Lifestyle

#erstmalverstehen: Tipps zur Schonung des Smartphone-Akkus



1
Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Akku | Smartphone

Und schwups, da war er schon wieder leer: Mein Akku. Und das ausgerechnet dann, wenn ich nachts in der Kälte an der Bushaltestelle stehe. Der Akku meines Smartphones ist eben einfach nicht mehr der Neueste. Auch wenn ein längerer Blick auf den Fahrplan mir zumindest bei meiner Verbindung weiterhilft, Musik kann ich jetzt nicht mehr hören und im Notfall telefonieren geht auch nicht.

Solche Akkuprobleme kennt ihr mit Sicherheit. Damit euch so etwas nicht passiert, bekommt ihr hier die besten Tipps und Tricks, wie ihr die Lebensdauer eures Smartphone-Akkus verlängert und das Beste aus ihnen herausholt! Außerdem wird mit Akku-Mythen wie Memory-Effekt und Co. aufgeräumt.

Nicht zu heiß & nicht zu kalt

Damit der Akku lange hält, darf er weder zu heiß noch zu kalt werden. Bei Kälte, also bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius, entlädt sich der Energiespeicher schneller und es kann vorkommen, dass das Smartphone sich vorsorglich selbst ausschaltet. Durch die niedrigen Temperaturen werden die chemischen Prozesse im Akku verlangsamt, was zu einem höheren Stromverbrauch führt. Aufgrund der schnell abfallenden Spannung im Akku schaltet sich das Smartphone dann letztendlich ab.

Aber auch Hitze macht dem Smartphone-Akku zu schaffen. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann der Lithium-Ionen-Akku dauerhaft Schaden nehmen. Je heißer er wird und je länger er dieser Hitze ausgesetzt ist, desto schlimmer. Deswegen sorgt dafür, dass ihr euer Smartphone nie in der Sonne liegen lasst und es beim Ladevorgang aus der Hülle nehmt. So wird die Wärme, die beim Aufladen entsteht, besser an die Umgebung abgegeben und es überhitzt nicht.

Das Smartphone bei Kälte nicht zu lange an der eisigen Luft lassen.
Das Smartphone bei Kälte nicht zu lange an der eisigen Luft lassen.

Richtig laden

Ein weiterer Faktor, der die Lebenszeit des Akkus deutlich verlängern kann, ist das richtige Laden. Es gibt viele, die sagen, dass der Akku auf jeden Fall immer ganz ent- und dann wieder auf volle 100 Prozent geladen werden sollte. Das gilt beziehungsweise galt jedoch lediglich für Nickel-Cadmium-Akkus, die jetzt nur noch in den wenigsten Smartphones zum Einsatz kommen.

Mittlerweile kommen jedoch in fast allen Smartphones Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, für die andere Regeln gelten. Der Akkustand sollte hier nämlich stets zwischen 40 und 85 Prozent liegen. Der Akku sollte nie vollständig entladen werden, da er sonst Schaden nimmt. Mittlerweile schalten sich aber so gut wie alle Smartphones automatisch aus, wenn der Akkustand in einen kritischen Bereich kommt.

Ebenso ungünstig ist es, den täglichen Begleiter trotz 100 Prozent Ladung am Stromkabel zu lassen –  wie es viele über Nacht machen. Hersteller wie Sony haben hier mit der Funktion „Batteriepflege“ schon einen Schritt weiter gedacht und laden den Akku erst dann vollständig auf, wenn ihr danach auch direkt die Stromzufuhr trennt. Das funktioniert, indem das Smartphone die Zeiten eurer Ladevorgänge speichert und anhand dieser Daten weiß, wann ihr das Smartphone für gewöhnlich absteckt.

Das Smartphone am besten nur bis 90 Prozent laden und dazu wegen Hitzestau-Gefahr aus der Hülle nehmen.
Das Smartphone am besten nur bis 90 Prozent laden und dazu wegen Hitzestau-Gefahr aus der Hülle nehmen.

Stromfresser ausschalten

Das Display deines Smartphones benötigt am meisten Energie. Deswegen ist es wichtig, die Helligkeit immer möglichst gering einzustellen. Außerdem solltest ihr euer Smartphone unterwegs nicht ständig nach WLAN-Netzwerken suchen lassen. Das ist übrigens nicht nur für den Akku relevant, sondern beispielsweise auch für die Sicherheit der Passwörter, die du unterwegs über dein Smartphone eingibst.

Genauso wesentlich ist es, die Bluetooth- sowie GPS-Funktion deines Begleiters zu deaktivieren, wenn ihr sie nicht benötigt, da sie sonst sinnlos Energie verbrauchen. Weitere Stromfresser sind diverse Apps, die im Hintergrund ausgeführt werden. Welche das in eurem Fall sind, könnt ihr in deinen Einstellungen unter Akku oder Batterie sehen. Wer Strom sparen möchte, sollte diese Apps deaktivieren oder deinstallieren.

Viele Apps laufen im Hintergrund, obwohl sie geschlossen sind & verbrauchen somit unnötig Strom.
Viele Apps laufen im Hintergrund, obwohl sie geschlossen sind & verbrauchen somit unnötig Strom.

Letzter Retter in der Akku-Not

Auch wenn euer Akku noch gut in Schuss ist, neigt sich der Ladestand irgendwann einmal dem Ende zu. Damit euch das nicht in ungünstigen Situationen, beispielsweise nachts an der Bushaltestelle, passiert, empfehle ich euch, immer eine Powerbank dabei zu haben.

Die kleinen Helfer werden in den unterschiedlichsten Größen, Farben, Formen, mit verschiedenen Kapazitäten und sogar mit Solar-Aufladung angeboten. Einfach ans Smartphone stecken: Schon sind alle Akku-Probleme vergessen – und ich kann während der Fahrt doch noch Musik hören.

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 58 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

1 Kommentar

  1. Martin schrieb am
    Bewertung:

    Das mit den "nicht auf 100% laden" würde ich nicht als guten Tip durchgehen lassen. Tatsächlich ist die Differenz zwischen max und min wichtig (möglichst gering). Für alles andere haben alle aktuellen Telefone eine umfangreiche Ladesteuerung.

    Auch um einen Hitzestau zu vermeiden.

    Grüße

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

#erstmalverstehen: Bose Sleepbuds™ mit Noise Masking & Produkttesteraktion

Lifestyle

15.09.2018

 | Johanna Leierseder

 | 63

Ich bin gerade kurz vorm Einschlafen und dann das – mein lieber Nachbar über mir schaltet mal wieder seine „Schlafmusik“ aus dem Genre Hardrock an. Nicht, dass ich etwas gegen laute Musik habe, aber das war es erst einmal mit... mehr +

#erstmalverstehen: Wie nutze ich Mobile Payment & wie sicher ist es?

Lifestyle

08.09.2018

 | Peggy Jordan

 | 2

Wenn man Mobile Payment erklären will, beginnt das Dilemma meist schon damit, dass jeder etwas anderes unter dem Begriff versteht. Fakt ist, es geht um bargeldloses Bezahlen, aber dann hört es mit der Erklärung bei den meisten auch schon auf.... mehr +