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Produkttest: Intel X25-M G2 Postville SSD im MacBook Pro – Teil 2



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Zugeordnete Tags Apple | MacBook Pro | Mac | MacBook | Intel | SSD | Festplatte | Benchmark

Verwöhnung durch Geschwindigkeit
Die letzten Tage möchte ich gerne als Offenbahrung der Möglichkeiten bezeichnen, konnte ich doch eine Intel X25-M G2 Postville SSD mit 80 GB in einem Test-MacBook-Pro ausführlich auf Herz und Nieren erproben. Vorab sei gesagt, wer einmal in den Genuss einer SSD gekommen ist, dem dürfte es schwerfallen, wieder auf Normalgeschwindigkeit zurückzuschalten und eine herkömmliche Festplatte zu verwenden. Schon innerhalb meines ersten Testberichtes, konnte ich die handfesten Vorteile nach wenigen Minuten erkennen – eine Erkenntnis, die sich auch im Langzeittest fortsetzen sollte. Doch ich möchte nicht zuviel verraten, schließlich folgt nun der zweite Teil meines Berichtes.
Praxiserfahrung: Intel X25-M G2 Postville SSD
Nachdem meine Wenigkeit den Einbau der SSD meisterte, nahm ich das kleine MacBook Pro mit nach Hause und der Test über mehrere Tage konnte beginnen, schließlich muss ein solcher Rechenknecht auch in meiner „Freizeit“ mehrere Stunden pro Tag ununterbrochen seine Arbeitsleistung mir zur Verfügung stellen – perfekte Testbedingungen also! Zunächst fallen die extrem kurzen Startzeiten ins Auge, gefolgt von einem spürbaren Geschwindigkeitsschub. Wartezeiten oder ähnliche Unannehmlichkeiten blieben mir gänzlich erspart. Doch nicht nur der reine Bootvorgang profitierte von der SSD, auch Programme und Dateien boten einen fixen Zugriff. Nach einiger Zeit registriert man eine gewisse Stille im Raum, das nervige Surren der bisherigen Festplatte wurde vollkommen von der Stille der SSD „übertönt“: Eine Wohltat für konzentriertes Arbeiten. Ob die SSD nun auch erwartungsgemäß den Stromverbrauch spürbar reduziert, möchte ich indes weder bestätigen noch dementieren, letztendlich bietet das MacBook Pro theoretisch auch mit normaler Festplatte 10 Stunden Power ohne die Stromzufuhr zu bemühen – da fallen wenige Minuten oder Sekunden nicht ins Gewicht. Soweit mein Praxisbericht, doch wird dieses „Gefühl“ auch vom gemessenen Zahlenwerk untermauert?

image

Testergebnisse
Bevor ich theoretische Benmarks sprechen lasse, zunächst ein kurzer „Zeit-Test“. Wie lange benötigt das MacBook Pro jeweils mit der SSD bzw. der Standard-Festplatte für den Bootvorgang (bis zum Login-Screen) und in welcher Zeitspanne fährt der Rechner wieder herunter. Gemessen wurde jeweils in drei Durchgängen um ein Praxisnahes Ergebnis zu erzielen:

  • Bootzeit SSD: 18,98 Sekunden; 18,82 Sekunden; 17,13 Sekunden
  • Bootzeit HDD (Seagate): 1 Minute und 5,28 Sekunden; 1 Minute und 3,83 Sekunden; 1 Minute und 3,08 Sekunden
  • Herunterfahren SSD: 2,42 Sekunden; 2,22 Sekunden; 2,24 Sekunden
  • Herunterfahren HDD (Seagate): 2,57 Sekunden; 2,71 Sekunden; 2,55 Sekunden

    Wie ersichtlich ist, bietet die SSD einen enormen Vorteil bei der Startzeit, die normale Festplatte benötigt hierfür mehr als dreimal solange. Kaum ein Nutzen ergibt sich zunächst beim Herunterfahren des Systems, wobei gesagt werden muss, dass dieser im „Leerlauf“ stattfand, sprich ohne geöffnete Programme. Bei mehreren aktiven Prozessen, könnte der SSD ihre Schnelligkeit sicherlich noch zum Vorteil gereichen.

