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#erstmalverstehen: Was kann Bixby?



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Samsungs smarter Assistent Bixby kann seit Mitte Dezember 2018 endlich auch Deutsch, allerdings vorerst nur im Rahmen eines Beta-Test auf dem Galaxy Note 9. Hier erfahrt ihr, auf welchen Smartphones Bixby noch verfügbar ist und was der Assistent alles kann.

Welche Samsung-Smartphones unterstützen Bixby?

Als Samsung das neue Galaxy S8 Ende März 2017 in einem Unpacked-Event vorstellte, präsentierte der koreanische Hersteller erstmals auch seinen hauseigenen smarten Assistenten. Bis jetzt ist Bixby in verschiedenen Ausführungen unter anderem auf folgenden Smartphones zu finden:

Es sieht so aus, als hätte Samsung vor, Bixby in alle Top- sowie ausgewählte Mittelklasse-Smartphones, die nach dem Galaxy S8 vorgestellt wurden, zu integrieren.

Bixby versteht Umgangssprache

Laut Samsung versteht Bixby mittlerweile auch Umgangssprache. Gemeint ist hierbei aber eher die natürliche Alltagssprache, in der man beispielsweise Wörter abkürzt. Dieses Feature ist für bestimmte Akzente und Dialekte von Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Koreanisch, Mandarin-Chinessisch und Spanisch verfügbar. Wie gut das klappt, muss ein Test beweisen.

Funktionen: Bixby Home & Bixby Voice

Bixby Voice: Ihr könnt Bixby nach Uhrzeit & Wetter fragen oder nach Schlagwörtern suchen lassen.
Scheinbar geht es Bixby gut - auch das könnt ihr den Assistenten fragen.
Bixby Voice: Ihr könnt Bixby nach Uhrzeit & Wetter fragen oder nach Schlagwörtern suchen lassen.

Das Samsung Galaxy S8 besitzt einen extra Bixby-Button, der sich auf der linken Seite unter der Lautstärkewippe befindet. Mit einem kurzen Druck auf den Bixby-Knopf oder einem Wisch vom linken Bildschirmrand nach rechts öffnet sich Bixby Home – quasi die Zentrale des Assistenten. Hier findet ihr als Startscreen einen Feed aus verschiedenen Karten ähnlich wie bei Google Discover mit aktueller Wettervorhersage, Orten in der Nähe, euren letzten erhaltenen E-Mails, News ausgewählter Medien und so weiter.

Die Sprachbefehlfunktion nennt Samsung „Bixby Voice“. Analog zur Aufnahme einer Sprachnachricht, nehmt ihr mit einem langen Tastendruck auf den Bixby-Button euren Befehl auf. Bixby Voice lässt sich übrigens auch über ein „Hi Bixby“ starten. Nun könnt ihr, wie bei Siri und Co. auch, im Internet nach Schlagwörtern recherchieren, die Kamera starten, Facebook öffnen, Erinnerungen einstellen, nach euren nächsten Terminen oder dem aktuellen Wetter fragen.

In meinem kurzen Test mit Bixby auf Englisch am Samsung Galaxy S8 funktionierte das alles recht gut. Auf typische Konversationsfragen wie „How are you?“ kann Bixby sogar adäquat reagieren. Beim Befehl „Tell me a joke“ sucht der Assistent allerdings nach der Aufforderung im Internet, Google Assistant kann hier immerhin mit einem Witz auftrumpfen.

Weiterhin interessant: Wie auch bei Kurzbefehlen unter iOS 12 lassen sich bei Bixby Schnellbefehle einrichten, sodass mit einem benutzerdefinierten Satz eine oder mehrere Aktionen durchgeführt werden. Zum Beispiel könnt ihr einstellen, dass mit dem Befehl „I’m home“ WLAN, Bluetooth und der Nicht-Stören-Modus eingeschaltet wird. Praktische Sache!

Bixby Vision: Kamera als Scanner

Mittels Bixby Vision lässt sich Text extrahieren & übersetzen.
Den extrahierten Text könnt ihr dann als Notiz abspeichern
Perfekt für Weintrinker: Bixby Vision scannt das Weinetikett & erkennt so, um welche Sorte es sich handelt.
Mittels Bixby Vision lässt sich Text extrahieren & übersetzen.

