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IFA 2011: Persönlicher Rückblick



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Tablets, Smartphones und TVs…
Nachdem ich die IFA in den letzten Jahren mit meiner Abwesenheit strafte, konnte bzw. durfte ich mich dem Messetrubel diesmal nicht entziehen – zu viele echte Neuheiten und Trends warteten darauf entdeckt zu werden. Allein die Zeit war recht knapp bemessen, so war es mir terminlich nur möglich diesen Dienstag nach Berlin zu fahren. Etwaige Staus waren für mich kein Hindernis, brachte mich die Deutsche Bahn doch pünktlich ans Ziel. Punkt 10 Uhr öffneten sich die Tore des Messegeländes und der Technik-Freizeitpark hieß seine Besucher in der Bundeshauptstadt willkommen.
Tablets, Smartphones und Ultrabooks
War Anfangs die CeBIT das alleinige Mekka der Computer- und Telekommunikationsbrache, so läuft die nunmehr jährlich stattfindende IFA der Konkurrenz in Hannover vermehrt den Rang ab. Nicht verwunderlich, dass neben der klassischen Unterhaltungselektronik eben besagte Themen eine immer größere Rolle im Messegeschehen spielen.

Tablets wohin man schaut, jeder Hersteller nutzt die Chance seine neuesten Kreationen an den Mann und die Frau zu bringen. In erster Linie finden sich Touchflundern mit Android (Honeycomb) auf der Messe, Modelle mit alternativen Systemen sind dagegen rar gesät. So erblicke ich bspw. mit dem Acer Iconia A100 eine kompakte Ausführung mit 7-Zoll-Display – eine Ergänzung zum bereits bekannten Modell A500 mit größerem Bildschirm. Aber auch Hersteller wie Sony, Archos oder Toshiba sind vertreten und setzen allesamt aufs Google-System. Eine Ausnahme ist da die Slate PC Serie 7 von Samsung – Windows 7 und eine flache, kabellose Tastatur zeichnen den Technik-Zwitter aus.

IFA 2011: Tablets Teil 1″

Apropos Samsung: Die durften ihre Galaxy Tabs nach einem Geheiß von Apple schön wieder abbauen. Davon auch betroffen das neue Galaxy Tab 7.7. Einzig das Galaxy Note durfte in Halle 20 verbleiben. Ein Tablet/Smartphone mit 4,5-Zoll-Display, Android 2.3 und Stiftbedienung – quasi eine Kombination aus HTC Flyer und Dell Streak. Gegensätzlich zu den dicken „Griffeln“ für kapazitive Touchscreens, verfügt der Stift des Galaxy Note über eine besonders dünne Spitze. Folglich lässt sich das Eingabegerät auch für präzises Arbeiten verwenden, wie auf dem Messestand zwei Künstler unter Beweis stellten, die Porträts von Passanten anfertigten.

IFA 2011: Tablets Teil 2″

Dagegen nicht sehen konnte ich das Playbook von RIM (Blackberry), an der hierfür vorgesehenen Stelle auf dem Messestand lag statt des Tablets nur eine Infobroschüre – ein böses Omen? Schließlich erfreut sich das Blackberry-Touchwunder derzeit im Markt nicht unbedingt großer Beliebtheit.

Auch bei den Smartphones dominiert Android auf der IFA, wenngleich alternative Systeme durchaus vorhanden sind. So präsentierte HTC bspw. die Modelle RADAR und TITAN (RADAR im Webshop von Cyberport) mit dem neuesten Windows Phone 7 Update „Mango“ und Samsung stellte nunmehr die bereits dritte Generation des Wave mit der eigenen Plattform Bada vor. Etwas bemitleidenswert war dagegen der winzige Stand vom ehemaligen Branchenprimus Nokia – echte Highlights konnte man dort (noch) nicht entdecken. 3D ist mittlerweile nicht nur ein Thema für die Unterhaltungsindustrie, auch in Smartphones kommt die Technologie vermehrt zum Einsatz. Den Anfang machte das LG Optimus 3D, HTC interpretiert die Materie mit dem neuen Modell EVO 3D – was beiläufig bemerkt, schon bei uns erhältlich ist. Meine persönliche Meinung? Nette Spielerei, das 3D-Display (ohne Brille) schaut zwar auf den ersten Blick faszinierend aus, kann aber nicht davon ablenken, dass die 3D-Darstellung doch sehr schablonenhaft und künstlich wirkt. Der Vergleich zu bereits bekannten 3D-Bildern die man auf Postkarten wiederfindet ist durchaus angebracht.

IFA 2011: Smartphones”

Die Idee besonders flacher Notebooks ist nicht sonderlich neu, Apple setzt dieses Konzept bereits seit Jahren mit dem MacBook Air erfolgreich um. Die neue Generation der Ultrabooks kann daher als folgerichtiger, evolutionärer Schritt im PC-Segment angesehen werden. Bei Acer fiel mir das Modell Aspire S3 ins Auge. Es muss sich vor einem Air nicht unbedingt verstecken, wenngleich man bei der Materialwahl nicht konsequent genug war. So besteht nur die Oberschale aus Aluminium, der untere Body dagegen muss sich mit Kunststoff begnügen. Zumindest erscheint die Verarbeitung wertig, lässt sich doch bspw. die Tastatur nicht mehr sichtlich durchdrücken wie bei älteren Modellen des Herstellers.

