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Unterwegs in Kanada – Québec und Montréal



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Die letzten Tage unserer Reise
Die letzten Tage brachen in Québec an, leider. Wir hatten aus unserem Fehler in New York gelernt und uns in Québec auf eine Halbtagestour zum Kennenlernen beschränkt. Den Nachmittag wollten wir für die individuelle Erkundung der Stadt freihalten. Das ist die Stadt mit ihrem Charme auf jeden Fall wert. Wenn man Zeit hat, kann man auch hier mehrere Tage angenehm verbringen.
Los ging es in der Unterstadt direkt am Hafen. Kleine Gässchen verlaufen hier zwischen sehr gepflegten Häusern, dazwischen immer wieder viel Grün – so macht das Bummeln Spaß. Die meiste Zeit über hat man dabei das „Chateau Frontenac“ im Blick. Dem Namen nach ist es zwar ein Schloss, es war aber schon immer ein Hotel, errichtet von der Eisenbahngesellschaft, um einen Teil der Kosten für den Schienenbau wieder hereinzuholen. Etwas südlich liegen Cap Diamant und die Zitadelle der Stadt. Leider hatten wir während des kurzen Stopps nur Gelegenheit, auf den St.-Lorenz-Strom, nicht aber auf die Stadt zu blicken. In der Ferne ist die Pont de Quebec mit ihrer eigenwilligen Stahlkonstruktion zu sehen. Nach einem weiteren kurzen Stopp am Chateau Frontenac mit Blick über die Stadt und die die Unter- und Oberstadt verbindende Zahnradbahn ging es hinaus auf die „Île d’Orléans“ zur Kathedrale der heiligen Anne und den Wasserfällen von Montmorency. Diese führen zwar viel weniger Wasser als die Niagarafälle, sind aber mit 83 m ca. 30 m höher als diese. In einer Stunde lassen sie sich bequem umrunden und von allen Seiten betrachten. An den Fällen befindet sich auch „Manoir Montmorency“, die ehemalige Sommerresidenz von Prinz Edward, dem Vater von Queen Victoria.

Am Nachmittag habe ich die Unter- und Oberstadt individuell erkundet und konnte ohne Zeitdruck durch die Gassen gehen und das Flair genießen. Neben und auf der alten Stadtmauer ging es anschließend zur Zitadelle hinauf und die Stadt lag mir zu Füßen, mit Nachmittags- und Abendsonne in einer herrlichen Stimmung. Am Abend leuchtete die Stadt in Gelb- und Brauntönen; Gelegenheit, die für die Nacht optimierten Motivprogramme der FZ62 zu testen.

Québec Altstadt
Québec Altstadt
Québec Altstadt
Blick auf Le Chateau Frontenac
Québec Altstadt
Québec Altstadt
Montmorency Falls
Manoir Montmorency - Sommerresidenz von Prinz Edward
Manoir Montmorency - Sommerresidenz von Prinz Edward
Québec“

Über Nacht ging es nach Montréal, unsere letzte Station auf dieser Reise. Zunächst stand hier ein Besuch im St. Bruno National Park an. Man beachte die Fotogalerie auf der rechten Seite, so hätte der Indian Summer aussehen können :-( Die uns führende Rangerin erklärte uns gleich zu Anfang, warum es in diesem Jahr keinen Indian Summer geben wird: Es war zu trocken und dadurch fallen die Blätter nach dem Absterben direkt vom Baum, statt wie sonst noch einige Zeit an diesem hängen zu bleiben und ihre Färbung zu präsentieren. Und wie schon geschrieben, fehlte der erste Frost, um den „Startschuss“ für die Winterpause zu geben. Die etwa zweistündige Wanderung war daher weniger spektakulär, woran auch das trübe Wetter und der später einsetzende Regen Schuld hatten. Im Informationsraum fanden sich neben Exponaten und Informationen zum Park auch einige Schulbänke aus vergangenen Zeiten, die Hälfte von ihnen mit iPads modernisiert, nette Idee.