Die spannendste Funktion von Samsungs Assistenten ist wohl Bixby Vision. Erreichbar ist das Feature über Bixby Home oder das Augensymbol in der Kamera- oder Galeria-App. Die Smartphone-Kamera fungiert hier als Objekt-Scanner und der Assistent durchforstet anschließend mit Hilfe von fünf Drittanbietern das Internet nach passenden Informationen: Foursquare für Standort-basierte Infos, Amazon für Shopping, Vivino für Wein, Pinterest für Bilder und für alles, was mit Text zu tun hat, ist Google verantwortlich.

Ihr startet also einfach Bixby Vision (via Bixby Home oder Kamera-App) und visiert dann mit der Smartphone-Kamera das zu scannende Objekt an. Neben den Daten über die Kamera, können auch statische Bilder zum Beispiel aus der Galerie genutzt werden.

Bixby digitalisiert so Texte und kann sogar live übersetzen. Aus „Jetzt wird richtig gefeiert“ wird allerdings „Now will really celebrated“, was nicht gerade schön klingt. Aber gerade für den Urlaub im Ausland zur Übersetzung von Straßenschildern, reicht es aus, um ungefähr zu wissen, worum es geht. Im Wein-Modus erkennt der Assistent das gescannte Etikett der Flasche und zeigt dann weitere Informationen, wie Preis, Herkunft, Hersteller, Art des Weins sowie Bewertung, dazu an. Mit dem Dresdner Engel Sekt von Schloss Wackerbarth hat das hervorragend geklappt – wenn auch mit mehreren Anläufen.

Viele Modi: Shopping, Standorte & QR

Shopping-Modus: Die Rittersport-Schokolade ist eine gelbe Handtasche?!
Bild-Modus: Das Lenovo ThinkPad wird als solches erkannt.
Bild-Modus: Es gibt scheinbar einige Fotos von Bildschirmschutzfiltern auf Pinterest.
Weitere Modi: Standort & Essen
Shopping-Modus: Die Rittersport-Schokolade ist eine gelbe Handtasche?!

Der Shopping-Modus liefert in meinem Kurztest teils fragwürdige Ergebnisse. Eine kleine Rittersport-Schokolade wurde als über 1.000 Euro teure Handtasche erkannt. Nach dem Scan werden mir Vorschläge mehrere Online-Shops angezeigt, wo ich die vermeintliche Schokoladen-Handtasche kaufen kann.

So finde ich wohl nicht das richtige Ergebnis im Netz. Allerdings steht auch in der Einführung, dass die Kamera auf „ein Kleidungsstück oder eine Inneneinrichtung“ gerichtet werden soll. Höchstwahrscheinlich ist der Modus auf diese zwei Kategorien optimiert und erkennt deswegen andere Gegenstände schlechter.

Der Bild-Modus identifiziert mein Lenovo ThinkPad zwar als Laptop, aber öfter als Dell- oder Acer-Modell. Nach ein paar Versuchen klappte es schließlich und Bixby zeigt mir die Schlagworte „laptop“, „lenovo“ und „lenovo thinkpad“ an. Danach kann ich mir bei Pinterest, Bilder von ähnlichen Notebooks anschauen. Bei weiteren Test-Scans funktionierte die Erkennung recht zuverlässig.

Weiterhin gibt es noch einen Standort-Modus, der Infos zum per Kamera aufgenommenen Ort anzeigt, den Essens-Modus für die Angabe der Kalorienanzahl und einen obligatorischen QR-Scanner.

Bixby als Konkurrent zu Siri & Co.?

Ob Bixby irgendwann einmal ähnliche Erfolge wie seine smarten Konkurrenten feiern wird, bleibt fraglich. Die Funktionen sind zwar praktisch und mit der Einführung von Deutsch als unterstützte Sprache wird der Assistent hierzulande interessanter, allerdings gibt es da doch einige Beschränkungen: Bixby ist bis dato nur auf wenigen Samsung-Smartphones verfügbar und bei den Funktionen besteht noch weiteres Optimierungspotenzial bezüglich der Trefferquote zum Beispiel.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie der Hersteller seinen smarten Assistenten weiterentwickeln wird. In Planung ist ja auf jeden Fall die Integration von Bixby in Fernseher, Kühlschränke, Lautsprecher und Co., wodurch sich Samsung ein eigenes Smart-Home-Ökosystem schaffen möchte.

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