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#erstmalverstehen: Die Vor- & Nachteile von All-in-One-PCs



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All-in-One-PCs sehen edel und schick aus, doch das war nicht immer so. Denn diese „Alles-in-Einem“-PCs gibt es schon länger als viele vielleicht annehmen. Damals wurden sie zwar noch nicht „All-in-One-PCs“ genannt, die Bauart war im Grunde aber die Gleiche. 1975 kam mit dem IBM 5100 der erste „portable Computer“ auf den Markt.

Mit „portabel“ meinte man zwar damals PCs mit einem Gewicht von rund 20 bis 50 Kilogramm, aber im Gegensatz zu den schrankgroßen Computern dieser Zeit war der IBM 5100 genauso wie der Commodore PET 2001 aus dem Jahre 1977 geradezu mobil. Wirklich ansehnlich und portabel wurden All-in-Ones aber erst mit dem 1998 von Apple veröffentlichtem iMac.

Was ihr 20 Jahre später von einem All-in-One-PC erwarten dürft, welche Vor- und Nachteile dieser im Gegensatz zu einem Desktop-PC hat und welche Kriterien ihr beim Kauf beachten solltet, verraten wir euch jetzt.

Das war der erste All-in-One Computer: der IBM 5100.
Das Surface Studio von Microsoft macht da heutzutage dann doch einen schickeren Eindruck.
Das war der erste All-in-One Computer: der IBM 5100.

Vorteile eines All-in-One-PCs

Der offensichtlichste Vorteil eines All-in-One-PCs ist wohl die Optik. Sämtliche PC-Komponenten sind hinter dem Bildschirm verbaut und stecken also in einem einzigen großen Gehäuse. Dadurch sind auch keine Kabel zwischen Monitor und PC notwendig. Wenn Maus und Tastatur dann noch via Bluetooth angeschlossen werden und ihr den Internetzugriff über WLAN einrichtet, benötigt ihr nur noch das eine Kabel zur Steckdose.

Das heißt nicht nur weniger Kabelgewirr und eine schönere Optik, sondern auch eine Fehlerquelle weniger. Ihr könnt unter dem Tisch kein Kabel versehentlich lockern und auch der Staub auf dem Kabelchaos hinter dem PC ist passé.

Ein weiterer Pluspunkt eines All-in-One-PCs ist, dass ihr ihn mit wenigen Handgriffen auf- sowie abbauen könnt. Er lässt sich einfach im Schrank verstauen oder kurzerhand an einen anderen Platz umziehen. Das ist vor allem von Vorteil, wenn ihr keinen dauerhaften Arbeitsplatz habt oder einrichten wollt. Natürlich könntet ihr in diesem Fall auch ein Notebook nutzen, was noch mobiler wäre. Allerdings hat der All-in-One den Vorteil, dass der Monitor meist größer sowie heller ist dieser häufig auch eine höhere Leistungsfähigkeit bietet.

Nachteile eines All-in-One-PCs

Wo Sonne ist, ist auch Schatten – so auch bei All-in-One-PCs. Es ist zwar alles kompakt und edel in einem Gehäuse zusammengefasst, das erschwert aber auch das Auf- und Umrüsten des PCs. Weder die Grafikkarte noch die CPU kann einfach ausgetauscht werden, wenn sie veraltet ist oder den Ansprüchen nicht mehr genügt. Die einzige Komponente, die ihr normalerweise ohne Probleme erweitern könnt, ist der Arbeitsspeicher. Dessen Einschübe sind in der Regel gut erreichbar. Die Festplatte hingegen ist wieder schwieriger auszutauschen.