In Montréal verzichteten wir auf eine organisierte Stadtführung, die bei Regen wohl keinen Spaß gemacht hätte, und erkundeten die Stadt auf eigene Faust. So konnten wir, wenn es zu windig und nass wurde, einfach in den unterirdischen Teil der Stadt verschwinden. Es soll hier 33 km Wege mit Geschäften und Restaurants geben! Auch wenn es im neuen Stadtzentrum einiges zu sehen gibt, wirkte an diesem Tag doch alles grau in grau. Daher gab es nur einen zweistündigen Rundgang zum Kongresszentrum, der großen Kirche „Notre Dame“ und dem alten Hafen. Dieser wurde offensichtlich in den letzten Jahren kräftig umgebaut und beherbergt nun einen Yachthafen, einen kleinen Park mit historischem Leuchtturm und das Montréal Wissenschaftzentrum. Das alte Ufer wurde in ein grünes Band verwandelt, im Sommer bestimmt sehr schön zum Verweilen.

Durch den späten Abflug hatten wir einen zweiten Tag in Montréal geschenkt bekommen und diesmal war das Wetter auf unserer Seite. Wir entschieden uns für den Olympia Park mit dem Montréal Tower, dem Biodome und dem Botanischen Garten. Zunächst ging es hinauf auf den schiefen Turm von Montréal – 45° Neigung und 165 m hoch. Leider gibt es nur einen Aufzug mit einer einzigen Kabine, so dass alles etwas länger dauert. Oben bietet sich ein herrlicher Rundumblick über Montréal und seine Umgebung. Wieder unten, ging es in den Biodome, eine umgebaute Austragungsstätte der Olympischen Spiele von 1976. Ein Muss, wenn man in Montréal ist! Das Gebäude beherbergt vier verschiedene Lebensräume (Regenwald, Laubwald, St.-Lorenz-Strom sowie Süd- und Nordpol), jeweils vertreten mit Pflanzen und Tieren. Im Regenwald sahen wir zum Beispiel bunte und laute Papageien, Affen und Krokodile, gefolgt von Luchsen, diversen Fischen und schließlich Pinguinen in der kühlen Polarzone. Hier kann man problemlos mehrere Stunden vertun, ohne sich zu langweilen.

Damit die Panasonic Lumix FZ62 auch wieder einmal erwähnt wird: Bei den Pinguinen hat sich der „durch Glas“-Modus endlich bewährt. Zunächst versuchte ich, die Tiere im P-Modus zu fotografieren, die Kamera fokussierte aber immer auf die Scheibe. Erst im „durch Glas“-Modus zielte sie korrekt auf die dahinter befindlichen Pinguine.

Die letzte Station war der Botanische Garten/Jardin botanique de Montréal. Er bietet alles, was man von einem botanischen Garten erwartet: Gebiete mit speziellen Themen (Japanischer Garten, Ureinwohner, Hausgarten usw.), Gewächshäuser, eine Insektenausstellung und viele Wege zwischen Grün zum Entspannen. Der Chinesische Garten war mit unzähligen Figuren und Laternen gefüllt, es fand nämlich gerade die 20. „The Magic of Lanterns“-Ausstellung statt. Für meinen Geschmack waren es zu viele Figuren auf einem Fleck (siehe letztes Foto). Aber vielleicht wirkt es nachts ansprechender, wenn sie leuchten.

Die gezeigten Bilder sind nur eine kleine Auswahl, für alle ist hier kein Platz. Ein Album bei Picasa und Co. kann ich leider noch nicht anbieten, da ich noch keine Zeit gefunden habe, die Fotos zu sortieren. New York und Québec sind auf jeden Fall einen zweiten Besuch wert; hoffentlich ergibt sich noch einmal die Gelegenheit, diese Städte zu besuchen!

Lernen - damals und Heute
Downtown
Palais de Congrès
Weihnachten ist ja auch bald...
Eine Spur von Indian Summer
Im alten Hafen
Downtown
Olympia-Gelände
Blick vom Olympia-Turm
Blick vom Olympia-Turm
Im Biodome
Botanischer Garten/Lampion-Festival
Botanischer Garten/Lampion-Festival
Montréal“

Die Fotos im Original finden sich hier: Québec (50 MB) und Montréal (50 MB).

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2 Kommentare

  1. Torsten schrieb am
    Bewertung:

    Hach – da werden Erinnerungen wach. Sehr schön. Da erlaube ich mir mal, auf meine nun schon drei Jahre alten Reiseberichte zu verlinken:

    Montréal:
    http://blog.blechkopp.net/reisen-urlaub/kanada-montreal-1644/

    Québec City:
    http://blog.blechkopp.net/reisen-urlaub/kanada-quebec-city-1653/

    Grüße,
    Torsten

  2. Dirk Haase schrieb am
    Bewertung:

    @Torsten. Danke. Werde mir deine Reiseberichte später durchlesen, in den Bookmarks sind sie schon.

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