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Was passiert ohne Windows-XP-Support? (Ein OS-Nachruf)



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Ab dem 8. April entfällt der Support für Windows XP
Ab dem 8. April entfällt der Support für Windows XP

Noch ist es nicht tot, doch die Schlagzeile ist derzeit in aller Munde: Am 8. April wird der Support für Windows XP eingestellt. Was genau dies bedeutet, erkläre ich euch gleich. Doch erst einmal möchte ich mit euch in der Zeit zurück reisen – und zwar genau zum 25. Oktober 2001, als Windows XP das Licht der Welt erblickte.

Ich erinnere mich noch an die ersten kritischen Stimmen zum damals neuesten Microsoft-Betriebssystem. Diese reichten von „Alles so hässlich rundgelutscht“ über „Die Hardware-Anforderungen sind unrealistisch“ bis hin zu „Sieht aus wie ein Bonbon“. Trotz der harschen Worte sollte uns Windows XP mehr als eine Dekade lang begleiten.

Dank des Windows-NT-Kernels zeichnete sich XP durch eine hohe Stabilität aus. Und in Kombination mit einer vereinfachten Bedienung sowie der „Plug & Play„-Hardware-Erkennung hielt das System rasanten Einzug auf die Heim-Rechner (und in unsere Herzen). Doch bald ist sie vorbei, die Ära von Windows XP.

Was bedeutet der auslaufende Support für den Heimgebrauch?

Mit dem Ende des Supports versetzt Microsoft XP den Todesstoß. Ab diesem Tag werden keine Sicherheitslücken mehr geschlossen und keine Updates mehr bereit gestellt. Das bedeutet konkret: Jeder Windows-XP-Rechner ist anfällig für Schadsoftware sowie Hacker und eure Daten sind nicht mehr sicher. Zudem ist die Architektur des Systems auch nicht mehr auf dem neuesten Stand, wodurch Angreifer ein leichtes Spiel haben.

Falls ihr noch zu denjenigen gehört, die Windows XP nutzen, solltet ihr euch bis zum 8. April eine OS-Alternative überlegen. In Frage kommen natürlich die XP-Nachfolger Windows 7, 8 und 8.1. Wenn ihr euch gern etwas intensiver mit eurer Software auseinandersetzt und vor allem freie Programme schätzt, könnte auch Linux eine Option darstellen. Vor allem Netbooks und Rechner mit nicht mehr ganz aktuelle Hardware profitieren von dem ressourcenschonenden System.

Windows XP im öffentlichen Dienst

Wirklich problematisch wird der auslaufende Support jedoch außerhalb der eigenen vier Wände. Beispielsweise operieren 90 Prozent der Geldautomaten mit Windows XP. Gerade an dieser Stelle wird die mangelnde Sicherheit problematisch. Doch auch Behörden setzen noch immer auf XP. Alle Einrichtungen, deren Automaten oder PCs noch mit Windows XP betrieben werden, können bei Microsoft eine individuelle Support-Verlängerung beantragen. Dies ist jedoch mit einem immensen finanziellen Aufwand behaftet. Zudem werden auch XP-spezifische Zusatzprogramme wie Java oder Virenschutz-Software nicht weiter unterstützt, sodass auch hier Sicherheitslücken entstehen.

Letztendlich hilft es alles nichts: Windows XP hat ausgedient. Doch in unseren Erinnerungen wird das bunte Betriebssystem selbstverständlich weiter leben – als erstes Microsoft-System, bei dem es nur noch selten einen Bluescreen gab.

Aber nun Hand aufs Herz: Wer von euch ist noch mit Windows XP unterwegs? Und was werdet ihr ab dem 8. April tun?

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