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Windows 10 - Wie ist der Stand?



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Windows-10-Vielfalt
Windows-10-Vielfalt

Seit der Veröffentlichung des neuen Windows 10 ist bereits über ein Monat vergangen. Überall wurde davon berichtet. Natürlich auch hier und da auf unserem Blog. Was hat sich denn seitdem getan und wie ist der Stand? Konnte das neue Windows die User überzeugen?

In der Tat hatte das Betriebssystem einen grandiosen Start. Bereits innerhalb der ersten 24 Stunden gab Microsoft bekannt, dass es schon auf 14 Millionen Geräten installiert worden ist. Der Trend hielt an und einen Monat später vermeldete der Konzern sogar 75 Millionen Devices. Verglichen mit seinen Vorgängern ist außerdem zu erkennen, dass Windows 10 mit einem Marktanteil von 5,21 Prozent einen weit besseren ersten Monat erzielen konnte.

win10

Quelle: http://de.statista.com/infografik/3533/entwicklung-des-marktanteils-der-letzten-windows-versionen-nach-release/

Starke Leistung

Wenn Microsoft das neue Betriebssystem mit “besser als je zuvor” bewirbt, muss es sich natürlich an seinen eigenen Vorgängern objektiv messen lassen.

Chip installierte mit diesem Vorhaben Windows 7/8/10 nacheinander auf einem Laptop, führte die jeweiligen Benchmarks durch und verglich die Ergebnisse miteinander. Dabei kam heraus, dass die Ergebnisse je nach Bereich schwanken. Werden mit dem Cinebench OpenGL beispielsweise vor allem die Video- und Bildbearbeitungsaufgaben bzw. die 3D-Fähigkeiten getestet, so punktet Windows 10 gegenüber seinem Vorgängern. Im Bereich der Akkulaufzeit bei Office-Anwendungen landet das neue OS allerdings hinter 8.1 auf dem zweiten Platz.

Beim allgemeinen Benchmarktool aber gewinnt Windows 10, weshalb Chip zu dem Schluss kommt: „Das neueste Windows ist das beste”. Zwar punktet es nicht in jedem Bereich, aber die Gesamtperformance scheint durch einen Wechsel zu profitieren oder zumindest nicht wesentlich darunter zu liegen.

Weitere Vorteile:

Des Weiteren bietet es viele neue Funktionen, arbeitet geräteübergreifend und verbindet den Nutzer letztlich mit einer immer größer werdenden Gemeinde. Auf der diesjährigen IFA wurde beispielsweise das neue Windows-10-Smartphone Jade Primo vorgestellt, welches durch die integrierte Continuum-Funktion auch als Windows-PC genutzt werden kann.

Eine starke Leistung liefert Microsoft außerdem dadurch, dass das Betriebssystem sehr intuitiv und der Umstieg sehr einfach ist, für Anwender von Windows 7/8 und 8.1 kostenlos bereit steht und auch die Sprachassistentin Cortana mit an Bord ist. Nachvollziehbar, dass viele den Umstieg zu Windows 10 durchführten.

Einige Probleme

Wenn Software auf den Markt kommt, passiert es häufiger, dass noch einige Bugs enthalten sind. Das wollte Microsoft verhindern, indem man die Nutzer schon vor der Veröffentlichung im Insider-Programm herumprobieren ließ, um dadurch frühzeitig auf Fehler aufmerksam zu werden. Trotz aller Vorsorge ging das Update bei einigen Nutzern schief.

So passiert es beispielsweise, dass sich Windows 10 erst gar nicht installieren lässt, zu Abstürzen und CPU-Überhitzungen führt oder Akku-Probleme auftreten, welche die Laufzeit um ganze 10 Prozent sinken lassen. Auch kann es vorkommen, dass das Startmenü verschwindet bzw. maximal nur 512 Programme anzeigt. Mittlerweile gibt es aber (teils kostenpflichtige) Tools, mit denen ihr das Startmenü zurückholen könnt und auch Windows hat bereits Abhilfe angekündigt.

Eine weitere Überraschung erlebte ein Mann mit seiner privaten Sammlung an Porno-Bildern, welche im „Meine Bilder“-Ordner abgelegt waren. Doof nur, dass dieses Verzeichnis gleichzeitig die Quelle der Windows-10-Diashow ist und sein Geheimnis dadurch plötzlich keins mehr war.

Weniger lustig für viele ist, dass Microsoft auch mit dem neuen Windows 10 unzählige Daten der User zieht und sich das kaum abschalten lässt. Weil der Datenschutz an Relevanz zuzunehmen scheint und ein Großteil der Menschen hierzu Bedenken hat, werden wir demnächst einen gesonderten Artikel über das Thema veröffentlichen.

Windows 10: Lauscht, ist schnell & erobert den Markt

Ohne Frage: Windows 10 ist auf dem Vormarsch und hat aus technischer Sicht einige Berechtigung dafür. Es performt in vielen Bereichen besser als seine Vorgänger, ist kostenlos und bringt neue spannende Features mit. Aus Datenschutz-Aspekten jedoch finde ich, dass Microsoft hier einiges zugunsten des Nutzers verbessern sollte und auch die noch vorhandenen Bugs sollte der Konzern weiterhin angehen.

Nach und nach werden sich vermutlich noch weitere Fehler offenbaren und auf ein Update warten. Wem das zu heikel ist, sollte einen Umstieg vielleicht vorerst noch verschieben. Denn auch bei einem Betriebssystem gilt: Die Zeit heilt die Wunden.

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