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Ultrabooks: Notebookneuheiten – Teil 2



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Zen: Die stille Notebook-Revolution
Samsung hat zwar mit der „Serie 9“ im letzten Sommer einiges Aufsehen erregt, aufgrund der von vielen Testern als misslungen bewerteten Hitzeabfuhr der Notebooks ebbte dieses aber schnell wieder ab. Da auch der Preis der 9er mit 1400 Euro deutlich höher ausfiel, als aufgrund der in der Einleitung erwähnten Beschreibung Intels („…unter 1000 US-Dollar…“) zu erwarten gewesen wäre, wurden diese erstmal gar nicht als Ultrabooks wahrgenommen. Lenovos Ideapad U300 kommt dem mit seinem „Pricepoint“ von 999 Euro schon näher, wobei eine geringfügig langsamere CPU sowie die Home- statt der Professional-Version von Windows 7/64Bit der Ausgleich dafür sind. Einen dicken Pluspunkt heimst das Modell dagegen mit der Wireless Display Funktion (Testbericht) ein, auch wenn zu dessen Aktivierung noch ein Empfänger für 50-100 Euro, je nach Ausstattung, gekauft werden muss. ASUS Zenbooks geben also die Richtung vor. Schlanker, leichter, leistungsfähiger und stabiler als bisherige Modelle zeigt es uns, wohin die Reise geht.
*Anmerkung:
Leider hat sich die Befürchtung aus dem ersten Teil bewahrheitet und die ASUS Zenbooks weisen die extreme Dünnheit von weniger als 1cm nur ohne Akkus auf. Im wahren Leben müssen stattdessen knapp 2cm eingeräumt werden, was zwar immer noch recht wenig ist, den vermuteten Abstand zur Konkurrenz -und somit das revolutionäre Element- aber deutlich zurückgehen lässt.

Die Definition der neuen Mobilplattform „Ultrabook“ hängt also stark mit dem Gehäuse zusammen, weswegen die diesbezüglich verbindlichen Regeln zwischen Intel und den ODMs von entscheidender Bedeutung sein können. Sollten „gebürstetes Alufinish“ und das “1-2cm-Scheckkarten-Design“ nicht festgeschrieben sein, wäre mit einer Welle üppig ausgestatteter, aber aus schlechtem Kunststoff gefertigter Billig-Notebooks namens „Ultrabook“ zu rechnen, aber ich glaub nicht. Denn auch Intel und Konsorten wissen ja, dass eine gute CPU noch keine gute Plattform ausmacht und werden sich daher tunlichst hüten, das Konzept zu verwässern.

Sieht man sich nochmal die Bauhöhen von 0,9cm (Zenbook, 1,7cm inkl. Akku), 1,5cm (Lenovo U300s) und 1,6cm (S900) an, liegt es womöglich nahe, auch Modelle wie das 1,9cm starke ASUS U36 in diesen erlauchten Kreis aufzunehmen, und – zack – schon ist es passiert ;-) Aber Scherz beiseite, überlappende Geräteklassen sind natürlich nicht wirklich ungewöhnlich.

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Sollte die Branche jedoch das naheliegende tun und „dem Zen“-book folgen, was im Prinzip Scheckkartennotebooks aus Metall zu bauen bedeutet, wäre das meiner Meinung nach tatsächlich eine der revolutionärsten Entwicklungen der letzten Jahre, Tablets hin oder her. DAS sind die Upgrades auf den der SoHo-Bereich (small office, home office) gewartet hat, voll produktiv nutzbar (Tastatur), schmaler, stabiler und mobiler und auch noch schneller bei der Arbeit und beim Datenaustausch, als alles bisher in dieser Preislage gesehene. Von InstantOn und angeblich 30 Tagen Standby-Zeiten mal ganz abgesehen, kann man sich mit einem solchen Ultrabook auch gut bei Kunden sehen lassen. Ein Alu-Notebook kommt da auf jeden Fall edler, aber auch businessmässiger rüber, als der mit Fingerabdrücken übersähte „Tatsch-Screen“ eines Tablets. (Es sei denn es ist von Apple, denn deren Besitzer sind ja immer produktiv, sogar mit reinen Konsumptionsmaschinen, das weiß man ja.)

Aber anstatt jetzt in der Hoffnung auf ein paar zusätzliche, aber empörte Leser weiter die Stimmung durch Polarisierung anzuheizen, möchte ich eher versöhnlich enden. Jeder wird zu seinem Recht, zu seiner bevorzugten Plattform finden können, auch den Tablets-Verkaufszahlen werden die Ultrabooks voraussichtlich nichts anhaben können. Aber der allgemeine Eindruck davon, was ein modernes Notebook ist und kann und wie es aussieht, der wird sich durch diese neue Geräteklasse unter Umständen massiv verändern. Die Entwicklung im Home-Bereich muss das gar nicht sonderlich betreffen, so dass dort der Trend zu Tablets und -vielleicht modular aufgebauten- Hybriden ungeachtet dessen einfach weiter gehen kann. Inwieweit sich auch diese beiden Hardwarebereiche zukünftig überschneiden werden lässt sich meiner Meinung noch nicht sagen; in punkto Software gibt es ja sowieso immer weniger Grenzen.

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