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Mit der Sony Alpha 77 auf der Nikon Solutions Expo 2012



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Zugeordnete Tags Nikon | Kamera | Messe | Essen | Fotografie

Ein Elefant, viele Topmodels & Star-Fotografen, viel nackte Haut und ein Vibrator
Fotografieren ist mehr, als nur auf den Auslöser zu drücken. (Bettina Rheims) Stimmt, möchte man im ersten Augenblick sagen, aber wer den großen Fotografen bei der Arbeit zusieht, wird sagen: Stimmt doch gar nicht. Die haben alle ihr Team, die das Set aufbauen, ausmessen, sich um das Licht kümmern und anschließend den Bilder am Rechner den letzten Schliff geben. Der Meister drückt eigentlich nur auf den Auslöser. Während sich der Amateur um die richtige Ausrüstung sorgt, sorgt sich der Profi ums Geld und der Meister ums Licht. Fotografie ist dann doch mehr, als nur so drauflos zu knipsen. Und am Anfang war nicht das Wort, sondern die Fragen: Canon oder Nikon? Oder vielleicht doch Sony, Leica, Panasonic, …? Digicam, Systemkamera oder DSLR? Und darf ich wirklich beim Zubehör sparen? Zusammen mit zwei Kollegen ging es am Donnerstag von Dresden nach Essen, wo am 27. und 28. April die Nikon Solutions Expo stattfand. Da sich sonst niemand groß trauen würde, nicht mit einer Nikon in der Messehalle aufzukreuzen, entschieden wir uns mutig für die neue Sony Alpha 77, die kurz vor der Abreise in den Store nach Dresden geliefert wurde. Konnte sie uns überzeugen und gegen eine ganze Armada von Nikon D-Modellen auf der Expo bestehen? Hier unser Reisebericht, den ich kurz nach Verlassen der Veranstaltung verfasst habe.
Nikon Solutions Expo 2012: I AM THE HEARTBEAT OF CREATIVITY
Es ist kurz vor dreiviertel Vier – viertel vor Vier oder auch 15:45 Uhr. ;-) Die Hände schmerzen. Der Kopf versucht, das Erlebte zu verarbeiten und sich an die Details zu erinnern. Ich sitze auf dem Rücksitz des Cyberport Dienstwagens und wir verlassen gerade Essen und damit die Expo von Nikon. Über sechs Stunden waren wir in Halle eins der Messe unterwegs. Wir testeten die neuesten Nikon-Kameras und Nikon-Objektive, nahmen an Workshops teil, beobachteten interessiert, wie die Profis arbeiten, und begafften – pardon bestaunten – Modells bei ihrer Arbeit. ;-)

Willkommen auf der Nikon Solutions Expo 2012 in Essen

Tom, Christoph und ich (v.r.n.l.) auf der Nikon Solutions Expo 2012 in Essen.

Wir, dass sind Christoph, seines Zeichens Produktmanager für den Bereich Foto & Video und Besitzer einer Nikon D3100, Tom, Verkaufsberater im Store nach DresdenCyberport Store Dresden sowie meine Wenigkeit, Social-Media- & Community-Manager und stolzer Besitzer einer Canon EOS-Spiegelreflex-Kamera, welches noch nicht zu den Profi- bzw. noch nicht ganz zu semi-professionellen Modellen zu ist. Noch.

Wenn die Technik streikt, ist selbst der beste Fotograf hilflos.
Nachdem bei unserem ersten Workshop des Tages von Joe McNally – das Thema war Small Flash – Big Object: The Elephant!, die Übertragung vom Mac auf den riesigen Panasonic-Beamer nicht funktionierte und der versprochene Elefant auf sich warten ließ und währenddessen durch einen kleineren Artgenossen in Plüsch ersetzt wurde, war unsere Vorfreude ein wenig dahin. Der internationale Star-Fotograf und mehrmalige World Press Award Gewinner versuchte auf lockere Art und Weise, die Zeit und auch das Versagen der Technik zu überspielen und zu überbrücken. Da Christoph, Tom und ich noch nicht einmal einen Platz auf der Tribüne ergattern konnten, entschieden wir uns, die weiter Halle zu erkundigen und den Elefanten links liegen zu lassen.

