Smartphone-Markt: Analystenerwartungen

von matthias-schleif

· 3 min Lesezeit

Umwälzungen nach Weihnachten ’11 erwartet
Nein, keine Sorge, ich werde hier nicht der Versuchung erliegen, mich auch noch von Mr Apple zu verabschieden, denn das hab ich im Prinzip schon getan. Genauso wenig werd ich mich dazu hinreißen lassen, über das iPhone 4S her zu ziehen oder mich darüber aufregen, wie unglaublich einig sich die internationale Presse in ihrer Enttäuschung über das von Tim Cook vorgestellte Upgrade war, geschweige denn, wie neidisch beispielsweise eine Firma Acer auf so eine weltumspannende Kostenlos-Propaganda (auch schlechte Werbung ist ja Werbung) gewesen sein dürfte. Nein, ich werde jetzt einfach den Alltag wieder losgehen lassen, es geht ja doch kein Weg daran vorbei. Also reibe ich mich stattdessen mal an den Prognosen einiger moderner Seher, auch genannt „Analysten“, die – im Gegensatz zur restlichen Nicht-Fachpresse – schon vor dem dem 4. Oktober ein recht realistisches Bild von den kommenden Marktverhältnissen im Smartphone-Bereich zu zeichnen in der Lage waren.
Aus dem Begriffs-Sammelsurium „Android, WindowsPhone OS, iOS5, aber auch Samsung Nexus Prime, HTC Titan und Radar sowie Nokia Mango-Smartphone“ schüttelt der oder die von der Digitimes nicht näher benannten Analysten sich nicht etwa einen Reim, nein sie basteln sich gleich einen handfesten Kaffeesatz daraus und ziehen dann so ihre Schlüsse.

Ok, dass sich das Gross-Konglomerat Microsoft/Nokia einen kleinen Teil vom Kuchen abschneiden wird, steht eigentlich fest. Die Schätzung der Zitierten von „etwa 5 Prozent Marktanteil“ scheint da auch eher konservativ angesetzt, aber viellicht rechnen die nur in 5er-Schritten und 10 Prozent hätten zu gewagt ausgesehen. Der Startschuß für den Angriff auf den Rest der Smartphone-Welt durch die beiden Ex-Marktführer soll jedenfalls ziemlich sicher am 26. Oktober erfolgen, denn an diesem Tag wird Nokia wohl die Telefone HTC Radar und HTC Titan als erste Nokia-Mango/WP7-Smartphones auf seiner „Nokia-World“ vorstellen.

Bereits zwei Wochen früher, genauer gesagt am 11.10., wird von Samsung die Präsentation des neuen Nexus Prime während der CTIA-Handelsmesse in den USA erwartet, das mit der neuesten, als „Ice Cream Sandwich“ bekannt gewordenen Android-Version bespielt sein wird. Hauptmerkmal des „Prime“ wird wohl der mit 1,5GHz Taktrate recht flotte DualCore-Prozessor sein, der unter dem 4,65 Zoll großen Display seine Arbeit verrichtet. Trotz der enormen Geräteauswahl sehen die Damen und/oder Herren Kaffeesatzgucker den Anteil der Android-Devices am Gesamtmarkt aber eher sinken. Bis auf 50 Prozent, oder gar 40 Prozent Marktdurchdringung könne es da herunter gehen, wird fabuliert, jeweils zu Gunsten von Windows, iOS oder anderen.

Ja und Apple? Das heute in etwa 20 Prozent aller Smartphone-Nutzerhänden zu findende iOS, ab dem 12.10 dann in Version 5 erhältlich, werde sich ebenfalls weiterverbreiten. Die Verbilligung der Modelle 3Gs, iPhone 4/8GB, etc. soll unter anderem in dem extrem bevölkerungsreichen China für eine weiter steil steigende Wachstumskurve sorgen, so dass den Kaliforniern ein weiteres 5-Prozent-Päckchen auf 25 Prozent am Gesamtmarkt zugetraut wird. Vielleicht wird auch das Hardware-Upgrade am iPhone 4S mit verdoppeltem CPU-Kern und stark verbesserten Rendering-Fähgkeiten von den Kunden etwas weniger dilettantisch bewertet, als von ober genannter Nachplapper-Presse, ja möglicherweise wissen die Leute das ja sogar zu schätzen und man kann dadurch die Erwartungen mal wieder übertreffen; in Puncto Wachstum ist Apple ja immer für eine Überraschung gut.

Ein Restrisiko besteht für den Konzern aus Cuppertino allerdings in dem Umstand, dass nicht ganz so kaufkräftige Kunden ihre Kaufabsicht in die Zukunft schieben könnten, bis das iPhone 5 kommt beispielsweise. Sollte es nach der Einführung der echten 5ten Generation – wahrscheinlich irgendwann in 2012 – dann wieder so sein, dass die „Undifferenzierten“ das Teil schlecht reden, oder gar der Bonus der allumfassenden Berichterstattung über jeden noch so kleinen Apfelnachwuchs bis dahin dahin ist, dann kann das aber leider auch ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen. Ich will hier nicht den schwarzen Pennystock-Peter an die Wand malen, aber wie man sich kurz vor der Insolvenz fühlt haben die Apple-Aktionäre ja wohl schon das ein oder andere Mal erleben dürfen.

* Die für 100 Prozent fehlenden Anteile in der Prognose verteilen sich vermutlich auf WebOS- und MeeGo-Devices, ein paar andere kleine Eigenentwicklungen und natürlich das Amazon Kindle Fire.

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