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#erstmalverstehen: Was ist eSport? Die wichtigsten Begriffe



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Auf dem Computer oder auf der Spielkonsole – eSport ist kein neues Phänomen mehr, erfreut sich dennoch immer wachsender Beliebtheit auch hier in Deutschland. Während eines Tuniers kann es schon mal heiß her gehen und der Druck auf die Spieler ist enorm.

Beginnen wir doch erstmal mit den Grundlagen: Was ist eigentlich eSport? Und was ist ein Clan und Clanwar? Wie steht es um die Debatte, ob eSport als offizielle Sportart anerkannt wird und welche großen Events gibt es in Deutschland? Diese Fragen und mehr beantworte ich euch jetzt.

eSport-Begriffe: eSportler, Clan & Clanwar?

Hinter dem Begriff „eSport“ steckt die Übersetzung für „elektronischer Sport“. Gemeint ist hier der sportliche Wettkampf zwischen Gamern in Spielen an Konsole oder Computer im Mehr- oder Einzelspielermodus.  Zu den beliebtesten in Deutschland gezockten Games gehören Counter Strike: Global Offense (CS:GO), League of Legends, Dota 2, Overwatch, Rocket League und Stacraft 2. Die Spieler, die professionell eSport betreiben, werden auch „eSportler“ genannt.

Ein Team aus eSportlern wird auch als „Clan“ bezeichnet und hat für gewöhnlich einen Gaming-typischen Namen wie FlipSid3, Penta Sports oder Advanced Gameware. Während sich die Mannschaft in einem sogenannten „Clanwar“, quasi einem Gaming-Match messen, ist es bei großen Events und Turnieren üblich, dass ein Live-Publikum dabei zuschaut und mitfiebert. Die Atmosphäre während eines solchen Events ist wirklich einzigartig und erinnert stark an Fußballspiele.

Wie im „richtigen“ Sport gibt es Sponsoren, die die Teams mit nützlichem Equipement unterstützen und die Reisen finanzieren. Die Turniere sind oft nach dem K.o.-System aufgebaut, bei dem nur der weiterkommt, der das Match gewinnt. Der Verlierer scheidet aus. Am Ende gewinnt das Siegerteam oft ein hohes Preisgeld. Deswegen können erfolgreiche eSportler sogar ihren Lebensunterhalt mit dem professionellen Zocken bestreiten.

Im eSports gibt es zahlreiche unterschiedliche Begriffe zu kennen
Auf der DreamHack 2018 kämpften die Clans FlipSid3 & Advanced Gameware bei Rocket League um den Sieg.
Im eSports gibt es zahlreiche unterschiedliche Begriffe zu kennen

Ist eSport überhaupt ein Sport?

Durch die zunehmende Verbreitung von professionellen Videospiel-Tunieren in Deutschland entstand eine öffentliche Debatte darüber, ob eSport offiziell als Sport anerkannt werden sollte. Im November 2017 wurde dazu der eSport-Bund Deutschland (ESBD) gegründet, der als nationale Organisation der Vereine sowie Spieler dient und auf die Anerkennung von eSport als Sport drängt. Ein großer Schritt war hier, dass die Große Koalition aus SPD und CDU/CSU diese Intention Februar 2018 in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hat.

ESport als Disziplin der Olympischen Spiele – in diese Richtung gibt es ebenfalls Bemühungen. Hier hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Internationale Olympische Komitee (IOC) das letzte Wort. Aktuell sieht die Lage für eSport-Fans aber nicht sehr positiv aus, denn laut Süddeutsche Zeitung erklärte IOC-Präsident Thomas Bach auf dem „Esports Forum“ in Lausanne Juli 2018, dass Computerspiele während seiner Amtszeit nicht mehr olympisch werden. Ein herber Rückschlag für die Profi-Gamer!

Das heißt wohl Abschied nehmen von eSport-Tunieren zu den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris. Das Asiatische Olympische Komitee hingegen ist dem IOC ein Schritt voraus, denn ab den Asienspielen 2022 in Hangzhou wird eSport offiziell mit ins Programm genommen.

Aber keine Sorge! Experten gehen davon aus, dass die Anerkennung des IOC dem internationalen Erfolg von eSport keinen Abbruch tun wird. Im Gegenteil, der elektronische Sport ist nicht von den Olympischen Großveranstaltungen abhängig, denn er hat genug eigene Events, die sich bei Besucher und Medien großer Beliebtheit erfreuen.

Welche eSport-Events gibt es eigentlich?

In Deutschland ist die eSport-Szene im Vergleich zu China, Südkorea oder den USA recht klein. Dennoch werden auch hier große Events und Turniere zum Beispiel von der Electronic Sports League (ESL) organisiert. Im April 2018 fand zum Beispiel das Finale der Frühlings-ESL-Meisterschaft in CS:GO und League of Legends statt, Anfang Juli die ESL One Cologne – eines der weltgrößten Tuniere von CS:GO

Weitere bekannte eSport-Events sind zum Beispiel die DreamHack in Leipzig auf der das Star Craft II WCS stattfindet sowie die GamesCom. Bei letzterer Veranstaltung wird dieses Jahr eine stärkere Fokussierung auf das Thema eSport erwartet.

Das sind die erfolgreichsten E-Sportler

Tatsächlich können erfolgreiche eSportler sich einiges leisten. Der erfolgreichste unter ihnen spielt sogar für ein deutsches Team. Sein Nickname ist KuroKy; insgesamt hat er schon über 3,4 Millionen Dollar an Preisgeldern gewonnen. Bei einem einzigen Turnier erspielte er sich sogar 2,1 Millionen Dollar. Immerhin: der „schlechteste“ eSportler der Liste nennt sich Maniac und hat bislang insgesamt rund 55 Tausend Dollar verdient.

Wer sich jetzt denkt, dass das leicht verdientes Geld ist, der irrt. Die Anforderungen an einen eSportler sind hart. Mehrstündiges tägliches Training sind ein Muss, um in der umkämpften eSport-Szene zu bestehen. Zudem ist der Leistungsdruck gerade bei Profi-Gamern extrem hoch, was sich stark auf psychische und physische Verfassung der Spieler auswirkt.

eSport: der Sport der Zukunft?

Ist das Zocken für viele heutzutage ausschließlich ein privates Vergnügen, kämpfen professionelle eSportler in Clanwars auf der ganzen Welt bereits um Preisgelder in Millionenhöhe. Während die Debatte um die Anerkennung des Videospiele zocken als Sportart in Deutschland schleppend vorangeht, ist eSport in Asien bereits eine olympische Disziplin. Wir sind höchst gespannt, wie es weitergehen wird!

Ward ihr schon mal auf einem eSport-Event? Was ist eure Meinung zu der Debatte um die Anerkennung des eSport als Sport?

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