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Kleine SIM-Karten-Kunde: Micro-SIM und Co



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Neue Formate für iPad und iPhone 4
Über SIM-Karten redet man eigentlich nicht, denn im Normalfall sieht man sie genau zweimal. Einmal wenn sie ins neue Handy eingelegt werden (sofern man das selber macht) und später wenn man das alte Mobiltelefon gegen ein neues Gerät tauscht. SIM-Karten sahen bisher immer gleich aus, auf dieser werden neben Telefonnummern auch SMS gespeichert, aber diese Tatsache erfährt man unter Umständen erst dann, wenn der Mobilfunkanbieter bspw. die SIM-Karte austauscht bzw. man den Provider wechselt und man diese Daten vermisst. SIM-Karten sind nun erneut mit dem iPad und dem iPhone 4 ins Gespräch gekommen, denn Apples neue Spielzeuge verlangen erstmalig nach einer sogenannten Micro-Sim. Da haben sogar wir „Experten“ gerätselt. Inzwischen wissen wir mehr und halten erste Exemplare der neuen Spezies in den Händen. In diesem Zusammenhang ist es sicherlich interessant, die Geschichte und die Technik der Sim-Karten näher zu beleuchten.
Eine Sim-Karte (Subcriber Identity Module) speichert die International Mobile Subscriber Identity (IMSI, sprich die Telefonnummer), welche benötigt wird, den Vertragsinhaber von einem Mobilfunkvertrag zu bestimmen. Dank der Sim-Karte kann diese Identität von Handy zu Handy „umziehen“. Mit Hilfe der IMSI und damit der SIM wird das Endgerät des Nutzers identifiziert und authentifiziert. Um eine korrekte und sichere Authentifizierung zu ermöglichen, sind auf der SIM Nummern und Algorithmen abgespeichert, diese dienen zusätzlich der Verschlüsselung der Verbindung zwischen Endgerät und Mobilfunknetz.

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Der Micro-SIM-Slot des neuen iPhone 4.

Da noch Platz auf dem Chip ist – der eigentlich nichts anderes als ein kleiner Prozessor samt Speicher ist – kann der Nutzer SMS und Telefonnummern auf der SIM ablegen. Früher waren das nur ein paar wenige Daten, heute kann die moderne SIM einhundert Einträge speichern. Die erste SIM-Karte wurde übrigens 1991 vom Münchner Smartkarten-Hersteller Giesecke & Devrient hergestellt. Giesecke & Devrient ist übrigens eher dafür bekannt, Banknoten und Ausweisdokumente zu produzieren, so kommen bspw. viele Chips in Krankenkassenkarten von besagter Firma aus München.

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Eine Micro-SIM von o2.

Drei Größen: SIM-Karten
SIM-Karten existieren derzeit in drei Größen: Die alte Standard-SIM in den Abmessungen einer Kreditkarte (85.60 mm × 53.98 mm x 0.76 mm), die heute übliche Mini-SIM (25 mm x 15 mm x 0,76 mm) und jetzt nun die Micro-Sim (15 mm x 12 mm x 0,76 mm). Die Kreditkartengroße SIM beinhaltete meist die kleinere SIM, die einfach je nach Bedarf herausgebrochen werden kann. Bei der Micro-SIM gibt es derzeit zwei verschiedene Varianten der „Verpackung“. So verwendet bspw. o2 reine Micro-SIMs auf seinen Trägerkarten, ein alternativer Einsatz in normalen Mini-SIM-Modulen ist somit weitestgehend ausgeschlossen. Flexibler die Lösung von T-Mobile. Der Träger beinhaltet sowohl die Aussparrungen für eine Micro- als auch eine Mini-SIM. Der Provider braucht zukünftig nur noch diese Variante anzubieten, der Verbraucher ist frei in der letztendlichen Nutzung. Hebt man sich den Rahmen der Mini-SIM auf, kann somit mit etwas „Klebeband“ die Micro-SIM erneut in handelsüblichen Mobiltelefonen oder UMTS-Sticks betrieben werden – clever.

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Die flexible „SIM-Verpackung“ von T-Mobile: 3 in 1.

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