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Neue Firmenzentrale: Apple baut sich ein Raumschiff



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die neue Firmenzentrale - Apple Campus 2
die neue Firmenzentrale - Apple Campus 2

Im Oktober letzten Jahres segnete der Stadtrat sowie der Bürgermeister von Cupertino ohne Gegenstimme das ehrgeizige Projekt Apple Campus 2 ab und erteilte die endgültige Baugenehmigung. Die Fertigstellung der neuen Apple-Zentrale auf dem ehemaligen HP-Firmengelände, dessen Abriss bereits begonnen hat, wird voraussichtlich 2016 erfolgen.

Der neue Apple Campus ähnelt einem riesigen Raumschiff. Die Planungen für dieses Projekt begannen bereits in den achtziger Jahren. Am 07. Juni 2011 präsentierte Steve Jobs persönlich die Pläne vor dem Stadtrat von Cupertino. Da es nicht nur Lob, sondern auch Kritik (Verschwendung riesiger Flächen, befürchtetes Verkehrschaos rund um den Campus usw.) für das Projekt gab, besserte Apple in den letzen beiden Jahren nach. Dadurch stiegen die veranschlagten Baukosten jedoch von drei auf fünf Milliarden US-Dollar. Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs stellte eine teure Wunschliste auf: An den Außenwänden des Hauptgebäudes darf keine Fuge oder Lücke zu sehen sein, es soll wie aus einem Guss wirken. Mit der Anfertigung der  gebogenen Fensterfront wurde eine Spezialfirma aus Deutschland beauftragt, insgesamt werden sechs Quadratkilometer Glas benötigt.

Große Grünanlage, viel Glas

Die Gesamtfläche der Anlage beträgt über 260.000 Quadratmeter und ist damit so groß wie das Pentagon. Für Büro- und Forschungsgebäude werden ca. 56.000 Quadratmeter veranschlagt. In den Tiefgaragen ist Platz für 2.400 Autos, in einem weiteren Parkhaus mit vier Decks gibt es zusätzlich noch einmal 6.000 Plätze. Insgesamt sollen 12.000 Apple-Mitarbeiter in der Firmenzentrale arbeiten. Das vierstöckige runde Firmengebäude ist von einer riesigen Grünanlage umgeben, auch der Innenkreis wird begrünt. Insgesamt sollen 7.000 Bäume gepflanzt werden, dabei sind 309 verschiedene Baumarten geplant, darunter Pflaumen-, Kirsch- und Apfelbäume sowie Datteln. Mit einer offenen Bauweise mit viel Glas und hellen Baumaterialien im Inneren des 24 Meter hohen Gebäudes will man erreichen, dass die Mitarbeiter sehr kommunikativ miteinander arbeiten können, bei schönem Wetter sogar im Freien. Neben Büros und Laboren entstehen auch Ruheräume und eine Mensa. Für die sportliche Betätigung steht den Mitarbeitern ein über 9.000 Quadratmeter großes  Fitness-Studio auf dem Firmengelände zur Verfügung.

Das Auditorium mit ca. 1.000 Sitzplätzen wird unterirdisch gebaut. Der überirdische, runde Eingang aus Stahl und Glas ähnelt dem Eingang des New Yorker Apple Stores. In diesem Auditorium wird Apple in Zukunft dann seine Produktvorstellungen abhalten. Für kleinere Pressekonferenzen wurden rund um das Hauptgebäude kleinere Pavillons errichtet.

viel Glas und Natur
Mensa
Besuchereingang
Mitarbeitereingang
Presse - Pavillon
viel Glas und Natur

Eigenes Kraftwerk & erneuerbare Energien

Bei der Energieversorgung setzt Apple ausschließlich auf erneuerbare Energien, der benötigte Strom wird aus Solarzellen und Biogas-Generatoren erzeugt. Dank eines eigenen Kraftwerks ist die Firmenzentrale unabhängig vom städtischen Stromnetz. Durch die Bauweise des Hauptgebäudes will man 70 Prozent des Jahres auf den Betrieb der Klimaanlagen verzichten. Das Wasser will Apple selber recyceln und die Angestellten werden mit Bussen befördert, die mit Biodiesel angetrieben werden. Das Gelände bekommt eine eigene Auffahrt zur Interstate 280.

Anders als beim derzeitigen Apple-Hauptquartier wird es im Campus 2 keinen Apple-Shop geben. Aus Angst vor Datenspionage wird das neue Firmengelände einem Hochsicherheitstrakt gleichen, der nur von Mitarbeitern betreten werden darf.

Mit dem Apple Campus 2 geht ein großer Traum von Steve Jobs in Erfüllung: die Verbindung von Apple mit einer herausragenden architektonischen Leistung. Der Architekt ist übrigens kein Geringerer als Sir Norman Foster, der u.a. die Kuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin entworfen hat. In der ersten Bauphase wird der alte Campus von Hewlett-Packard abgerissen. Anschließend wird das Hauptgebäude, das Auditorium, die Tiefgarage und das Parkhaus für zusätzliche 6.000 Stellplätze errichtet. Im zweiten Bauabschnitt wird das neue Forschungsgebäude für künftige Ideen und Innovationen aus dem Hause Apple entstehen. 2016 soll das Raumschiff dann starten.

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