News

Tipps & Tricks: Eine Wutrede gegen Klavierlack und ein Hilferuf



10
Zugeordnete Tags Hardware | Notebook | Tablet | Surface | Mircosoft

Nur gegen das Licht zu erkennen
Es nervt ja schon lange, dass die von so vielen Herstellern aufgetragenen Klavierlackoberflächen so leicht verkratzen, aber nun – nachdem ich in der letzten Woche mal wieder zwei Testgeräte zurückschicken und vorher säubern durfte – hat diese Genervtheit erneut einen Höhepunkt erreicht, also entschloss ich, mich dem Thema endlich anzunehmen. Denn selbstverständlich hab ich auch diesmal wieder diese glänzenden weichen Plastikoberflächen mit Kratzern überzogen, obwohl ich schon so viele Tipps zur Vermeidung dieser bekommen und beherzigt habe. Daher gibt’s heute – neben einer kleinen Wutrede auf Video – auch mal eine Übersicht der bisher sinnvollsten Tipps zum Umgang mit den empfindlichen Hochglanzoberflächen und ein paar zusätzliche Infos. Mit ein bisschen Glück kann das Problem eventuell sogar komplett ausgeräumt werden.
Dass ich mit diesem Problem wahrlich nicht allein dastehe beweist nicht zuletzt die hohe Anzahl an Produktbeschreibungen in unserem Discount-Angebot innerhalb des Webshops, die den Hinweis „leichte, nur gegen das Licht zu erkennende Kratzer in der Hochglanzoberfläche“ enthalten. Vielfach handelt es sich dabei um Systeme von Kunden, die ihr Rückgaberecht in Anspruch genommen haben, sich dieser Problematik wohl nicht bewusst waren und bei eigenen Reinigungsversuchen dann ihr blaues Wunder erlebten. Ob Cyberport dafür einen kleinen Nutzungsabschlag verlangt, weiß ich dabei gar nicht…wundern würde es mich aber nicht, wenngleich die Sachen natürlich technisch in Ordnung sind. Optisch geht halt einiges verloren. Eigentlicher Klavierlack ist eh viel härter, so dass die Bezeichnung auch ein wenig „gestrunzt“ ist, aber darum soll es uns mal nicht gehen.

Grundsätzliches Problem
Der unschöne „Dreck“ auf den glänzenden Oberflächen setzt sich hauptsächlich aus zwei Bestandteilen zusammen: Fett und Staub. Das anpassungsfähige Fett ist sicher nicht das Problem, aber die einzelnen Staubteilchen – erst recht wenn sie im Fett gefangen sind – können mit ihren scharfen Kanten schon ziemlich viel Unheil anrichten. Nun soll man ja Fett mit Alkohol oder Spülmittel lösen können, ersteres würde die Oberfläche jedoch „blind“ machen und im Spüli werden die Staubkörner wieder eingeschlossen und über die Fläche gerieben. Was also tun?

Aufruf an die Hersteller

Sicher, meine allgemeine Aufforderung an die Hersteller mag ins Leere laufen, aber das musste einfach mal gesagt werden. Widmen wir uns wieder der tristen Realität, dem Reinigungsprozess.

Wie könnte man es machen…
Ehrlich gesagt weiß ich auch noch nicht wirklich, wie man das Verkratzen vermeiden/minimieren kann und wollte mit diesem Artikel auch dazu aufrufen, mal eure eigenen Erfahrungen in den Kommentare zu posten. Am besten wären natürlich Berichte von positiven Ergebnissen, damit auch andere davon profitieren können. Zwar habe ich auf dieser Webseite eine ganz gute Beschreibung gefunden, wie man am vorsichtigsten vorgeht, aber dort befasst man sich eigentlich mit „richtigem“ Klavierlack, eben dem auf Pianos. Trotzdem seien die wichtigsten Punkte hier kurz genannt, dazu gehören:

  • möglichst weiche Materialen, z.B. Staubwedel(-federn), Flanell, o.Ä., möglichst keine synthetischen Stoffe verwenden
  • nicht zu viel und nur (lau-)warmes Wasser nutzen, vielleicht sogar Dampf
  • wenn überhaupt, nur sehr schonende Reinigungsmittel verwenden (Möbelpolitur?)
  • mit wenig Druck und nicht im Kreis sondern in eine feste Richtung wischen

    Was sollte man lieber lassen…
    Meine eigenen Bemühungen waren leider allesamt nicht von Erfolg gekrönt, auch wenn die Ergebnisse mit der Zeit immer besser wurden. Wenigstens weiß ich jetzt aber schon mal, wie man es nicht machen sollte ;-).

