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#erstmalverstehen: Urlaubsfotos mit Lightroom & Co. richtig bearbeiten



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Fotografie | Bildbearbeitung

Habt ihr nach dem Sommerurlaub auch wieder gefühlt 10.000 Bilder mehr auf dem Smartphone oder mittlerweile schon auf dem Notebook? Und viele davon sind leider schief, blass oder machen nicht ganz das her, was ihr euch erwartet hattet.

In diesem Artikel bekommt ihr Tipps, wie ihr durch einfache Handgriffe mehr aus euren Urlaubserinnerungen herausholt. Außerdem erfahrt ihr, welche Programme und Apps euch bei der Bildbearbeitung helfen können.

Schnappschuss zu dunkel, schief oder mit Blaustich - die hilfreichsten Werkzeuge

Die häufigsten Schönheitsfehler bei Urlaubsfotos sind wohl der schiefe Horizont, ein Farbstich oder die Helligkeit. Außerdem gibt es auch häufig störende Flecken, Personen oder andere Kleinigkeiten, die man gerne retuschieren möchte. Aber welche Werkzeuge in Photoshop, Lightroom und anderen Bildbearbeitungs-Programmen eignen sich dazu am besten?

Zuschnitt

Einer der ersten Schritte ist der Zuschnitt des Fotos. Orientiert euch dazu einfach am Horizont und dreht das Bild so, dass dieser gerade ausgerichtet ist. Dabei wird das Bild auch schon etwas zugeschnitten. Nun ist eure künstlerische Freiheit gefragt. Mein Tipp: Achtet beim Zuschneiden auf den Goldenen Schnitt. Das heißt ihr legt den Horizont oder euer Motiv auf rund ein Drittel (ganz genau sind es 38,2 Prozent) der Breite beziehungsweise Höhe des Fotos. Das schafft mehr Spannung im Bild als wenn das Motiv direkt in der Mitte abgebildet ist.

Die Achse durch die Augen sowie die von oben nach unten durch das Gesicht des Models liegen bei rund einem Drittel der Breite beziehungsweise Länge.

 

Belichtung

Wenn das Foto zu dunkel oder zu hell ist, sollte nicht einfach die Helligkeit nach oben oder unten korrigiert werden, weil dabei immer alle Farbwerte im Bild verändert werden. Beispielsweise wird dann das Schwarz im Bild bei Aufhellung Grau, auch, wenn es eigentlich realistischerweise Schwarz hätte bleiben sollen. Besser ist es, ihr nutzt die Tonwertkorrektur oder Belichtungseinstellung. Bei ersterer müsst ihr einfach die äußeren Regler, also die dunklen oder hellen Töne nach oben beziehungsweise unten ändern. Euer Bild umfasst somit im Idealfall alle Tonwerte, wodurch es lebendiger wirkt. Wenn ihr mit der Belichtungseinstellung arbeitet, ist es sinnvoll, den Gamma-Wert nach oben oder unten zu korrigieren.

Tonwertkorrektur: Der Schwarz- und Weiß-Regler unter dem Histogramm rechts wurde verschoben.

 

Farbkorrektur

Der Himmel hat auf eurem Foto einen unnatürlichen Gelbstich oder über eurer Haut liegt ein blauer Film? Dabei hilft die Farbbalance, teilweise auch Farbtonung oder -temperatur genannt. Dort könnt ihr an verschiedenen Reglern herumspielen und blaue Töne gelblicher werden lassen, rote Pixel grünlicher und so weiter. Hier probiert ihr am besten einfach herum, was eurer Meinung nach am besten aussieht. Wenn ihr hingegen eine ganze Szene komplett in warmes oder kaltes Licht tauchen wollt, hilft euch hier die Korrektur Fotofilter.

Flecken entfernen

Per Reparieren-, Pflaster- oder Stempelfunktion könnt ihr unschöne Flecken oder Kleinigkeiten auf Fotos entfernen. Seien es die Rötung im Gesicht oder eine Person im Hintergrund, die meisten Reparatur-Werkzeuge funktionieren so, dass ihr die Stelle, die geändert werden soll, markiert und dort dann eine andere Stelle des Bildes eingefügt wird. Häufig lassen sich dabei noch Deckkraft und die Härte der Kante einstellen.

