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Weihnachten - das Fest des Elektroschrotts?



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LED-Kerze mit beweglicher Flamme - nett...aber auch nur nett
LED-Kerze mit beweglicher Flamme - nett...aber auch nur nett

Weihnachten ist das Fest für Technik-Geschenke schlechthin. Ich wette, auch auf eurem Wunschzettel steht ein Smartphone, ein Tablet oder vielleicht ein E-Book-Reader. Zudem sind elektrische Geräte auch ein gutes Geschenk für Freunde und Verwandte, die schon alles haben und denen wir eine kleine, originelle Freude machen wollen.

Passend dazu habe ich heute eine LED-Kerze aus meinem Adventskalender-Türchen gefischt. Ich kicherte kurz, schaltete das Ding ein und ja, das war’s dann auch. Denn sind wir mal ehrlich, vor allem diese kleinen und „geistvollen“ Technik-Geschenke landen meist ganz hinten im Schrank und wandern nach Jahren des Vergessens letztendlich doch in den Müll. Und genau hier entsteht das Problem – Elektroschrott. Was ihr mit euren ausgedienten Technikprodukten noch anfangen könnt, erfahrt ihr hier.

Altgeräte überall

Glänzende Auge, zerfetztes Geschenkpapier und das neue Smartphone in der Hand – glückseliger könnte die Bescherung nicht verlaufen. Aber was passiert mit dem alten Mobiltelefon?

Nun, es gibt mehrere Möglichkeiten: Zum einen könnt ihr euer bisheriges Smartphone als Backup-Gerät behalten, falls das neue Modell wider Erwarten zur Reparatur muss. Zum anderen lohnt es sich, im Freundeskreis herumzufragen, ob jemand das ausgediente Telefon haben möchte oder es alternativ im Internet feil zu bieten.

Zum Beispiel könnt ihr bei eBay bequem eure Technikprodukte versteigern oder diese in den Kleinanzeigen Käufern aus eurer Region anbieten. Auch bei Cyberport erhaltet ihr mit FLIP4NEW die Möglichkeit, eure Altgeräte zu Geld zu machen. Ihr ermittelt im Vorfeld den Ankaufswert eures Elektrogeräts und schickt es anschließend kostenlos an FLIP4NEW. Nachdem euer Altgerät erfolgreich geprüft wurde, wird euch das Geld auf euer Konto überweisen und einen bis zu 30-Euro-Gutschein von Cyberport gibt es obendrauf.

Doch nicht nur zu Weihnachten sammeln sich Altgeräte. Werft einmal einen Blick in eure Wohnung, sicher haben sich einige Technik-Gegenstände angesammelt, die ihr nicht mehr benutzt oder die den Geist aufgegeben haben: Eine elektrische Zahnbürste mit defektem Akku, der verhasste digitale Bilderrahmen oder der singende Weihnachts-Esel in der Cyberport-Redaktion. Für all das wird sich kaum ein Abnehmer finden, sodass wir die Geräte ohne schlechtes Gewissen entsorgen. Aber bitte nicht im Hausmüll!

Wohin denn nun mit dem Elektroschrott?

Es gibt viele Möglichkeiten, Elektroschrott loszuwerden. Zum einen verfügt Deutschland über etwa 1.500 Recycling- oder Wertstoffhöfe, die eure privaten Elektrogeräte kostenlos entgegennehmen. Großgeräte holt der Entsorger gegen eine kleine Gebühr bei euch Zuhause ab. Wie genau das ganze funktioniert könnt ihr bei eurem örtlichen Entsorgungsträger erfragen – telefonisch oder im Internet.

Darüber hinaus nehmen auch die meisten Elektronik-Händler eure ausgedienten Geräte an. Jedoch beruht dieser Service auf Freiwilligkeit, sodass ihr euch am besten im Vorfeld erkundigt, ob euer favorisierter Händler an dieser Aktion teilnimmt.

Falls euch beide Varianten zu aufwendig sind, bietet die Deutsche Post einen interessanten Service an: Kleine Elektrogeräte könnt ihr mit Electroreturn kostenlos verschicken, die Post leitet diese an ihren Recycling-Partner ALBA in Berlin weiter.