    Nicht empfehlenswert sind demzufolge:

  • Mikrofasertücher, Papiertaschentücher (Tissue), Baumwolle, Leinen
  • Glasreiniger, Reinigungsalkohol, andere scharfe Reiniger wie Verdünnung o.Ä., Spülmittel nur in Maßen
  • Möbel-Politur, Chrome-Politur, Never Dull

    Bei den genannten Polituren bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, da ich diese aus Sorge vor noch größeren Schäden bisher gar nicht ausprobiert habe. Wer auch damit Erfahrungen hat sei nochmals inständig gebeten, uns doch an diesen teilhaben zu lassen. Gleiches gilt für jegliche Art von Reparatur einer Lackoberfläche…es scheint zwar unwahrscheinlich, aber vielleicht hat ja tatsächlich schon mal jemand diese Kratzer wieder weglackiert oder -poliert bekommen.

    Fazit und Hilferuf
    Am einfachsten wäre natürlich weiterhin, wenn die Hersteller auf mich hören und es einfach mal lassen könnten, diese jedoch bedienen auch nur die Wünsche der Kunden, sind mit diesem Argument also fein raus. Da auch von einem flächendeckenden Einsatz des hochfesten „Gorillaglas“ als Überzug der betreffenden Gehäuseteile in nächster Zeit nicht auszugehen ist, muss man sich wohl oder übel noch eine Weile mit solchen Tipps&Tricks-Listen behelfen.

    Also bitte, keine falsche Scham, teilt uns eure Erfahrungen mit oder warnt uns vor den schlimmsten Fehlern. Was sind die besten Pflegetipps und wie kann man eine einmal zerkratzte Oberfläche wieder kratzfrei kriegen? Allen Beteiligten sei schon jetzt mein Dank gewiss, denn die Rückgabe eines auch nur leicht verkratzten Testgeräts ist mir immer sehr unangenehm. Ganz abgesehen davon, dass man Systeme ohne Kratzer auch einfach besser wieder verkauft bekommt und sich die Nutzungs-Abschläge so minimieren lassen, was ja auf Umwegen wieder allen Kunden zugute käme, etc., etc…also Danke!

  • RSS-Feed

    Werde Autor!

    Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
    hat bereits 207 Artikel geschrieben.
    Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

    10 Kommentare

    1. Peter schrieb am
      Bewertung:

      Hallo,

      warum nicht einfach diese Hochglanz polierten Gerätschaften mit denen ein vernünftiges arbeiten sowieso schwer fällt einfach im Regal stehen lassen.
      Der Hersteller/Handel wird es bestimmt bald mit bekommen wenn die Umsätze einbrechen das der Kunde sowas gar nicht haben will.
      Das selbe gilt auch für diese tollen Schminkspiegel die sich Display schimpfen;)
      Es gibt Gott sein Dank auch noch Hersteller die matte Geräte herstellen mit denen es sich hervorragend arbeiten lässt, auch wenn die leider etwas teurer sind.

      Gruß Peter

    2. fluxx schrieb am
      Bewertung:

      Mein Hausfrauen Tipp der Woche: Lauwarmes Wasser und Tempos aus der Box. Wenn man vorher nicht gerade mit Teer oder Harz gearbeitet hat geht damit das meiste weg und das ohne Nachwirkungen zu haben. Ich reinige so auch schon seit jeher jegliche Displays und hatte noch nie Probleme, im Gegensatz zu den Kollegen welche mit billigen Spezial-Display-Reinigungstücher unterwegs sind.

      Ein paar der Displays wurden natürlich bei Cyberport bestellt, ich hoffe der Post wird mir mal nicht zu meinem Verhängnis ;-)

    3. fluxx schrieb am
      Bewertung:

      @Peter: FULL ACK

    4. Tim schrieb am
      Bewertung:

      …”und wie kann man eine einmal zerkratzte Oberfläche wieder kratzfrei kriegen” würde mich auch interessieren. mein vaio f21 sieht nach einem monat schon ziemlich übel aus. und dabei hab ich ihn immer besonders gut behandelt :(

      auf diesen blöden hochglanzflächen sind staub und fingerabdrücke ja auch so schön zu erkennen und somit wird noch häufiger geputzt als normal. am liebsten würde ich das gerät wieder verkaufen (nur wg. der hochglanzflächen) aber wg. der kratzer hat es sicher schon einiges mehr an wert verloren als das normalerweise der fall wäre…

      :-(

    5. Matthias Schleif schrieb am
      Bewertung:

      @peter: ich bin ja Tester also ist das mit dem “einfach stehen lassen” so eine Sache…

      @fluxx: mit tempotaschentücher hab ich eben auch schlechte Erfahrungen gemacht. Du sprichst doch auch von der Displayreinigung, oder? …mir gings ja um die Plastikglanzflächen…was hieltest Du denn von Watte?

