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#erstmalverstehen: Digitaler vs. Optischer Zoom beim Smartphone



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Smartphone | Fotografie

Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum plötzlich alle neuen Smartphones mehr als nur eine Kamera haben? Die Antwort: Die unterschiedlichen Kameras ermöglichen dir einen besseren Zoom. Vor dem Trend haben die meisten Hersteller bei den Smartphones einen digitalen Zoom integriert, die Triple-Kameras beherbergen allerdings meist einen optischen Zoom, welcher deine Fotos nicht verpixeln lässt.

In diesem #erstmalverstehen-Beitrag klären wir dich genau darüber auf, was die Unterschiede zwischen digitalem und optischem Zoom sind und worauf du beim Smartphone-Kauf achten solltest.

Digitaler vs Optischer Zoom - Einfach erklärt

Wie du mit dem Smartphone zoomst, weißt du wahrscheinlich. Mithilfe der Zwei-Finger-Geste holen wir Motive näher heran, die wir von weiter Ferne fotografieren wollen. Der digitale Zoom vergrößert das Bild aber nur und schneidet es zu. Der vergrößerte Ausschnitt besitzt dadurch eine niedrigere Pixeldichte, wodurch die Qualität schnell leidet. Der Effekt ist ähnlich, als würdest du nah an einen großen Fernseher herantreten. Das Bild ist zuerst scharf und detailreich, desto näher du aber kommst, desto mehr einzelne Pixel und unscharfe Stellen lassen sich erkennen.

Ein optischer Zoom hingegen verändert die Brennweite mit Hilfe von Linsen. Bei einer Kamera fahren die Linsen ein und aus und verändern so den Bildwinkel. Das ist beim Smartphone aber kaum möglich. Deswegen sind verschiedene Linsen mit unterschiedlichen Festbrennweiten verbaut. Das Smartphone wechselt dann entweder automatisch zwischen den Linsen während ihr zoomt, oder ihr steuert direkt zum Beispiel eine Linse mit zweifacher Vergrößerung an.

Mithilfe der Zwei-Finger-Geste zoomen
Mithilfe der Zwei-Finger-Geste zoomen

Digitaler Zoom - schneller Qualitätsverlust

Aufgrund einer nicht beweglichen Linse und einer Festbrennweite in Smartphones, wird häufig mit dem digitalen Zoom gearbeitet. Die Nachteile dabei sind, dass die Bilder künstlich vergrößert werden, sich damit die Qualität und die Bildauflösung verschlechtern und das Bild schnell verpixelt und unscharf wirkt.

Mit mehr Megapixeln jedoch fällt ein digitaler Zoom nicht unbedingt auf. Die Megapixel bestimmen nämlich, welche Größe ein Foto hat. Bei einem größeren Foto fällt es folglich auch nicht so auf, wenn es zugeschnitten wird.

Optischer Zoom - Zoomen ohne Pixelsalat

Die Vorteile eines optischen Zooms sind einerseits, dass du entfernte Motive ohne Qualitätsverlust heranholen kannst und anderseits, dass die Auflösung und die Bildschärfe gleich bleibt. Durch unterschiedliche Brennweiten lässt sich aber nicht nur ein Motiv näher heran holen. Ein Weitwinkel ist auch nur durch eine veränderte Brennweite möglich. Damit fangt ihr mehr von einer Kulisse ein und keiner muss sich zum Beispiel auf Gruppenbilder quetschen.

Richtiges Zoomen mit geeigneten Objektiven

Mittlerweile hast du wahrscheinlich mitbekommen, dass Linsen und Brennweiten eine große Rolle beim Fotografieren spielen. Die neueren Modelle von Smartphones sind deshalb bereits mit Dual- und Triple-Kameras ausgestattet. Der Grund dafür ist, dass ihr mit mehreren Objektiven zwischen Brennweiten wechseln könnt. Die Brennweite legt den Bildwinkel beziehungsweise den Bildausschnitt fest. Dabei ist ungefähr eine 50-Millimeter-Brennweite das Format, welches auch gerade deine Augen wahrnehmen.

Je größer die Brennweite, desto kleiner ist der aufgenommene Ausschnitt. Da nur dieser Ausschnitt vom Kamera-Sensor aufgenommen wird, hat es die gleiche Pixeldichte wie ein nicht-gezoomtes Foto, wodurch kein Qualitätsverlust zustande kommt. Wenn du Landschaften oder Menschenmassen fotografierst, benötigst du folglich ein Weitwinkelobjektiv mit einer niedrigen Brennweite. Falls du Gegenstände detailliert darstellen willst oder entfernte Objekte näher heranholen möchtest, solltest du hierfür ein Teleobjektiv mit hoher Brennweite benutzen.

Mehr vom Motiv einfangen: Dank eines Weitwinkelobjektivs ist das kein Problem.
Mehr vom Motiv einfangen: Dank eines Weitwinkelobjektivs ist das kein Problem.

Smartphones mit optischem Zoom

Den meisten von uns sind qualitativ hochwertige Fotos wichtig und dafür ist es nicht unbedingt notwendig, eine teure Spiegelreflexkamera zu benutzen. Damit ihr einen Überblick bekommt, welche Smartphones die Ergebnisse liefern, die Hersteller bei einer guten Kamera versprechen, stellen wir euch unsere drei Favoriten vor:

  1. Huawei P30 Pro: Das Smartphone verfügt über eine Triple-Kamera und Festbrennweiten von 16 (Weitwinkellinse), 27 (Hauptsensor) und 125 Millimetern (Teleobjektiv). Damit hast du die Möglichkeit, Landschaftsaufnahmen zu fotografieren und an Details heranzuzoomen, ohne dabei deinen Standort zu verlassen.
  2. Samsung Galaxy S10: Die Triple-Kamera bietet beim Galaxy S10 ein Teleobjektiv mit zweifachem Zoom, ein Weitwinkelobjektiv sowie ein Ultra-Weitwinkelobjektiv ausgestattet.
  3. iPhone XS Max: Das iPhone XS Max besitzt im Gegensatz zu unseren zwei anderen Favoriten nur eine Dual-Kamera mit einem Teleobjektiv. Die Qualität der Bilder wird damit jedoch nicht eingeschränkt und kann mit den anderen beiden mithalten, nur auf einen Weitwinkel muss hier verzichtet werden.
Unsere Smartphone-Tipps: Huawei P30 Pro mit Triple-Kamera
Samsung Galaxy S10 ebenfalls mit Triple-Kamera
iPhone XS Max mit Dual-Kamera & Teleobjektiv
Unsere Smartphone-Tipps: Huawei P30 Pro mit Triple-Kamera

Unser Fazit: Vom digitalen Zoom solltest du die Finger lassen, denn mit den meisten Smartphones schadest du deinen Bildern mehr als sie zu verbessern. Wenn du über ein Smartphone verfügst, das ohne optischen Zoom ausgestattet ist, vergrößere und bearbeite deine Fotos lieber im Nachhinein. Dank neuer Innovationen im Bereich Smartphone-Kameras hast du die Möglichkeit, Fotos festzuhalten, die einer Spiegelreflexkamera nahezu Konkurrenz machen.

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