IFA 2011: Ultrabooks und Co”

TV: 3D und Medien-Hub
Was gibt es Neues im klassischen Feld der Fernseher zu bestaunen? Wie jedes Jahr werden diese flacher, größer und besser. Doch taugen die heutigen Modelle zu mehr, als nur zum anzeigen von Filmen und des TV-Programms. Jeder Hersteller stattet seine TVs in der Zwischenzeit mit IPTV-Lösungen (Smart-Tv, Google-Tv etc.) aus, sprich Inhalte kommen nicht mehr nur allein über Kabel oder Antenne, sondern auch über das Internet – Surfen inkl. So ausgestattet fungieren moderne Flachbildfernseher nunmehr als zentraler Medienhub. Ein weites Themenfeld, dass wir sicherlich noch in zukünftigen Artikeln zu würdigen wissen.

Selbstverständlich durfte auf der IFA 2011 auch die Thematik 3D nicht fehlen. Die Hersteller gehen dabei unterschiedliche Wege: So bevorzugt Samsung nach wie vor die teure Shutter-Technologie mit aktiven Brillen, LG dagegen jedoch auf die augenschonendere, passive Polfiltertechnik. Gänzlich auf Brillen verzichtet man zukünftig bei Toshiba. Der neue 55ZL2 entpuppte sich als eines der großen Glanzpunkte der Messe. Der 55-Zoll-TV bietet nicht nur eine beeindruckende 2D-Auflösung von 3480 x 2160 Pixel (Quad Full HD), sondern gestattet den 3D-Genuss „Glass-free“.

IFA 2011: Fernseher”

Wollten die Messebesucher dieses Wunder der Technik erleben, musste man einem Besuch eines Vergnügungsparkes gleich, sich ca. eine halbe Stunde in Reihe anstellen. Danach wurde man in Gruppen von drei Personen in Kabinen zur Vorführung gebracht. Ein guter Marketingtrick, aber auch mehr, denn die Technik erlaubt nur einen begrenzten Blickwinkel (maximal 9 Blickwinkel) – eine Freifeldvorführung dürfte demnach bei manchen Besuchern zur Enttäuschung führen. Auch ich gönnte mir eine Vorführung – der Eindruck? Schon wesentlich besser als die „Schablonenbilder“ bei den 3D-Smartphones, wenngleich hier und da eine gewisse Unschärfe festzustellen ist. Nicht verwunderlich, wird bei der 3D-Darstellung doch auf 720p zurückgefahren. Absolut „faszinierend“ dagegen der Preis: ca. 8000 Euro, erhältlich ab November/Dezember.

iPad-Zubehör: WLAN-Festplatten, VoIP und TV-Adapter
Bekanntlich hat Apple es nicht mehr nötig auf Messen anwesend zu sein, die Produkte finden sich so oder so bei all den Zubehörherstellern. Trotz zahlreicher Android-Tablets war somit auch das iPad auf der IFA zugegen.

Seagate zeigte die GoFlex Satellite – eine kabellose Festplatte, die als Streamingserver u.a. auch für das iPad (oder iPhone, iPod) geeignet ist. Filme, Bilder oder Musik werden mithilfe der eigens hierfür geschaffenen App oder alternativ über einen HTML-Zugriff auf das Tablet gestreamt. Auch dem Thema Thunderbolt ist man nicht angeneigt, kann gleichwohl aber noch keine Produkte vorführen. Laut Aussage des Herstellers, möchte man für das universelle Interface der GoFlex-Platten zukünftig kurzerhand ein Thunderbolt-Kabel anbieten, somit können auch schon gekaufte Festplatten zukünftig vom neuen Anschluss profitieren.

IFA 2011: iPad-Zubehör”

Nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch zu hören ist das invoxia NVX 610 – eine VoiP-Lösung für iPhone und iPad. Das Pariser Start-Up präsentierte die „Soundbox“ ebenso auf der IFA. Das Gerät fungiert auch als Konferenz-Telefon, einzig der Preis von 400 Euro dürfte etwas abschreckend sein. Im Moment verkaufen die Franzosen das Gerät nur selbst und befinden sich auf der Suche nach Handelspartnern – meine Visitenkarte haben sie schon mal.

Elgato – die Meister der Apple-TV-Unterhaltung – nutzten die IFA um in erster Linie ihren neues EyeTV Mobile vorzuführen. Der kleine Adapter wird im Gegensatz zu bisherigen WLAN-Streaming-Lösungen direkt auf den Dock-Connector des iPads gesteckt. So kann die freie WLAN-Verbindung auch wieder fürs Internet genutzt werden und gleichzeitig ist es möglich DVB-T anzuschauen und aufzuzeichnen. Der kleine USB-Anschluss dient im Übrigen zur Stromversorgung der internen Batterie, da Apple es nicht zulässt, dass zuviel Strom vom Dock-Connector gezogen wird.

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