Lifestyle

#erstmalverstehen: Das Betriebssystem Windows 10 im S-Modus



1
Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Microsoft | Windows

Manchmal überblickt man den Technikbegriffe-Dschungel einfach nicht mehr. Microsoft hat 2018 mit dem Surface Go ein kleines Tablet herausgebracht, das mit dem sogenannten Windows 10 Home im S-Modus läuft. Was steckt hinter der Bezeichnung des Betriebssystem, welche Vorteile bringt es mit sich und ist es auch für euch geeignet? Die Antworten dazu bekommt ihr jetzt.

Das ist Windows 10 im S-Modus

Den S-Modus gibt es sowohl für Windows 10 Home, Pro, Enterprise sowie Education. Die Basis-Versionen von Microsofts Betriebssystem unterscheiden sich folgendermaßen: Während Home und Pro eher für den Privat- oder Business-Anwender sind, nutzen vor allem Unternehmen die Enterprise- und (Hoch-)Schulen die Education-Version von Windows 10. Der S-Modus hingegen ist kein komplett anderes Betriebssystem, es ist lediglich ein spezifischer Modus, der auf einer dieser Windows-10-Varianten basiert.

Eine der wichtigsten Änderungen beim S-Modus im Gegensatz zum gewöhnlichen Windows 10 ist, dass ihr Anwendungen ausschließlich aus dem Microsoft Store herunterladen könnt. Es lassen sich also keine Programme über .exe-Dateien mehr installieren. Im Microsoft Store stehen euch jedoch so gut wie alle gängigen Apps zur Verfügung, zum Beispiel WhatsApp, Spotify, Facebook, VLC-Player oder Netflix. Einige nützliche Microsoft-Anwendungen wie Edge, Mail, Kalender und OneNote sind bereits vorinstalliert.

Als Standard-Browser wird im S-Modus der vorinstallierte Microsoft Edge genutzt. Mozilla Firefox oder Google Chrome stehen hier nicht zur Verfügung. Als Standard-Suchmaschine ist Bing eingestellt.

Die Vorteile des S-Modus

Windows 10 Home im S-Modus verringert also die Auswahl der Anwendungen, bietet euch dadurch aber auch einige Vorteile. Zum einen werden alle Apps, die ihr installieren könnt, vorher einer Sicherheitsprüfung durch Microsoft unterzogen. Somit seid ihr effektiv vor Malware geschützt.

Zum anderen erhöht ihr dadurch die Performance eurer Hardware, beispielsweise läuft euer Surface Go damit um einiges schneller. Vor allem die Startzeit verkürzt sich. Microsoft verspricht sogar, dass die S-Modus-Geräte binnen 15 Sekunden hochfahren und startklar seien. Außerdem geht auch das Streamen von Videos sowie das Öffnen von Apps flüssiger und schneller vonstatten.

Wenn ihr System-Administator seid, gibt es zudem noch einen entscheidenden Vorteil: Durch die Einschränkung, nur geprüfte Software zu installieren, fällt die Verwaltung des Systems um einiges leichter, da die einzelnen Nutzer selbst sichere Software installieren und updaten können.

Das Surface Go mit Windows 10 Home im S-Modus bleibt auch mit der Zeit übersichtlich sowie leicht bedienbar ...
... und startet Anwendungen und Apps schnell, damit auch Schnappschüsse gelingen.
Das Surface Go mit Windows 10 Home im S-Modus bleibt auch mit der Zeit übersichtlich sowie leicht bedienbar ...

Surface Go & Co.: So bekommt ihr den S-Modus

Der S-Modus kann nicht nachgerüstet werden, sondern muss schon auf Notebook oder Tablet vorinstalliert sein. Dies ist beispielsweise beim Surface Go der Fall, das mit Windows 10 Home im S-Modus daher kommt. Aber auch andere Notebooks, unter anderem ebenfalls aus der Surface-Familie wie der Surface Laptop, verfügen über ein Betriebssystem im S-Modus. Meist sind diese Notebook auch etwas kostengünstiger als die mit Windows 10, da die Lizenzgebühren für das S-Modus-Betriebssystem niedriger ausfallen.

 

Auch das Surface Laptop bietet Windows 10 im S-Modus.
Auch das Surface Laptop bietet Windows 10 im S-Modus.

Auch etwas für euch?

Ob ihr die Einschränkungen gerne in Kauf nehmt, um die Vorteile zu genießen, müsst ihr am besten selbst für euch herausfinden. Der S-Modus ist auf jeden Fall für alle nützlich, die sich um ihr Betriebssystems nicht kümmern beziehungsweise sorgen wollen.

Und übrigens: Wenn ihr im S-Modus doch nicht alles findet, was ihr braucht, könnt ihr jederzeit kostenlos in die Windows-10-Version ohne S-Modus wechseln. Dabei solltet ihr aber kein vorschnelle Entscheidung treffen, denn die Umstellung kann aktuell noch nicht rückgängig gemacht werden.

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 103 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

1 Kommentar

  1. Jürgen Weiland schrieb am
    Bewertung:

    Im Artikel steht: "Der S-Modus ist auf jeden Fall für alle nützlich, die sich um ihr Betriebssystems nicht kümmern beziehungsweise sorgen wollen." Ja, kann man so lassen. Aber auch gilt "Der S-Modus ist für M$ nützlich, damit kein Geld für Programme/Apps an denen vorbei geht!". Daher steht das "S" vor allem für "Selbstsucht" oder "(nur) Selber Geld machen". M$ will damit den Schritt in ein abgeschottetes Universum wie Apple gehen, sogar noch stärker, weil nun ThirdParty=nicht M$Store-Software auch verboten wird, was Apple ja noch teilweise erlaubt.
    Und wer glaubt, dass im M$ Store niemals nie Malware landet, u.a. von M$ selbst um mit Euren Daten weitere Geschäftsmodelle zu kreieren, der lebt in einer anderen Welt.
    Es gibt noch tausend weitere Gründe den S-Modus nicht zu nutzen, die meisten werden Euch bei Problemen mit dem Rechner in den Sinn kommen…ein Schelm wer Böses dabei denkt…

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

#erstmalverstehen: Was ist Raytracing?

Lifestyle

10.09.2020

 | Johanna Leierseder

 | 1

Ihr seid in Battlefield 5 mit eurer Kompanie unterwegs zum nächsten Kriegsschauplatz. Dabei seht ihr, wie die einzelnen Glieder der Panzerkette die Baumwipfel der anderen Straßenseite widerspiegeln und in der Pfütze vor euch trotz Wellenbruch... mehr +

#erstmalverstehen: Wie funktionieren Fitness-tracker?

Lifestyle

15.07.2020

 | Jenny Gringel

Smarte Gadgets wie Fitness-Tracker, -Armbänder und Smartwatches helfen Sportbegeisterten das tägliche Training und den Fortschritt im Auge zu behalten und können Sportmuffel zu mehr Bewegung anspornen. Aber woher weiß das Wearable eigentlich,... mehr +