Cover-Shooting mit Ex-Bachlorette und Ex-Miss-Pocher Monica Invancan
So entschieden wir uns, Myke Azzato bei der Arbeit zuzuschauen. Wie kommt ein Modell eigentlich auf’s Cover der Vogue, Cosmopolitan oder der GQ? Ein Gewinn bei Heidi Klums Germany Next Topmodel ist ja nur die halbe Miete. Nachdem der Glamour- und Promifotograf die Bühne enterte, erklärte er, während sein Team das Set aufbaute, welcher Technik es bedarf, um jemanden gekonnt in Szene zu setzen. Aufgefrischt wurde das Ganze durch Videos, die Mike Azzato bei der Arbeit zeigten – zum einen mit Kevin Costner bei Shooting am Strand von Santa Barbara, zum anderen beim Shooting in Monte Carlo. Tolle Eindrücke, die sehr gut vermittelteten, welche Arbeit hinter den Fotos steckt, die wir dann in den Magazinen sehen.

Myke Azzato – Magazin-Cover-Shooting mit Monica Ivancan (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“

Dann konnte das Shooting beginnen und Monica Invancan, zeigte, dass sie nicht zum ersten Mal vor der Kamera stand. In Real wirkte sie allerdings für meinen Geschmack etwas sehr knochig. Sie kann ja ruhig mal zum Essen vorbeikommen – ich backe auch meinen berühmten Cheesecake. ;-) Leider funktionierte auch hier die Übertragung der Bilder von der neuen Nikon D4 auf das Apple MacBook Pro und auf den Beamer nicht wie gewünscht, sodass das Publikum nur einen Teil der Bilder zu sehen bekam. Schade. Genauso traurig ist es, dass man dem Azzato-Team nicht bei der Bearbeitung des finalen Bildes für das Cover über die Schulter schauen konnte. Weiß man wirklich nicht, dass man ganz einfach das Display spiegeln kann? So bekamen wir schlussendlich nur das fertige Cover und den Vergleich zum Ausgangsbild zu sehen. 10 bis 15 Minuten mit Adobe Photoshop CS6, und schon schaut Monica Ivancan fünf Jahre jünger aus. Klein sah sie dagegen wenig später aus, beim Fotoshooting mit einem Elefanten – der sich viel mehr für die Leckereien am Boden interessierte, als für Monica. Da war ihm wohl zu wenig dran. ;-)

Myke Azzato – Magazin-Cover-Shooting mit Monica Ivancan (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“

Nikon stage: Bühne frei für Artisten, Bodybuilder und Models
Während sich die beiden Artisten früh aufwärmten und uns die ersten Fotomotive lieferten, machten sich die männlichen und weiblichen Bodybuilder bereits hinter der Bühne warm. Die Damen sahen ja noch einigermaßen interessant aus – durchtrainiert, aber nicht too much – doch die Herren glichen pumpenden Maikäfern. Die einen finden es toll, die anderen übertrieben, doch interessante Motive gaben sie allemal ab. Abgerundet wurde das Bühnenprogramm durch eine Fashion-Show inklusive Nippelgate-„Skandal“. Während einer von uns das „Unglück“ schon kommen sah, und viele Besucher noch nichts Böses ahnten, versuchte der andere verzweifelt die Sony Alpha 77 mit 16-50mm-Objektiv schnell einsatzbereit zu bekommen und abzudrücken, schließlich sind Bilder eines Nippels während einer Fashion-Show das Salz in der Suppe eines Artikels. Natürlich war die Sony schneller als der Kollege, sodass auf den ersten Bildern nur die Locken des Vordermannes zu sehen waren. ;-)

Nikon Stage – Artisten- & Bodybuider-Show (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“
Nikon Stage – Fashion-Show (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“