Lightroom, Darktable & Co. - Programme zur Fotobearbeitung

Eines der beliebtesten Bildbearbeitungsprogramme für Hobby-Fotografen ist wohl Adobe Lightroom. Die Software ist eine abgespeckte Version von Photoshop, die ihr dafür aber intuitiver bedienen könnt. Die Bearbeitsungsfunktionen erlauben unter anderem Licht, Farbe sowie Details des Fotos zu ändern, Effekte hinzuzufügen oder einzelne Bereiche zu retuschieren. Außerdem eignet sich Lightroom auch perfekt dazu, Fotos zu sortieren und mit Tags zu versehen. So fällt die Suche nach einem Foto viel leichter. Das Programm bietet zudem die Möglichkeit, die bearbeiteten Bilder in einer Cloud zu sichern.

Eine kostenlose Alternative zu Lightroom ist Darktable. Die Open-Source-Software ist sowohl für Mac OS X als auch für Linux und Windows erhältlich. Das Programm sieht nicht nur ähnlich aus wie das Adobe-Programm, es gibt dort auch fast die gleichen Werkzeuge. Neben den Einstellungen zu Helligkeit, Kontrast oder Sättigung, könnt ihr zudem den Weißabgleich ansehen oder Farbkanäle sowie das Histogramm des Bildes anpassen. Lightroom ist hier für manche noch etwas einfacher bedienbar, aber, wenn ihr euch an Darktable gewöhnt habt, kommt ihr auch damit schnell klar. Ebenso wie die Adobe-Software verfügt es aber umfangreiche Funktionen zum Verwalten, Sortieren und Exportieren eurer Bilder.

Ebenfalls kostenlos für Windows, Linux und Mac OS X erhältlich ist RawTherapee. Damit lassen sich JPG-, TIF-, PNG- und die meisten RAW-Dateien nicht nur umwandeln, sondern auch bearbeiten. Ihr findet dazu sehr viele ähnliche Werkzeuge wie bei Lightroom. Das einzige, worin RawTherapee dem Adobe-Programm nachsteht, ist das Ordnen der Bilder in einer Bibliothek. Das wird hier nicht automatisch gemacht, sondern muss händisch vorgenommen werden. Wenn ihr diese Funktion aber nicht benötigt, ist RawTherapee auf jeden Fall einen Test wert.

Snapseed, Pixlr & Co. - Smartphone-Apps zur Fotobearbeitung

Da die meisten Smartphones kleiner und leichter als Digitalkameras sind, aber ähnlich gute Bilder schießen, machen die meisten Urlauber ihre Bilder auch genau damit. Und wenn die Fotos schon auf dem Gerät sind, wieso nicht gleich dort bearbeiten? Wir stellen euch drei verschiedene kostenfreie Apps vor, die es jeweils für iOS und Android gibt, und verraten, was ihr mit ihnen anstellen könnt.

Starten wir mit der Photoshop Express App, einer abgespeckten mobilen Version des vielseitigen Programms Photoshops. In der App stehen einige Basic-Werkzeuge zur Verfügung, beispielsweise Zuschneiden, Farbsättigung, Belichtung, Effekte, Schwarz-Weiß-Umwandlung oder Zeichenfilter. Die Bedienung ist einfach, wodurch sich die App auch perfekt für Anfänger eignet.

Eine App, die noch etwas mehr Möglichkeiten bietet und auch für anspruchsvollere Fotografen infrage kommt, ist Snapseed. Dort habt ihr neben den grundlegenden Funktionen zum Beispiel auch die Möglichkeit, einen Bokeh-Effekt hinzuzufügen. Das heißt, das Motiv oder die Person im Vordergrund bleibt scharf, während der Hintergrund leicht verschwimmt.

    

Wenn ihr gerne ähnliche Werkzeuge wie bei Snapseed, aber mehr Aufkleber oder Rahmen nutzen möchtet, um euer Foto perfekt zu bearbeiten, könnt ihr euch Pixlr installieren. Diese App ist außerdem perfekt, wenn ihr gerne Collagen anfertigt, denn dazu steht eine Vielzahl an Optionen für Layout, Hintergründe, Abstände und Färbungen bereit.

Die Arbeit vor der Bearbeitung

Bevor ihr eure Urlaubsfotos überhaupt bearbeiten könnt, ist es sehr hilfreich, diese erst einmal zu sortieren. Die besten Tipps und Tricks dazu haben wir euch in folgendem Artikel zusammengefasst.

#erstmalverstehen: Diese Tipps helfen dir aus dem Fotochaos

Ich hoffe, dieser Einsteiger-Guide konnte euch ein paar neue und nützliche Tipps geben, sodass das Meer wieder Blau ist, eure Haut gebräunt und ihr eure Urlaubserinnerungen auch wieder gerne anschaut.

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