      @tim: mein Beileid

      Mir ist noch eingefallen dass wir als Kinder Farbe auf Stein mit Haarspray fixiert haben, dass sich ja auch gut in entsprechende Ritzen setzen könnte. Wenn ich mich recht erinnere haben wir damals aber das Ganze danach mit Klarlack bestrichen und so auf Hochglanz gebracht. DAS möchte ich aber nun wirklich niemandem empfehlen…;-°

    6. Peter schrieb am
      Bewertung:

      Ich verstehe wirklich nicht wie sich die Kunden so ein Hochglanz Zeugs andrehen lassen können, in meinen Verwandten / Bekanntenkreis befindet sich keiner der auch nur ansatzweise auf Hochglanz Geräte steht geschweige den kaufen würde.

      Für mein pflegeleichten matten Laptop benutze ich nur ab und an mal ein Microfasertuch und gut ist…..

      Nur wenn es dem Hersteller keiner sagt das Hochglanz nicht gewünscht wird wie sollen die das dann auch wissen bzw. ändern..;))

    7. Peter schrieb am
      Bewertung:

      @Matthias,

      genau du als Tester solltest explizit darauf hinweisen das Hochglanz einfach nur 1mal gut aussieht beim auspacken und dann zum ewigen Ärgernis wird…..

      Wenn ich Tester wäre würde ich mir nicht die Mühe machen die Geräte wieder auf Hochglanz zu bringen, das sollte der Hersteller machen damit er mal sieht wie toll die Oberfläche nach normaler Benutzung ausschaut.

      Wie gesagt, selber habe ich auch lange gesucht nach ein Gerät das eben nicht wie ein Schminkspiegel ausschaut und so nebenbei Tageslicht tauglich ist….;))

      Gruß Peter

    8. Sven Kaulfuß schrieb am
      Bewertung:

      @ Peter: Das mit dem Hersteller wird schwierig, Matze bekommt die Gerät ja direkt von uns – sprich nicht über den Hersteller. Die Testgeräte werden dann, wie schon erwähnt, als Gebrauchtware über unseren Shop veräußert.

    9. Peter schrieb am
      Bewertung:

      @Sven,

      und in dem Falle (Geräte kommen von euch und gehen zu euch zurück) kommt Kritik am Gerät ja auch nicht da an wo sie eigentlich hingehört zum Hersteller.
      Und beim Kauf bekommt der Kunde immer zu hören “Der Kunde wünscht das so und der Hersteller hat angeblich reagiert auf die Kundenwünsche” und den Spruch habe ich nicht nur von einen Verkäufer gesagt bekommen.
      Aber das am Kunden vorbei gebaut wird ist ja nicht nur im Computer Bereich so…
      Zb. bei Digital Kameras verkaufen sich viele überflüssige Megapixel ja auch besser als Bildqualität und Bedienerfreundlichkeit.;)

      Gruß Peter

    10. Matthias Schleif schrieb am
      Bewertung:

      @Peter
      also die youtube-videos werden schon geschaut von den herstellern, deswegen bekommt man manchmal dafür die Umsatzbeteiligung von YT angeboten. Allerdings sind solche grundsätzlichen Aussagen recht selten bzw werden irgendwo im Video genannt, so dass viele das nicht mitbekommen. Deswegen hab ichs ja jetzt versucht ;-)

      na mal schauen ob noch gute tipps kommen…

    Kommentieren

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    *

    *

    Ähnliche Beiträge

    Das neue Gaming-Event: ROG Convention 2019 in Duisburg

    News

    13.04.2019

     | Sarah Park

    Am 12. April 2019, ab 15 Uhr fand die erste ROG Convention im Landschaftspark Duisburg-Nord statt. Dabei handelt es sich um das Fan-Event rund um die Gaming-Marke von Asus. ROG steht ja für „Republic of Gamers“ und Asus hat auf dieser... mehr +

    Snapdragon 805 - mehr Power für Smartphones und Tablets

    News

    21.11.2013

     | Elsa Philipp

    Smartphones und Tablets sind schon lang treue Begleiter in allen Lebenslagen und werden daher auch immer leistungsfähiger. Bisher ist der Snapdragon-800-Prozessor ein Garant für optimale Performance, wie beispielsweise das Nexus 5 oder das Samsung... mehr +