    Benchmarkergebnisse“

    Die Benchmarks wurden hauptsächlich mit Xbench durchgeführt, Drive Genius (Version 2) kam nur bei der SSD zum Einsatz, da ich diese zuvor partitionierte – Drive Genius führt keinen Benchmark des Systemvolumes durch, wenn es vom selbigen gestartet wurde, die DVD hatte ich leider nicht zur Hand. Die Ergebnisse finden sich u.a. in der oben befindlichen Bilderserie. Bei Xbench führte ich den Disk-Test sicherheitshalber ebenso wieder in drei Durchgängen fort:

  • Xbench SSD: 188,19 Punkte; 202,51 Punkte; 195,06 Punkte
  • Xbench HDD (Segate): 49,32 Punkte; 49,16 Punkte; 49,07 Punkte

    Nicht erklären konnte ich mir die starken Schwankungen bei der Messung der SSD, dieses Phänomen trat bei der Standard-Festplatte nicht auf. Nicht nur bei kleineren Blöcken zeigt sich die ungeheure Lesegeschwindigkeit der SSD, auch im Schreibmodus mag die Intel X25-M G2 Postville SSD überzeugen. Allerdings blieb davon in einem weiteren Praxistest nicht allzu viel übrig. Ich duplizierte eine Datei (älterer CyberBloc-Film, ca. 250 MB) und verglich die hierfür benötigte Zeit:

  • Duplikation SSD: 4,5 Sekunden; 4,19 Sekunden; 4,46 Sekunden
  • Duplikation HDD (Segate): 4,71 Sekunden; 4,51 Sekunden; 4,52 Sekunden

    Unterm Strich liegen sowohl die Standard-Festplatte, als auch die Intel X25-M G2 Postville gleichauf beim Schreibvorgang.

    Fazit
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Intel X25-M G2 Postville SSD dem kleinen MacBook Pro einen gehörigen Geschwindigkeitsschub verleiht. Dies betrifft zwar hauptsächlich „nur“ den Lesevorgang – sprich bei reinen Datenzugriffen – doch in Zusammenhang mit der Lautlosigkeit und Robustheit von Flashspeicher überwiegen für mich persönlich die Vorteile. Beim Schreiben zieht die SSD zwar nur gleichauf zu einer heutigen, mobilen Festplatte; jedoch lässt sich dies aufgrund der gebotenen Merkmale verschmerzen, da in Bezug auf Kapazität und Preis immer noch ein guter Kompromiss erzielt wird. Wer performantere SSDs benötigt, findet auch diese im Markt – wobei der aufzuwendende Preis sicherlich immer noch ein Schockerlebnis nach sich zieht. Schlussendlich steht für mich fest: Meinem nächsten MacBook spendiere ich eine SSD!

    PS: Am morgigen Donnerstag veröffentliche ich im Übrigen noch einen weiteren Teil zur Serie, denn nicht nur mobile Macs sollen von einer SSD profitieren.

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    3 Kommentare

    1. Peter schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Sven,
      danke für den tollen Bericht. Ich habe gerade ein MB Pro in Auftrag gegeben und da liest sich der Bericht mit der SSD G2 von Intel natürlich doppelt so gut. In meinem Win 7 Acer schlummert bereits eine alte Intel. Hier gibt es ja neben der Garbage Collection zusätzlich noch den Trim Befehl. Unter OSX gibt es diesen soweit ich weiss nicht. Allerdings hab ich letztens erst gelesen, dass GC inzwischen bei Intel so gut sein soll, dass man Trim gar nicht mehr braucht.
      Hast du da auch Infos zu?

    2. Sven Kaulfuß schrieb am
      Bewertung:

      @ Peter: Ich denke mal mit weiteren oder besonderen Insiderinfos kann ich leider nicht dienen. Nachdem was man hört, könnte der Trim-Befehl ja im nächsten Update (10.6.4) nun endlich aktiv geschaltet werden. Die Chancen stehen ganz gut, dass das Update vielleicht schon morgen im Zusammenhang mit der WWDC rauskommt, dann sollten wir mehr wissen. GC soll bei der Postville seit dem letzten Firmwareupdate tatsächlich gut funktionieren. Aus eigener Erfahrung kann ich bisher keinen signifikanten Performance-Verlust verbuchen, hab das Book allerdings auch nur 3/4 Woche im Test gehabt (geht nächste Woche wieder zurück) und hatte mich auch mit großartigen „Schreiborgien“ zurückgehalten – insofern wahrscheinlich zu kurz und insgesamt nicht repräsentativ.

    3. Peter schrieb am
      Bewertung:

      Hi Sven,
      Danke für die Antwort. Habe inwzischen auch von einigen Seiten gehört, dass man sich mit einer Intel SSD in einem 10.6.3er Mac keine Sorgen um spätere Geschwindigkeitsverluste machen muss. Auf die WWDC gleich freue ich mich übrigens schon wie ein Keks. TRIM in 10.6.4 wäre natürlich auch was feines.

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