Dafür druckt ihr euch kostenlos die Electroreturn-Versandmarke aus, klebt diese auf einen Briefumschlag und steckt euer ausgedientes Gerät hinein. Anschließend werft ihr den Umschlag in einen Briefkasten oder gebt ihn in jeder Filiale der Deutschen Post ab. Hierbei könnt ihr alle Geräte verschicken, die bequem in einen Maxibrief (35 mal 25 mal 5 Zentimeter) passen und ein Höchstgewicht von 1.000 Gramm nicht überschreiten.

Darüber hinaus informiert Electroreturn auf einem eigenen Blog rund um das Thema Elektroschrott und widmet sich auch den Technik-Geschenken zur Weihnachtszeit.

Planvoller Geschenkekauf

Natürlich wäre es schön, wenn sich gar nicht erst so viele Altgeräte ansammeln würden. Schließlich erzeugte jeder Deutsche im Jahr 2012 durchschnittlich 23 Kilogramm Elektroschrott. An dieser Stelle könnt ihr einen Beitrag leisten und eure Geschenke sorgfältig auswählen.

Fragt euch im Vorfeld, ob der Beschenkte wirklich Verwendung für eure Geschenkidee hat, oder ob es nur eine witzige Notlösung ist. Für die Freunde und Verwandten, die alles haben, ist meiner Meinung nach ein Gutschein das Richtige – denn dann bekommt jeder auch genau das, was er wirklich gern haben möchte.

In diesem Sinne wünschen wir euch besinnliche Feiertage und die ersehnten Geschenke unterm Weihnachtsbaum.

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4 Kommentare

  1. DerLars schrieb am
    Bewertung:

    wo bekommt man den Esel?

    • Elsa Philipp schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Lars,
      uns haben die Weihnachtselfen mit dem singenden Esel beglückt, daher wissen wir auch nicht genau, wo du ihn herbekommst. Er hört aber auf den Namen "Singing animal with moving ears" und mit Hilfe von Google findest du ihn bestimmt.

      Beste Grüße
      Elsa

  2. Caroline M. schrieb am
    Bewertung:

    Jeden Jahr hoffe ich, dass die Menschen sich auf den eigentlichen Sinn des Festes besinnen – Liebe und Frieden. Ich hoff(t)e, dass das Fest nicht wieder zum Konsumrausch wird. Wenn ich mich allerdings in den Einkaufszentren umgucke, wüten hier die gestressten Weihnachtsshopper. Ich hoffe wirklich, dass mit steigendem Konsum nicht der Müllberg noch mehr wächst. Ich finde man kann ausgediente Geräte ruhig mal reparieren lassen oder auch an bedürftige verschenken/ spenden.
    Der Tipp mit der richtigen Entsorgung ist viel wert. Ich habe auch erst vor Kurzem einen Anbieter gefunden, der postalisch kostenlos Elektroschrott entgegen nimmt (vielleicht auch für andere interessant http://www.elektroschrott.de/elektroschrott_einschicken)
    Viele Geräte nehmen sie auch kostenlos entgegen. Solche Hinweise/ Artikel sind wichtig – gerade in dieser Zeit. Danke!

  3. Steffan Holzmeier schrieb am
    Bewertung:

    Ja die von den Vereinten Nationen begleitete Initiative "Solving the E-Waste Problem" (Step) hat dazu eine Studie veröffentlicht die bei Google+ von http://www.entsorgung.de/ gefunden habe. Wir produzieren ja mal mehr Elektromüll als die vergangenen Jahre. Aber wen wunderts mit dem technischen Stand den wir mittlerweile haben und dem Verschleiß. Man sagt ja auch immer, alle Jahre ein neues Smartphone, Tablet oder Notebook. Dabei gibt es so viele Entsorgungsmöglichkeiten, die zertifiziert den Spaß entsorgen oder recyceln. Das der Müll an Weihnachten zunimmt, gut geschrieben und irgendwo klar zu sehen. Hallo Konsumgesellschaft.

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