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Waldschlösschenbrücke & Kranbesetzung



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Robin Wood polarisiert
Heute Morgen tat sich ein weiteres Kapitel im Streit um die geplante Dresdner Waldschlösschenbrücke auf: Eine Gruppe Robin-Wood-Aktivisten kaperte den sich nicht sonderlich gut ins Welterbe einpassenden Baukran und entrollte ein Transparent mit der Aufschrift: „Politik für Menschen statt für Autos! Brücke stoppen“. Eine Aktion, die von schaulustigen Demokraten älteren Semesters mit Argumenten wie „Ihr seid ja dumm!“, „Ihr Taugenichtse!“ oder „Hätte ich ein Gewehr, würde ich euch runterschießen!“ bedacht wurde. – Eine Aktion mithin, die polarisiert: Einerseits ist sie Kalkwasser auf die Betonmühlen derer, die den Bau der Brücke gegen alle Widerstände durchzusetzen gewillt sind, Naturschutz hin, Tunnellösung her: Schließlich kann es ja nicht angehen, dass ein paar grünbewandtete Hallodris mit unlauteren Mitteln (auch für Baustellen gilt Hausfriedensbruch) Bürgerwillen torpedieren. – Weil aber andererseits eben dieser Bürgerwille im ersten Brückenbau-Bürgerentscheid vor drei Jahren ob des Fehlens von weiteren Elbquerungsvorschlägen in alternativlose Bahnen gelenkt wurde, kann die Robin-Wood-Kranbesetzung auch als Warnsignal an den Dresdner Stadtrat gesehen werden. Dieser lässt sich mit seiner Entscheidung über die Zulässigkeit eines neuen Bürgerentscheides äußerst viel Zeit; voraussichtlicher Beratungstermin ist der 30. April, und bis dahin dürften noch einige Tonnen Brückenbeton in den Elbwiesen versenkt worden sein. Es wäre schade, wenn man auf diese Weise die vieltausenden Brückengegner (wohlgemerkt Brücken- und nicht Elbquerungsgegner!) vor vollendet-betonierte Brückentatsachen stellt.

Polizisten filmen die Besetzungsartisten
Brücke stoppen. Tunnel starten.
Besetzungsakrobatik als Drahtseilakt
Dampferfahrt durchs idyllische Elbtal
Dampferfahrt durchs idyllische Elbtal
Waldschlösschenbrücke: Das ist unser Kran“

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2 Kommentare

  1. joe schrieb am
    Bewertung:

    Tja, das haben die Bürger nun davon. Am Ende schreien alle immer lauthals auf und es passiert dann doch nichts mehr.

    Ist hier in Berlin ähnlich. Der Flughafen Tempelhof (weltweit erster Verkehrsflughafen) soll nach nun 12 Jahren dauernder Planung dichtgemacht werden. Da war in den letzten 12 Jahren auch kaum Wiederstand zu spüren. Und jetzt kommt der ganz große Aufriss mit Bürgerentscheid (an den sich die Regierung eh nicht halten will) und begleitenden Wahlkampfähnlichen Auseinandersetzungen.

    Irgendwo haben meiner Meinung nach die Leute selbst schuld. Wenn ganz Dresden, naja vielleicht 70%, auf die Straßen ginge, hätte keiner der feinen Politiker und Baulöwen noch eine Chance. Mit Zehntausenden Leuten die Baustelle blockieren, das Rathaus belagern, die Verwaltung lahmlegen. Das würde wohl jetzt noch etwas bewirken. Aber den Leuten ist das anscheinend nicht wichtig genug.

  2. Pingback: Blogbeiträge zur Waldschlösschenbrücke | Statistik in Dresden

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