen "Sexvideo" geschlossen werden



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… oder die Frage: Wer sitzt diesmal am längeren Hebel?
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Ein brasilianisches Gericht hat entschieden, dass das Videoportal YouTube so lange geschlossen werden muss, bis ein Clip entfernt wird, der ein Prominentenpärchen beim Sex am Strand zeigt. Zu sehen sind Daniela Cicarelli, die Ex-Frau von Fußballstar Ronaldo, und ihr Freund.
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Sie und ihr Freund Renato “Tato” Malzoni reichten mehrfach Klage gegen YouTube ein, um die Entfernung des Videos, das offenbar von Amateurfilmern gedreht wurde, durchzusetzen. Sie wollen erreichen, dass man rund 90.000 Euro Schadensersatz für jeden Tag zahlt, an dem das Video bei YouTube zu sehen ist.

YouTube entfernte offenbar neu hochgeladene Versionen des Videos, doch einige Nutzer veröffentlichen den Film ständig aufs neue – 1:0 für die Internet-Community. Nachdem das Paar nun bereits die dritte Klage gegen YouTube angestrengt hat, entschied nun offenbar ein Gericht, dass das Portal der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sein darf, bis das Video entfernt wurde – 1:1.

Wer ist eigentlich die Dame in dem Video und warum sorgt es für so viel Zündstoff?

Daniela Cicarelli Lemos (* 6. November 1978 in Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien) arbeitet für MTV Brasil und als Modell. Sie ist Modell seit sie 12 Jahre ist und gewann die “Elite national competition” im Alter von 14. Erste Aufmerksamkeit in Brasilien erregte sie 2001 wegen eines Pepsi-Werbespots. 2003 begann das Anbändeln mit dem Fußballstar Ronaldo, was sie nun auch in Spanien zur Berühmtheit machte und ihr Einkommen in die Höhe schnellen ließ. Während ihrer Hochzeit am 14. Februar 2005 auf dem Schloss “Château de Chantilly” vertrieb sie das brasilianische Modell Caroline Bittencourt. Diese Geschichte war nicht nur in den französischen, spanischen und brasilianischen Medien zu sehen. Nach 84 Tagen Ehe dann die Scheidung.

Am 18. September 2006 wurde sie dann beim Liebesspiel am spanischen Strand mit Renato „Tato“ Malzoni, seines Zeichens Angestellter bei Merrill Lynch & Co., Inc. gefilmt. Zeitungen berichteten, dass die Computer der brasilianischen Börse zusammenbrachen, nachdem unzählige User das Video downloadeten und versendeten.

Die Entscheidung, dass das Portal so lange geschlossen bleiben muss, bis das Video entfernt wurde, dürfte kaum durchzusetzen sein, denn schließlich befindet sich der Firmensitz von YouTube in den USA. Die zu Google gehörende Firma unterliegt somit nur den vor Ort geltenden Gesetzen. Im vergangenen Jahr hatte in einem anderen Verfahren ein brasilianischer Richter gedroht, den Zugang zu Google sperren zu lassen, falls der Suchmaschinenbetreiber nicht bestimmte Daten zu einigen Nutzern bereitstelle.

Fazit: Es bleibt nun abzuwarten, wer hier am längeren Hebel sitzt. Nachdem die Internet-Community vorlegte und dies die Sperrung von YouTube zur Folge hatte, geht der Kampf in die dritte Runde. Ring frei zum Kampf Brasilien vs. YouTube/Google (USA) oder David gegen Goliath. Mal sehen, ob sich auch hier der Bus(c)h dazwischendrängt. Die Frage ist nun aber: Ist dies alles notwendig? Wer das Video gesehen hat, hat nicht wirklich was gesehen. Im Gegensatz zu dem „pariser“ Filmchen von einst, kommt dieses Video wie Blümchensex daher. Man sieht also, dass die Internet-Community mehr Macht besitzt als so manches Gericht, denn das Video ist weiterhin im Umlauf – eigentlich das 2:1 für die Internet-Community.

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3 Kommentare

  1. none schrieb am
    Bewertung:

    Hier der Link zum Video:
    http://www.metro.co.uk/news/article.html?in_article_id=31611&in_page_id=34

    Alle Kinder unter 18 schaut weg! (wobei zusehen gibt es ja nix wirklich)

  2. Oliver Hofmann schrieb am
    Bewertung:

    Brasilien bzw die Brasiltelecom hat ja nun wirklich youtube gesperrt.

    (Quelle: Brasilblog)

  3. Sex am Strand schrieb am
    Bewertung:

    Auch ich kann die Aufregung wegen diesem Sex Clip nicht verstehen, denn es gibt ja wirklich nichts zu sehen.

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