Testen, testen und noch mehr testen: Nikon Kameras und Objektive
Auch wenn viele Besucher der Nikon Solutions Expo 2012 in Essen ihr eigenes Equipment dabei hatten, waren die beiden Tische mit den Ausstellungsmodellen heftig umlagert. Während der eine Tisch für die kleineren Digicams und Systemkameras, wie der Nikon 1, reserviert war, befanden sich die DSLRs und Profi-Modelle auf dem anderen Tisch. Beim Testen der neuen D800, D800E, D3x oder der D4, hätten wir drei Cyberporties die tolle Sony Alpha 77 gleich wieder eingetauscht. Wenn nur nicht diese Preise im mittleren vierstelligen Bereich währen …

Nikon Solutions Expo – Testen was das Zeug hält (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“

Wer am falschen Ende spart, der braucht auch keine Top-Kamera.
Wer Einsteigermodelle genauso links liegen lässt, wie die semi-professionellen Modelle, kann bei der Nikon D800 zugreifen. Natürlich sollte man dann auch nicht am falschen Ende sparen. Das gilt sowohl bei den Objektiven, als auch beim Zubehör. Vor allem gilt es aber bei den Speicherkarten. Für unsere Sony Alpha 77 hatten wir Transcend Class 10 und SanDisk Ultra SDHC-Karten mitgenommen und bekamen immer wieder aufgezeigt, dass Schnelligkeit alles ist und die Sony A77 nach mehr Geschwindigkeit giert. Vor allem beim Ausreizen der Serienbild-Funktion im RAW-Format hieß es immer wieder: Ruhe bewahren und warten, bis die Kamera wieder einsatzbereit ist. Sehr ärgerlich, wenn man so vielleicht die besten Motive des Tages oder gar seines Lebens verpasst.

Nikon Solutions Expo – Momentaufnahmen (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“
Nikon Solutions Expo – Schau mir in die Linse Kleines (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“

Das passande Zubehör zur Kamera: Adobe, Apple, Wacom …
Neben den Kameras und Objektiven von Nikon, gab es auch zahlreiche Hersteller, die ihre (neuen) Produkte vorstellten. Bei Adobe gab es Einblicke in Lightroom 4 und die Adobe Creative Suite 6, bei Wacom konnten die Grafiktabletts bestaunt und über die Möglichkeiten gestaunt werden. Dass viele Fotografen und Grafiker am Apple Macintosh arbeiten, wissen wir und so durften auch die Produkte mit dem angebissenen Apfel nicht fehlen. Sehr interessant, vor allem auch für Cyberport-Kunden, waren die Tragegurte von der Sun-Sniper GmbH, die es hoffentlich bald auch in unserem Sortiment geben wird.

Nikon Solutions Expo – Zubehör (Fotos von der Sony SLT-A77VQ mit DT 16- bis 50-mm F2,8 SSM Objektiv)“

Fazit: Nikon Solutions Expo ist für jeden Fotofreund eine Reise wert
Für Christoph, Tom und mich war es die erste Nikon Solutions Expo überhaupt. Selber fotografiere ich aktuell (noch) mit einer Canon EOS 550D, war es eine gute Möglichkeit, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Es ist wohl eine Glaubensfrage, ob man Sich für Canon oder Nikon entscheidet. Aber warum soll man sich nicht auch umentscheiden dürfen? Vielleicht weil der Preis für eine Nikon D800 dann doch etwas über dem eigenen Budget liegt? Es liegt vielleicht auch nicht am Geld, sondern an der Zeit. Oder doch daran, dass man sich innerlich schon so schwer in die Sony Alpha 77 verliebt hat? Dass es leider nur so wenig Zubehör-Hersteller nach Essen gezogen hat, ist ärgerlich, aber verständlich, denn 2012 ist Photokina-Jahr. Dort präsentieren sich dann auch andere Hersteller, und die Konkurrenten von Nikon selbst.