Und genau weil alle Komponenten fest verbaut und schwer zu erreichen sind, ist die Reparatur eines All-in-One-PCs kostspieliger und aufwendiger als bei einem Desktop-PC – wenn sie überhaupt möglich ist. Ihr müsst außerdem beachten, dass der gesamte Rechner zur Reparatur muss, obwohl zum Beispiel nur der Bildschirm defekt ist. Ein weiterer Nachteil ist oftmals der hohe Kaufpreis. Ein All-in-One-PC ist häufig um einiges kostenintensiver als ein einzelner Tower-PC plus Monitor.

Die Reparatur von AiO-PCs gestaltet sich schwieriger als bei Desktop-PCs
Die Reparatur von AiO-PCs gestaltet sich schwieriger als bei Desktop-PCs

Was müsst ihr beim Kauf eines All-in-One-PCs beachten?

Die Wahl des richtigen All-in-Ones will gut überlegt sein, vor allem, wenn ihr ihn längere Zeit verwenden möchtet. Da die Aufrüstung des Rechners oft nicht möglich ist, solltet ihr euch schon im Vorhinein im Klaren darüber sein, wofür ihr den PC nutzen wollt und wie leistungsstark er deswegen sein sollte. Die CPU und die GPU sollten hierbei am besten etwas mehr leisten können als ihr es derzeit noch benötigt, da Betriebssysteme sowie Software mit der Zeit auch immer anspruchsvoller werden.

Die Größe des Displays hängt ebenfalls vom Einsatz des All-in-Ones ab. Der Bildschirm sollte in der Regel mehr als 20 Zoll messen. Wenn ihr aber beispielsweise damit Bilder bearbeiten möchtet, wäre ein deutlich größeres Display von Vorteil. Für diesen Einsatz oder auch, wenn ihr an dem PC häufiger zocken möchtet, kann ein 4K-Panel sinnvoll sein. Für jemanden, der hingegen oft an Tabellen arbeitet, ist es vor allem wichtig, dass er den Bildschirm des AiO-PCs um 90 Grad drehen kann.

Außerdem sollte ein Augenmerk auf Anschlussmöglichkeiten, Webcam und Lautsprecher gelegt werden. Welche Ports benötige ich? Ist die Webcam ausreichend für meine Zwecke? Sind die Lautsprecher in Ordnung oder benötige ich für meine Ansprüche eine externe Lösung?

Eine weitere Entscheidung liegt darin, ob ihr das Display auch per Touch bedienen möchtet oder nur mit Maus und Tastatur. Viele wollen aber gerade deswegen einen AiO-PC, da sie damit wie an einem Tablet arbeiten können. Wenn ihr diese Arbeitsweise auch bevorzugt, solltet ihr einen Rechner wählen, dessen Bildschirm sich nahezu in die Waagrechte bringen lässt, da nur so ein angenehmes Arbeiten mit Finger oder Eingabestift möglich ist. Wer den AiO-PC hingegen hauptsächlich im Desktop-Modus nutzt, die Bedienung per Maus bevorzugt und keine Fingerabdrücke auf dem Screen haben möchte, der kann auf das Touch-Display auch verzichten.

Durch "curved" Monitore bleibt der Abstand des Monitors zum Auge fast immer gleich.
Die Touch-Funktionen sind in der Waagrechten am nützlichsten.
Durch "curved" Monitore bleibt der Abstand des Monitors zum Auge fast immer gleich.

Design & Kompaktheit vs. einfaches Aufrüsten & Reparieren

Wenn ihr euch also einen All-in-One-PC anschaffen wollt, solltet ihr euch vorher über all diese Aspekte Gedanken machen und euch auch mit den Vor- sowie Nachteilen eines AiO-PCs auseinandersetzen.

So ein PC mag tatsächlich etwas schwieriger in der Aufrüstung und in der Reparatur sein. Wenn ihr allerdings eh nicht gerne selbst an eurem PC herumbastelt, sondern einfach einen schicken sowie einfach zu verstauenden Rechner mit gutem Monitor und eventuell Touch-Display sucht, dann seid ihr mit einem All-in-One-PC auf jeden Fall gut beraten.

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