Deutsche Bahn nutzt Drohnen gegen Sprayer

von Anne Fröhlich

· 1 min Lesezeit

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Neue Wege bei der Graffiti-Bekämpfung – die sucht momentan die Deutsche Bahn. Sprayer verursachen dem Konzern jährlich einen Schaden von 7,6 Millionen Euro, 2012 wurden rund 14.000 Graffiti erfasst. In Baden-Württemberg sollen nun Drohnen die Überwachung von Abstellanlagen übernehmen und gerichtsfest Sprayer-Besuche dokumentieren.

Mit Wärmebildern vor Gericht

Wie soll das funktionieren? Die Drohnen werden speziell aufgerüstet. Zum einen wäre da die besonders wichtige Lackierung im Rot der Deutschen Bahn sowie das Anbringen des Logos. Damit die Sprayer auch wissen, von wem sie überwacht werden. Hinzu kommen Wärmebild-Kameras, die die Bilder an einen Operator am Boden weitergeben. Werden per Wärmesensor Menschen entdeckt, so müsse man laut Deutscher Bahn sehen, ob es Sinn macht, ein Video aufzuzeichnen.Wie lange die Videos gespeichert werden, darüber gibt es keine Angaben. Sie sollen aber dazu dienen, die Täter zu identifizieren und vor Gericht Schadensansprüche durchzusetzen. Der Einsatz der Drohnen ist zur Zeit nur für große Areale wir Abstellgleise geplant, nicht für Bahnhöfe. Vor allem, weil die Nutzung außerhalb der geschlossenen Gelände der Deutschen Bahn Aspekte des Datenschutzes berührt.

Technische Daten der Drohnen

Die Drohnen können vom Boden aus gesteuert werden, erreichen dann aber nur einen Flugradius von 500 Metern. Zusätzlich wird es einen Auto-Piloten geben, durch den bis zu 40 Kilometer lange Strecken möglich werden. Die Drohnen können mit bis zu 54 Kilometer pro Stunde fliegen und erreichen eine Höhe von bis zu 150 Metern – wofür laut Flugverkehrsrecht bereits eine Genehmigung benötigt wird. Der Einkaufspreis der Drohnen liegt bei 60.000 Euro pro Stück. Kritiker stellen aufgrund des hohen Preises die Rentabilität der Maßnahme in Frage. Zumal die Deutsche Bahn auf ihren Abstellgleisen bereits über Bewegungsmelder verfügt, teilweise sogar Wachschutz engagiert hat.

Rechtlich gesehen ist die zivile Nutzung von Drohnen noch wenig geregelt. Der Steurer der Drohnen muss keinen Schein erwerben und auch eine Verkehrszulassungspflicht besteht nicht. Allerdings dürfen die Drohnen nicht höher als 100 Meter fliegen, weder Luftverkehr noch Mitmenschen verletzen und sollten sich immer in Sichtweite des Steuernden befinden.

Parrot Drone

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