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Gerüchte-Check: Was wird die Playstation 5 leisten?



Zugeordnete Tags PlayStation | Konsole | Games

Die Kollegen von Let’s Go Digital haben hiermit schon einmal einen Design-Vorschlag gemacht. Wie die PS5 wirklich aussehen wird, ist allerdings unklar.

Seit dem 16. April 2019 stehen die Spekulationen um den Nachfolger der PlayStation 4 Pro auf etwas festeren Beinen. Mark Cerny, der leitende Systemarchitekt eben jener Spielekonsole, gab im Interview mit „Wired“ ein paar erste interessante Einblicke in den Aufbau des mutmaßlich PlayStation 5 genannten Systems.

Sony hält sich mit offiziellen Ankündigungen oder wenigstens Andeutungen dezent zurück, bestätigt weder Namen noch irgendwelche Termine. Das wird wahrscheinlich noch bis zur nächsten PlayStation Experience im Herbst so bleiben. Im Grunde ist es die perfekte Werbestrategie, um Gerüchte anzuheizen und ohne eigenes Tun das Thema hochzuhalten. Aber zum Glück sind in ein Projekt dieser Größe so viele Firmen, Programmierer, Designer und so weiter involviert, dass schon einige Infos durchsickern.

Und die Zeit ist reif. Vor fast sechs Jahren kam die PlayStation 4 auf den Markt. Drei Jahre später hat Sony mit mehr Leistung nachgelegt, aber an der grundlegenden Struktur nichts verändert. Entsprechend große Erwartungen an einen deutlichen Sprung haben sich inzwischen aufgebaut und es deutet sich zumindest an, als versuchten die Entwickler einen Teil davon auch in die Realität umzusetzen. Was genau, erfahrt ihr jetzt!

Dass sich einiges ändern wird im Vergleich zur PS4, ist klar. Recht konkret lässt sich mittlerweile etwas zum Innenleben sagen.
AMD ist wieder an Bord. Wie leistungsstark die Konsole wird, hängt aber zu großen Teilen von der Software und beispielsweise der Festplatte ab.
Dass sich einiges ändern wird im Vergleich zur PS4, ist klar. Recht konkret lässt sich mittlerweile etwas zum Innenleben sagen.

Was ist ziemlich sicher? - Prozessor, 8K & Co.

Bekannt sind mittlerweile vor allem einige technische Details. Wenig überraschend setzt Sony laut Mark Cerny bei Prozessor und Grafikeinheit auf AMD. Auch bei der 4. Generation war der Chiphersteller bereits für die Rechenkraft verantwortlich, der zudem den passenden Grafikprozessor mitliefert. Ob es am Ende ein AMD Ryzen 8 mit den genannten 7 Nanometer großen Transistoren sein wird oder es sich um eine Spezialentwicklung für Sony handelt, werden wir wohl erst unmittelbar während bei der Veröffentlichung erfahren.

Ganz sicher wird die Grafikkarte Raytracing beherrschen, wobei Lichtstrahlen exakt nach ihrer Ausbreitung berechnet werden und Reflexionen sowie das Zusammenspiel von Licht und Schatten sehr natürlich dargestellt werden. Eine ausführliche Erklärung zu der Methode, die auch die neuen Prozessoren der Nvidia-GTX20-Reihe beherrschen, gibt es hier.

#erstmalverstehen: Was ist Raytracing?

Auch ein Laufwerk für optische Datenträger, also Blu-rays, wird höchstwahrscheinlich verbaut. So bleiben die Spiele der Vorgängerversion ohne Weiteres spielbar und die Abhängigkeit von einer schnellen und zuverlässigen Internetverbindung wird nicht zu groß. Aber auch der simple Einsatz als Blu-ray-Player, im besten Fall für UHD-Blu-rays, ist damit als Funktion verfügbar, ohne dafür besondere technische Vorkehrungen treffen zu müssen. Es scheint ausgeschlossen, dass sich Sony ähnliche Blöße gibt wie seinerzeit Nintendo mit der Wii, die nicht einmal einen Film von DVD abspielen konnte.

Die angestrebte Auflösung dürfte zweifellos 4K mit 60 Bildern pro Sekunde sein. Aber auch das Upscaling zu 8K soll die PlayStation 5 wohl beherrschen. Dabei kommt ihr das noch ein gutes Stück in der Zukunft liegende Erscheinungsdatum entgegen, denn noch ist der passende HDMI-Standard für so viele Bildpunkte gar nicht abschließend definiert. Und auch das menschliche Auge nimmt selbst nur wenige Millionen Einzelpunkte wahr, stößt also bei 4K schon an seine Grenzen. Hier muss überhaupt abgewartet werden, welchen Weg die 8K-Fernseher nehmen.

Der Umstieg von der klassischen Festplatte zur SSD scheint ebenfalls unumgänglich. Das liegt allein schon an den enormen Datenmengen, die ein typisches Videospiel verarbeitet. Erklärtes Ziel ist eine 20-fache Lesegeschwindigkeit im Vergleich zur normalen PlayStation 4. Dieser Sprung drückt nicht gerade neuste technische Errungenschaften aus, sondern entspricht dem Wechsel von einer Festplatte mit Magnetkopf zu einem Festspeicher, der per M.2-Schnittstelle betrieben wird. Insbesondere bei Business-Laptops und Gaming-PCs zählt das mittlerweile zum Standard.

