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Google Music steht in den Startlöchern ...



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… doch Deutschland ist dank GEMA ein weißer Fleck auf der Musik-Weltkarte
iTunes Match, Spotify, Facebook und Google Music, … alles wunderbare Möglichkeiten, online Musik zu genießen – jedenfalls, wenn man nicht aus Deutschland kommt. Mit der Vorstellung von iPod und iTunes im Jahre 2001 hat sich die Art und Weise, wie wir Musik hören verändert. Zehn Jahre später sprießen Anbieter von Online-Musikdiensten weiter aus dem Boden und buhlen um die Kunden. Millionen User zählt Spotify inzwischen, fast 800 Millionen User sind bei Facebook aktiv und die halbe Welt nutzt iTunes. Aber warum sperrt man uns in Deutschland nur immer wieder aus? iTunes Match ist nicht in Deutschland erhältlich, Spotify verkündete den Start in Österreich und nun auch noch in der Schweiz sowie Belgien. Quasi halb Europa kommt inzwischen in den Spotify-Genuss, nur wir sind ein weißer Fleck auf der Karte. Das wird sich wohl auch mit der Vorstellung von Google Music heute nicht ändern.
Inzwischen ist Musik überall, denn dank iPhone & Smartphone sind wir eigentlich den gesamten Tag und fast 25 Millionen Deutsche täglich bei Facebook online. Auf der f8 im September diesen Jahres macht uns Mark Zuckerberg Lust auf mehr: Soundcloud, Spotify, rdio, Netflix, Hulu und Co. lassen uns dank Implementieren jederzeit Medien konsumieren, ohne dass wir Facebook verlassen müssen. Nun schiebt sich Google an, mit Google Music iTunes, Spotify & Co. anzugreifen und drei Mal dürft ihr raten, wer nicht in den Genuss kommen wird – wir Deutsche. Selbiges Problem auch bei Youtube. Kurz mal das neueste Musikvideo und den gerade online gegangenen Trailer anschauen. Was nach einer perfekten, online verfügbaren Medienwelt klingt, ist auch für viele bereits Realität. Amerikaner, Briten, Franzosen, … alle lieben diese digitale Medienwelt, nur wir Deutsche bekommen ständig Nachrichten um die Ohren gehauen a la „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.“ oder „Leider ist der Dienst nicht in Deutschland verfügbar.“ und schreien daraufhin den armen Rechner vor uns an. Als ob der etwas dafür kann.

Spotify“

Nun schiebt sich mit Google Music ein weiterer innovativer Musikdienst an, unsere multimediale Welt zu verändern – naja, die Welt mit dem weißen Fleck namens Deutschland. ;-) Bislang gab es Google Music als Beta, aber ohne jede Möglichkeit, auch Musik käuflich zu erwerben. Die Beta-User in den USA konnten kostenlos tausende Lieber online speichern, um darauf z.B. mit Android-Geräten zuzugreifen. Ähnlich wie bei iTunes oder Amazon soll man auch bei Google Musik in einem Shop kaufen, auf die man dann wie Smartphone und Tablet zugreifen kann. Wie bei der Einführung – ohne wie man bei Google zu sagen pflege, dem Angriff mit Google+ auf Facebook, soll dieses Mal Apples iTunes die Zielscheibe sein. Gekaufte Musik kann mit Freunden geteilt und von denen für eine gewisse Zeit kostenlos angehört werden. Ob Google wirklich, wie vermutet, alle vier großen Musik-Labels an Board holen kann, wird sich heute Abend zeigen. Die Veranstaltung selber könnt ihr heute ab 23 Uhr live über den Android-Youtube-Channel verfolgen.

Google Music“

Das Problem ist und bleibt die GEMA, kurz für Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Wie ein sturer Bock scheitern Verhandlungen immer wieder und verschieben bzw. blockieren ganze Dienste in Deutschland. Bei Anfragen schiebt die Verwertungsgesellschaft den schwarzen Peter immer den anderen zu, sind diese doch „bislang“ nicht auf die GEMA zugekommen. Liegt es vielleicht an dem deutschen Staat an sich, dass wir uns ständig so vorkommen, als leben wir hinterm Mond gleich links? So bleibt uns Deutschen wohl stets nur die Wahl zwischen Tor eins, zwei oder drei – entweder wandern wir in ein medienkonsumfreundlicheres Land aus, weichen auf Alternativen wie Simfy zurück oder tricksen die GEMA dank Proxy aus. Möglichkeit eins kostet wohl zu viel, Alternativen erschweren den Genuss von Musik & Video mit unseren Freunden in anderen Ländern über Facebook und die Proxy-Lösung ist zwar nicht all zu schwer, dafür aber zu umständlich, als dass man sie jedes Mal nutzt.

Heute Abend wird sich zeigen, was Google Music alles kann oder auch nicht. Wird es ein Frontal-Angriff auf das iTunes-Imperium oder verpufft das Ganze ähnlich wie bei Google+, dessen Vormarsch gegen Facebook ins Stocken geriet, weil man bei Google zu lange zögerte und der echte Mehrwert einfach fehlt, um einen Bastion mit 800 Millionen „Streitkräften“ zu stürmen. Google zieht nun in den Kampf gegen Apple und Amazon und buhlt um Kunden und Aufmerksamkeit. Beide Kontrahenten haben aber bereits einen großen Vorsprung. Egal, was welches Kaninchen man heute aus den Hut zaubert, für uns Deutsche bleibt nur zu hoffen, dass die vielen, interessanten Dienste demnächst auch endlich in Deutschland verfügbar sein werden, damit auch wir Musik, Filme und andere Medieninhalte endlich so eindrucksvoll genießen können wie Millionen andere Menschen auch. Warum noch Geräte synchronisieren, wenn man bequem online auf die gesamte Mediathek zugreifen kann und gleichzeitig online mit Freunden das neue Album der Lieblingsband zusammen mit seinen Freunden anhören können.

Spotify, iTunes Match & Google Music: Deutschland wartet auf euch. Ich warte auf euch. Liebe GEMA, zickt nicht weiter so rum, sondern kommt in die Puschen, damit wir Deutsche nicht weiter davon abgehalten werden, unsere guten deutschen Musiker und Schauspieler auf die Web-2.0-Bühne holen können. ;-) Macht Platz für Google Music in der Cloud.

Bilderquellen: Spotify Pressbilder und TecnoDroidVe

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3 Kommentare

  1. Michael schrieb am
    Bewertung:

    Ich bin immer wieder verwundert, das die Musik-Labels da nicht mehr Druck auf die GEMA machen, die alle neuen Vertriebs/- Vermarktungswege blockiert.
    Hier könnten die Labels doch auch mit Wettbewerbsbehinderung zur EU gehen, wie es EA schon bei Spielen gemacht hat.

  2. Bewertung:

    @Michael
    Können sie nicht, da sie die meisten Rechteinhaber ja selber unter Vertrag haben ;)

  3. Lawk schrieb am
    Bewertung:

    Also hier in Österreich gibts seit gestern oder so Spotify! Ist oft so, dass wenn man wem in Deutschland einen Youtube link zu nem Song schickt die meinen er könne nicht abgespielt werden…

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