PS.: Eine Unterkunft mit besonderem Flair und Equipement
Wo wurde man auf Dienstreisen nicht schon überall einquartiert? Einige erinnern sich vielleicht noch an den Artikel Von Milben, Dirnen und uns. Ich selber war während der Musikmesse 2011 im Frankfurter Rotlichtviertel einquatiert. Das Apollo-Hotel unweit des Hauptbahnhofes bestach durch den Mix aus Stundenhotel und abgewohnter Jugendherberge. Selbst die wäre noch Luxus gewesen.

Ganz anders das Art Hotel Körschen in Essen, welches uns die nette Kollegin aus der Personalabteilung gebucht hatte. Wir kamen kurz nach 23 Uhr an und checkten ein. Zur Begrüßung gab’s noch ein kühles Bier, zum Frühstück Leckereien und einen tollen Service sowie beim Auschecken eine Tüte mit den leckeren Keksen, die wir am Vorabend aus dem schmucken Schälchen gefuttert haben. Doch das Besondere versteckte sich hinter der Zimmertür. Zunächst dachte ich, dass ich die Tür zu einem geheimen Gang geöffnet habe, doch nach fünf Metern ging es links ins Zimmer und gerade aus ins Bad. Das Zimmer war rockig im Harley-Davidson-Style gehalten. Das hatte ich so nicht erwartet oder bislang erlebt. Auch nicht, dass es einen „Erste-Hilfe“-Kasten im Zimmer gibt. Darin befanden sich Rasierer, Kondome, ein vibrierender Lady Finger für die Dame und vieles mehr. 9,50 Euro für den Finger, die Batterien kosten 2,50 Euro extra. Und für den Mann? Für den gibt es einen Fernseher, der mehr den kleinen Monitoren auf dem Schreibtisch auf Arbeit ähnelte.

Art Hotel Körschen Essen (Fotos mit dem Apple iPhone 4 bei widrigen Lichtbedingungen)“

Der Kollege, dessen Name hier nicht genannt werden soll, versuchte diesen nach Mitternacht in Betrieb zu nehmen, gab aber entnervt nach 30 Minuten auf. Bis dahin hatte er das Handbuch schon komplett verschlungen. Warum er den TV anbekommen wollte? Keine Ahnung, vielleicht wegen Pay-TV? Pech gehabt. Doch wir wären nicht in Rocker-Zimmern untergebracht wurden, wenn es auch dafür eine Alternative geben würde. So durfte er sich über Pay-Audio aus dem Nachbarzimmer freuen. ;-) Seine beiden Kollegen schliefen derweil fest und freuten sich auf die Nikon Solutions Expo 2012.

Wir kommen wieder und dann zieht sich hoffentlich die Frau, die der Nikon Solutions Expo ein Gesicht gab, auch bestimmt ein längeres Kleidchen an. Kindchen, wenn das deine Oma wüsste … ;-) Ich werde selbstverständlich noch einen kleinen Bericht zur Sony Alpha 77 folgen lassen und auch ein paar Videos mit einbauen. Bis dahin sei noch gesagt: Zum Fotografieren braucht man Zeit. Wer keine Zeit hat, kann ja knipsen.

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3 Kommentare

  1. naicke schrieb am
    Bewertung:

    zu den männlichen Sportbildern == Affen ohne Schwanz
    zu den weiblichen Sportbildern ==Zicken ohne Fell

  2. Jay schrieb am
    Bewertung:

    Zu dem Bild kann ich auch noch was sagen…ich war auch auf der Messe und früh morgens beim ersten Vortrag bei Robin Preston. Dieser schoss das Foto der Kampagne und erzählte dass die Frau beim Shoot gar nicht gelächelt hat, was bei der Sprungaction nachzuvollziehen ist, sondern dieses nachträglich, mit dem allgemein bekannten Programm reinkopiert wurde.

  3. Ben Walther schrieb am
    Bewertung:

    @Jay: Alles fake. ;-) Den Vortrag hatten wir leider verpasst, aber wir mussten uns auch entscheiden, wenn es so viele interessante Dinge parallel gibt. Wie fandest du die Expo an sich?

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