Auf die bekanntesten Spiele für seine Konsole wird Sony auch weiterhin setzen. Manches kommt einfach nie aus der Mode.
Auf die bekanntesten Spiele für seine Konsole wird Sony auch weiterhin setzen. Manches kommt einfach nie aus der Mode.

Was ist wahrscheinlich? - Sound, Games & Co.

Nicht ganz so sicher sind die Leaks zum Klang. Hier soll es 3D-Audio geben. Das stellt in jedem Fall eine äußerst sinnvolle Neuerung dar, vor allem wenn PSVR, die virtuelle Realität zur PlayStation, weiterentwickelt wird und die Anzahl der Inhalte sowie dessen Qualität auch im Zuge der erhöhten Rechenleistung gesteigert werden. Dies soll ohne zusätzliche Hardware gelingen, was für jeden Eigentümer zweier simpler Stereo-Lautsprecher zweifelhaft klingen mag.

Ein weiteres Feld stellt die Abwärtskompatibilität dar. Das Laufwerk zum Lesen alter Spiele-Disks steht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereit. Nur die veränderte Software und völlig andere Hardware könnten zu einem Problem werden. Schon der Umstieg von der PS1 zur PS2 verlief hier nicht reibungslos.

Microsoft ist in diesem Punkt schon ein Stück weiter. Auch hier besteht keine komplette Abwärtskompatibilität, aber mit Klassikern wie Elder Scrolls III – Morrowind oder Star Wars Battlefront I + II und vielen mehr sind originale Xbox-Titel auch auf der Xbox One spielbar. Als Kaufargument darf die Fähigkeit natürlich nicht unterschätzt werden.

Bei den zukünftigen Spielen beziehen sich diverse Ankündigungen auf die Fortsetzungen beliebter Reihen. Von Watch Dogs 3, über Assassin’s Creed Legion bis Fifa werden am Ende die meisten Titel zur Verfügung stehen. Da die Stärke der PlayStation schon immer die Vielfalt der Spiele war, wird sich auch zukünftig am gewohnten Bild kaum etwas ändern.

Es sollen einige deutliche Entwicklungssprünge vollzogen werden. Ob das auch die Steuerung der PS5 betrifft, ist noch offen.
Es sollen einige deutliche Entwicklungssprünge vollzogen werden. Ob das auch die Steuerung der PS5 betrifft, ist noch offen.

Alle Spekulationen um Controller, Gehäuse & Marktstart der PS5

Zuletzt tauchten Bilder von angeblichen Controllern für die PlayStation 5 auf. Nach kurzer Aufregung kam die schnelle Ernüchterung, dass es sich im besten Fall um eine gut gemachte Fälschung handelte. Möglich erscheint in diesem Zusammenhang aber, dass die Controller der nächsten Generation um einige Funktionen erweitert werden. Wahrscheinlich ist aber ein Touchscreen, der zusätzliche Informationen bereitstellt und neue Steuerungsmöglichkeiten gewährt.

Auch zur Optik des Gehäuses finden sich allenfalls Designstudien von Fans, aber keineswegs Hinweise auf das zukünftige Erscheinungsbild. Ob rund, kantig, als Trapez oder Zylinderstumpf bleibt bis auf Weiteres ungewiss. Nur schwarz wird sie wohl werden, vielleicht.

Höchst spekulativ bleibt auch das Erscheinungsdatum. 2019 wird es nicht. Aber ob 2020 einzuhalten ist, gilt keinesfalls als sicher. In einer Veröffentlichung im November ’20 spiegelt sich vielmehr der Wunsch wider, das Weihnachtsgeschäft im kommenden Jahr mit einer neuen Spielekonsole zu dominieren. Gut möglich, dass die nächste PlayStation dennoch erst 2021 auf den Markt kommt und damit ganze acht Jahre nach der letzten Version.

Der Spielraum für die Kosten dürfte dagegen wenige Überraschungen bieten. Das Geld wird mit den Games selbst verdient, weshalb 400 bis 500 Euro als recht sicher angesehen werden können, auch wenn die Konsole selbst in dem Bereich keinen Gewinn abwerfen sollte. Lediglich die Anzahl der Besitzer, die schlussendlich auch die Spiele erwerben, zählt für das erfolgreiche Geschäft.

Die dritte Generation von Spielekonsolen konnte hier in Form des Sega Master System bis zu 64 Farben gleichzeitig darstellen.
Die dritte Generation von Spielekonsolen konnte hier in Form des Sega Master System bis zu 64 Farben gleichzeitig darstellen.

Der Schlusspunkt - Wie wird die Konsole heißen?

PlayStation 5 scheint der logische Name zu sein für Sonys kommende Spielekiste, aber nicht einmal das ist sicher oder wurde zumindest angedeutet. Ausgehend vom Klassiker „Pong“ aus den Siebzigern handelt es sich um die mittlerweile 9. Konsolengeneration. Folgt Sony zum Beispiel dem Vorbild von Windows, könnte sie auch Playstation 9 heißen.

Der mit Verwunderung präsentierten Xbox 360 könnten die Japaner aber auch eine PlayStation 540 entgegensetzen. Das wäre dahingehend ein Fingerzeig, weil ein Kreis eben 360 Grad hat. Mit 540 Grad allerdings lässt sich in der Mathematik eine dreidimensionale Kugel beschreiben.

Andererseits folgen die Xbox oder Nintendo keinem erkennbaren Muster und Sony könnte sich spontan entschließen, es ihnen gleichzutun. Die Zukunft wird es zeigen, solang muss die PlayStation 4 Pro mit all ihren bekannten Eigenschaften noch aushalten.

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