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Go Ostküste: Washington & Philadelphia



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Im Zentrum von Macht und Geschichte
Man mag es wirklich kaum glauben, aber die Zeit verrinnt wie im Fluge. Mittlerweile bin ich schon in Philadelphia angekommen, der historischsten aller historischen Städte der USA, und hier ist der Superlativ wirklich angebracht… Nach den sonnigen Tagen im Big Apple mit teils hochsommerlichen Temperaturen und Outfits, waren die ersten beiden Tage in Washington völlig verregnet. Es schüttete dermaßen, dass am Montag einige Schulen in Maryland und Virgina geschlossen blieben, und selbst der Nationalfriedhof Arlington konnte erst mit vier Stunden Verspätung für die Besucher öffnen, weil man die Schäden beseitigen musste. Am ersten Abend unternahm ich eine kleine Nachtwanderung zum Weißen Haus, das nur etwa 10 Minuten von meinem Hotel entfernt lag. Von dort aus ging es weiter zum Watergate-Komplex und zum Kennedy Space Center. Da es Sonntagabend war, hatte natürlich nix Gastronomisches offen, erst auf dem Gelände der George-Washington-Universität konnte ich mich kurz im Starbucks aufwärmen. Völlig durchnässt kam ich wieder im Hotel an, wo ich mir ein heißes Bad einließ.

Washington, die erste”

Am nächsten Morgen: Regen! Ich fuhr ich mit der Metro – modern, schnell und nicht mit dem New York Train vergleichbar – zum Pentagon und von dort aus weiter zum Capitol. Dieses wollte ich eigentlich auch von innen sehen, aber es hieß: Nummer ziehen und auf die Minute pünktlich anwesend sein. Da ist es natürlich dumm, wenn man auf dem erneuten Weg hierher mehrmals ungewollt ausgebremst wird! – Und weil es sich nicht mehr ändern ließ, fuhr ich sofort weiter zum Nationalfriedhof Arlington und besichtigte die Grabstätte der Kennedys, das Arlington House, das Grab des unbekannten Soldaten inklusive Kranzniederlegung und patriotischer Klänge sowie das Iwojima Memorial.

Washington, die zweite”

Am Abend ging es dann, bei langsam geringer werdendem Regen, auf mehrstündige Fototour zum Lincoln Memorial, Washington Memorial, Capitol und Weißen Haus. Glücklicherweise besaß mein Objektiv einen eingebauten Bildstabilisator, denn ein Stativ durfte ich am Lincoln Memorial nicht aufstellen. Vielmehr drohte man mir gleich mit Knast, wenn ich es doch tun würde! Eine vernünftige Begründung, warum, wieso und weshalb ich das nicht tun dürfe, gab es allerdings nicht. Aber das ist in diesem Land nichts Neues.

Washington, die dritte”

Genauso wenig durfte ich mein Stativ auf dem Sidewalk vor dem Weißen Haus aufstellen, schließlich hätte ja jemand drüber stolpern können, selbst wenn um diese Uhrzeit nur noch zwei weitere Touristen vor dem Zaun weilten. Man schickte mich lieber auf die Straße, wo mich zum Glück kein Auto überfuhr. Auf dem Weg hinter dem Weißen Haus ließ ich es mir aber nicht nehmen, hinter die Absperrung zu treten und die nette Polizistin zu fragen, ob ich wenigstens hier den Sidewalk benutzen könne. Erschrocken und regelrecht verdutzt starrte sie mich an und meinte: “Natürlich nicht!” Das war mir zwar klar, aber das wollte ich mir nicht nehmen lassen. ;-]

Washington, die vierte”

Heute Morgen beim Blick aus dem Fenster traf mich fast der Schlag: Sonne! Zwei Tage Washington, zwei Tage Regen – und am letzten halben Tag, der mir hier noch blieb, schien die Sonne? – Mit der Metro ging’s nun hinauf zum Dupont Circle und von da aus zu Fuß zum White House, wo der Fußweg von unzähligen Touristen vollgestellt war. Danach noch zum Ort, an dem Präsident Lincoln erschossen wurde und zum FBI-Gebäude, und nach dem Mittag ging es mit dem Greyhound nach Philadelphia, wo ich unweit der City Hall im Zentrum der Stadt und des historischen Bodens bis Donnerstagnachmittag residiere.

Heute steht aber erstmal Sportsbar mit einem Eishockey-Playoff-Match zwischen den Flyers und den Pittsburgh Penguins auf dem Programm. Morgen ist dann genug Zeit für die anderen Sehenswürdigkeiten. ;-]

Es ist schon seltsam, aber an der Ostküste sind freie WLANs doch sehr rar. Fand ich auf meiner Tour durch Kalifornien im letzten Herbst fast an jeder Ecke eines, musste ich mich nun durchringen, hier im Doubletree Hotel für 9,95 Dollar 24 Stunden Internet zu kaufen. Sehr seltsam die Ostküste, so viel anders als die Westküste…

Philadelphia, die erste & Erinnerungen ans New Yorker Pacha”

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