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Mit James Bond auf dem roten Teppich



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Zugeordnete Tags Cyberport | Gewinnspiel | Sony

Ich gewann beim Cyberport-Gewinnspiel und traf die Stars in Berlin

James Bond Skyfall-Premiere in Berlin – das klingt nach Glamour, Abenteuer, rotem Teppich und einer Menge Superstars. Und das Schönste ist, genau so kam es auch. Los ging es am 30.10.2012, 6:45 Uhr bei gefühlten -10°C auf dem Bahnsteig in Weimar. In der rechten Hand die Tasche mit der Abendgarderobe, in der linken mein persönliches Bondgirl. Die nächsten zweieinhalb Stunden Zugfahrt versuchten wir gedanklich die alten Bond-Filme zu erkunden. In der Kürze der Vorbereitungsphase schafften wir gerade die letzten beiden Filme mit Daniel Craig wiederholt zu sichten. In Berlin angekommen checkten wir direkt im 4-Sterne-Hotel ein und besuchten unseren Lieblingschinesen in der Schönhauser. Zwar schien uns die Zeit bis zum Abend unvergänglich, doch Sonnenschein, genügend Kaffepausen und eine finale Shoppingtour ließen die Zeit redlich schwinden. Flink noch die letzten Bond-Accessoires besorgt – ich tauschte von Krawatte zur Fliege – und schon wurden wir im Sony-Center von freundlichen Sony-anern empfangen. Punktlandung um 17.30 Uhr. Ein unvergesslicher Abend konnte beginnen.

Mit diesem Bild bewarb ich mich beim Cyberport-Gewinnspiel
Mit diesem Bild bewarb ich mich beim Cyberport-Gewinnspiel

Im letzten Augenblick noch im kleinen, klassischen Weimar, stehen wir nun direkt am Theater am Potsdamer Platz. Ein Höllenlärm töst uns entgegen, Hals über Kopf den Personalausweis am Ticket-Counter vorgezeigt und schon beziehen wir unsere Premierenkarten. Der Traum bleibt nicht mehr nur Traum, sondern wird endlich war. Das Thermometer scheint sich allerdings noch im kalten Krieg zu befinden, sodass wir in unserer Abendgarderobe nur wenige Minuten draußen auf dem roten Teppich ausharren können, bevor es uns schüttelt wie einen Wodka-Martini. Unsere Nasen stecken somit nur kurzfristig auf der anderen – gewöhnlichen – Seite des roten Teppichs, bevor wir uns auf den Weg ins Theater machen. Das Betreten des roten Teppichs vermittelt uns unverzüglich das Gefühl, England braucht uns. Allerdings sehen es die Reporter am roten Teppich leider gar nicht so. Kein Blitzlichtgewitter, keine Fragen. Dann können wir ja auch rein in die gute Stube. Nach dem vermeintlich fünften mal Eintrittskarte vorgezeigen, erreichen wir das Foyer. Hier tummeln sich schon hunderte Personen – die wohl auch zu früh da waren – bei lustigen Getränken, einen Wodka-Martini kann ich leider nicht ausfindig machen.

Mit zunehmender Zeit nimmt auch das Verhältnis der Blitzlichter zu – final eskaliert es regelrecht im Inferno. Merke: Je später der Abend, umso wichtiger, aber nicht zwingend schöner, die Gäste. Die Uhr rennt, es ist gegen halb acht und in knapp 30 Minuten lichtet sich der Vorhang. Endlich. Plötzlich raunt es durch die Massen: „Craig ist da“. Ja wo ist er denn? Als medienerfahrener Star widmet er sich voll und ganz knapp eine halbe Stunde seinen Fans. Bilder werden geschossen, Autogramme gegeben bis er an jenen Punkt des roten Teppichs gelangt, wo die Reporter warten. Sam MendesBarbara Broccoli und die bezaubernde Bérénice Marlohe sind schon da. Jetzt geht‘s ab: Die Kameramänner und Reporter überschlagen sich. Wir verziehen uns stattdessen schon mal ins Theater. Gute Plätze sind jetzt wichtig und schließlich sitzen wir Rang eins. Eingemuggelt in bequemen Sesseln betrachten wir auf der riesigen Leinwand die Übertragung von draußen. Ein monströses Medienspektakel was Sony hier abliefert. Wow. Während ich das Treiben verfolge, frage ich mich, welche Sitze wohl bequemer sind: Die des imposanten Theaters oder die des Aston Martin DB5, der im Original vor der Tür steht? Sehe ich so aus, als ob mich das interessieren würde? Nein, Mr. Bond, ich erwarte, dass Sie sterben. Der CEO von Sony und Sam Mendes betreten die Bühne – die übliche Lobhudelei. Jetzt Daniel Craig und Bérénice Marlohe. Sehr sympathisch verhaspeln sie sich nicht in tausend Worte, sondern bedanken sich anständig, das wir und sie hier sein dürfen. Film ab!

Wie immer zu schnell vorbei. Gespickt mit reichlich Pointe auf die alten Bonds und fabelhafter Actionszenen müssen wir noch fünf Minuten in den Sitzen verharren und durchatmen. Markus Lanz könnte nicht mehr aufhören das Wort „Wow“ zu wiederholen – ich fühle mich irgendwie „lanzig“. Wow! Ein Film mit unfassbar vielen Höhen und Tiefen – einem verrückter Bardem und ein wankender Bond. Wow! Die Bilder rasten in einer unglaublichen Geschwindigkeit vorbei, dass ich das Gefühl habe, das Publikum will sich mit dem anhaltenden Applaus Zeit verschaffen, um zu reflektieren. Einer der Höhepunkte für mich: Bond tauscht seinen Dienstwagen gegen den alten-neuen DB5 und braust mit M davon. Das werden wir nun auch tun, wo hab ich nur die Schüssel?

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1 Kommentar

  1. Markus schrieb am
    Bewertung:

    Wirklich ein edler Aston Martin, der DB5. Gefällt mir sehr gut, würde auch wirklich gerne mal damit ne Runde drehen :)
    Es gab übrigens schon einige Modelle, die in den James Bond Filmen die „Hauptrolle“ spielten:
    https://www.vintagetimes.ch/die-britische-stilikone-aston-martin-db5/
    Gute Fahrt und beste Grüsse
    Markus

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