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WM 2018: Der Videobeweis & dein Smartphone



Zugeordnete Tags Video | Smartphone | Fußball

Gestern war es so weit: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wurde eröffnet. Schön und gut – aber warum sollte ein Technik-Blog darüber schreiben? Naja, Fußball hat viel mit der richtigen Technik zu tun! Und damit kennen wir uns aus – also mit Technik, nicht mit Fußball. In Folge 1 unserer WM-Serie geht es um den Videobeweis und die Frage, was der mit eurem Smartphone zu tun hat.

Erstmalig, und das ist wohl das Besondere an der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft, wird der Videobeweis eingesetzt. Er dient dazu, Fehlentscheidungen während eines Fußballspiels zu vermeiden. Dafür wird ein sogenannter Videoschiedsrichterassistent eingesetzt, der die Entscheidungen des Hauptschiedsrichters mittels der Kamera-Aufzeichnungen analysiert.

Die Technik hinter dem Videobeweis

Für die Aufzeichnungen werden mehr als 30 Highend-Kameras eingesetzt, von denen acht Super-Slow-Motion- und vier Ultra-Slow-Motion-Kameras sind. Das heißt, sie nehmen mindestens 960 Bilder pro Sekunde auf, manche auch mehr. Und wozu wird das beim Videobeweis benötigt?

Wenn der Videoschiedsrichterassistent eine Entscheidung prüfen möchte, dann ist es für ihn von großem Vorteil, sich die Aufzeichnung in Zeitlupe anzusehen. Je mehr Bilder pro Sekunde eine Kamera aufnimmt, desto flüssiger und detailreicher ist anschließend die Zeitlupenansicht. Für eine Super-Slow-Motion-Kamera muss man aber nicht unbedingt ins Fußball-Stadion gehen – bei manchen reicht schon der Griff zum Smartphone.

Slow-Motion mit dem Smartphone

Bei den meisten Smartphones nimmt die Kamera Videos mit 10 bis 240 Bildern pro Sekunde (fps) auf; für flüssige Slow-Motion-Videos braucht ihr mindestens 120 fps. Die Kamera-Technik von Smartphones ist aber mittlerweile soweit fortgeschritten, dass ihr mit einigen Modellen sogar eigene Super-Slow-Motion-Aufnahmen machen könnt. Welche Modelle das sind, verrate ich euch jetzt:

Sony Xperia XZ & Sony Xperia XZ2

Das Flaggschiff von Sony hat in der normalen sowie in der Premium-Version eine 960-fps-Zeitlupe mit an Bord, die ihr während der Videoaufnahme immer für kurze Zeit mit aktivieren könnt. Da allerdings bei 960 Bildern pro Sekunde nur wenig Licht den Kamera-Sensor erreicht, sind die Slow-Motion-Aufnahmen eher dunkel. Sony versucht zwar über eine Erhöhung der ISO entgegenzuwirken, aber das führt leider zu einem Rauschen des Bildmaterials.

Samsung Galaxy S9

Knapp ein Jahr nach Sony legte auch Samsung nach: Mit dem Galaxy S9 könnt ihr ebenfalls Super-Slow-Motion-Aufnahmen mit 960 fps machen – allerdings nur für 0,2 Sekunden am Stück. Es gibt einen automatischen Modus, der laut Samsung erkennt, wann eine Bewegung im Bild ist und dann von allein die Super-Zeitplupe auslöst. Alternativ könnt ihr diese aber auch manuell starten.

Sowohl für Sony als auch für Samsung gilt: Um 960 Bilder pro Sekunde aufzunehmen, müsst ihr die Videoqualität auf 720 Pixel herunterstellen. Die Aufnahmen werden also nicht so knackig hochauflösend.

Die Kamera des Samsung Galaxy S9
Die Kamera des Sony Xperia XZ2

So nützlich ist die Super-Zeitlupe

Die richtige Technik macht also den Unterschied – auch beim Videobeweis. Die Zeitlupen-Kameras sind bei der heute startenden WM immens wichtig, um die Entscheidungen des Schiris zu überprüfen. Für euch privat lohnen sich Super-Slo-Mos vor allem für besondere Momente mit Bewegung: Der Kuss des Brautpaares bei einer Hochzeit, der Zieleinlauf beim Marathon, der besondere Stunt mit dem Skateboard oder einfach nur ein Ball, der auf die Wasseroberfläche trifft.

Das war Teil 1 unserer WM-Kolumne, schaut gern nächste Woche wieder rein!

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