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#erstmalverstehen: Leichte & stabile Materialien bei Notebooks



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Auf der IFA 2018 habe ich das Notebook selbst hochgehoben – und ja, ich dachte erst einmal, es wäre eine Attrappe, da es wirklich unglaublich wenig wiegt. Die Rede ist vom leichtesten 14- und 15-Zoll-Notebook der Welt. Diesen Rekord hat Acer mit dem Swift 5 aufgestellt.

Wie schwer beziehungsweise leicht das Fliegengewicht genau ist und durch welche Materialien Notebooks sowohl leicht als auch stabil sind, erklären wir euch jetzt.

990 Gramm durch Magnesium-Lithium-Legierung?

1990 stellte Apple mit dem Macintosh Portable seinen ersten tragbaren Rechner vor. Aufgrund des Blei-Akkus hat dieser allerdings noch satte sieben Kilogramm auf die Waage gebracht. Mittlerweile wiegen Notebooks um die ein bis 2,5 Kilogramm, je nach Größe, Ausstattung und Materialwahl.

Mit dem Acer Swift 5 wurden nun neue Maßstäbe gesetzt, denn das Notebook wiegt nicht einmal einen Kilogramm. In der 15-Zoll-Variante bringt es nur 990 Gramm auf die Waage, mit 14 Zoll wiegt das Notebook lediglich 970 Gramm. Wie Acer das geschafft hat? Der Hersteller hat die Display-Ränder und damit auch das gesamte Gehäuse so schlank wie möglich gehalten und beim Material auf eine Magnesium-Lithium-Legierung gesetzt.

Magnesium allein ist leicht, lässt sich aber relativ schnell verbiegen. Im Zusammenspiel mit Lithium verbessert sich die Stabilität deutlich, sodass das Material vor allem auch in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt wird – oder eben bei extrem leichten Notebooks, die gleichzeitig aber nicht an Stabilität einbüßen sollen. Außerdem verringert sich die Dichte von Magnesium durch den Mix mit Lithium. Es wird also noch leichter.

Dank des kompakten Magnesium-Lithium-Gehäuses wiegt das Acer Swift 5 mit 15,6-Zoll-Display gerade einmal 990 Gramm.
Dank des kompakten Magnesium-Lithium-Gehäuses wiegt das Acer Swift 5 mit 15,6-Zoll-Display gerade einmal 990 Gramm.

Was ist besser: Magnesium- oder Aluminium-Legierung?

Beide Materialien sind bestens für Notebook-Gehäuse geeignet und werden auch häufig von Premium-Herstellern genutzt. Sie unterscheiden sich nämlich nur wenig: Magnesium-Legierungen sind meist etwas leichter und härter als die mit Aluminium. Außerdem bietet Magnesium weitere Vorteile, wie die einfachere und kostengünstigere Produktion der Teile sowie die schlechtere Wärmeleitfähigkeit. Es kommt also noch seltener zu Überhitzung, auch wenn Bauteile, die Hitze entwickeln, an einer Stelle verbaut sind, an denen der Nutzer besonders viel Kontakt mit dem Notebook hat.

Aluminium-Bodys sind im Gegensatz dazu minimal weicher und bekommen deswegen höchstens eine Delle, wenn das Notebook herunterfällt. Brüche sind hier ein absolutes Fremdwort. Bei Stürzen sind die Komponenten im Inneren und auch das Display bestens geschützt.

In puncto Design gibt es kaum einen Unterschied. Je nach Verarbeitung können beide Legierungen matt, glänzend oder mit einem Muster versehen sein und wirken in der Regel sehr edel.

Auch bei Autofelgen wird gerne Aluminium verwendet, denn auch hier zählen Leichtigkeit und Stabilität.
Auch bei Autofelgen wird gerne Aluminium verwendet, denn auch hier zählen Leichtigkeit und Stabilität.

Verstärkung durch Carbon - die teure Alternative

Eine weitere etwas teurere Möglichkeit ist es, das hochwertige Alu-Gehäuse mit Kohlenstofffasern – auch Carbonfasern genannt – zu verstärken. Dadurch kann das Notebook-Chassis extrem flach designt werden. Carbonfasern werden industriell hergestellt, sind extrem widerstandsfähig und zeichnen sich durch ein geringes Gewicht aus. Preislich sind Kohlenstofffasern zwar relativ teuer, allerdings sorgen sie dafür auch für eine hohe Stabilität.

Letztendlich müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr bei eurem Notebook-Gehäuse mehr Wert auf Stabilität, ein leichtes Gewicht, Kosten, Wärmeleitung oder Design legt. Mit Metall-Legierungen seid ihr aber auf jeden Fall gut beraten.

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