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#erstmalverstehen: Das müsst ihr beim Kauf gebrauchter Notebooks beachten



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Notebook | Reparatur

Ihr wollt ein Marken-Notebook kaufen, dafür aber nicht den vollen Preis zahlen? Dann solltet ihr unbedingt auch gebrauchte Ware in Betracht ziehen. Diese ist meist um einiges günstiger und gleichzeitig nicht viel schlechter als Neuware.

Auf welche Details ihr beim Kauf eines gebrauchten Notebooks achten solltet, welche Unterschiede es zwischen B-Ware, Vorführware oder Refurbished-Produkten gibt und wie das eigentlich mit der Garantie ist, erklären wir euch jetzt.

Was ist B-Ware?

B-Ware Notebooks werden mit bis zu 30 Prozent Rabatt angeboten.
B-Ware Notebooks werden mit bis zu 30 Prozent Rabatt angeboten.

In den Outlets der Hersteller oder Händler gibt es nicht nur Schnäppchen-Angebote, sondern auch B-Ware. Als B-Ware werden zum Großteil Artikel bezeichnet, die vom Kunden zurückgeschickt wurden, weil sie nicht gepasst oder nicht gefallen haben. Das heißt, die Verpackung wurde geöffnet, vielleicht auch die Schutzfolien abgezogen, das Gerät angeschaltet – dann wurde es aber wieder zurückgesandt. Meist bleibt das Produkt unversehrt, in seltenen Fällen gibt es kleinere Mängel wie leichte Kratzer oder Dellen.

Vorführartikel, also Produkte, die beispielsweise schon in einem Store ausgestellt waren, machen lediglich einen geringen Anteil der B-Ware aus. Aber ganz gleich, ob direkt vom Kunden oder aus dem Geschäft, alle Produkte werden sorgfältig geprüft sowie gereinigt. Außerdem werden private Daten gelöscht und alles auf Werkseinstellungen zurückgesetzt, bevor sie wieder in den Verkauf gehen. Der Preis für B-Ware kann bis zu 30 Prozent unter dem Originalpreis liegen.

Worin besteht der Unterschied zu Refurbished?

Der Preis für Refurbished-Notebooks liegt etwa zehn bis 20 Prozent unter dem ursprünglichen Verkaufspreis.
Der Preis für Refurbished-Notebooks liegt etwa zehn bis 20 Prozent unter dem ursprünglichen Verkaufspreis.

Neben der B-Ware gibt es auch noch Refurbished-Notebooks (engl. „refurbished“ = „runderneuert“). Damit wird nicht nur die Reinigung, sondern auch die kontrollierte Reparatur von Produkten bezeichnet. Dabei befolgen die Hersteller strikte Qualitätsstandards.

Artikel, die „refurbished“, also runderneuert werden, stammen ebenfalls meist aus Rücksendungen in Folge des Widerrufsrechts oder aus Garantieansprüchen. Der Hersteller überprüft die Ware nach standardisierten Methoden auf volle Funktionsfähigkeit sowie optische Unversehrtheit. Wenn Mängel auftreten, wird der Artikel generalüberholt und repariert. Danach wird das Produkt meist in der Originalverpackung verkauft, aber als „refurbished“ deklariert. Der Preis für solche Ware liegt meist zehn bis 20 Prozent unter dem Neupreis.

Wie sieht es mit Garantie & Gewährleistung aus?

Lediglich nach einer Reparatur ist die Garantie bei B-Ware angebrochen.
Lediglich nach einer Reparatur ist die Garantie bei B-Ware angebrochen.

Ein Grund, warum viele vor dem Kauf eines gebrauchten Notebooks zurückschrecken, ist die Unsicherheit, dass es trotz Prüfung kurz nach Kauf kaputt geht. Wenn solche Gebrauchtware jedoch bei einem Händler gekauft wird, muss dieser eine gesetzliche Gewährleistung geben. Außerdem wird in den meisten Fällen zusätzlich eine (Rest-)Garantie auf die Notebooks gewährt.

Bei Cyberport besitzen B-Ware-Notebooks in der Regel noch die volle Herstellergarantie. Lediglich Produkte, die vorher von einem der zertifizierten Servicepartner repariert wurden, weisen eine kürzlich angebrochene Garantie auf.  Da es sich bei der Herstellergarantie um eine freiwillige Leistung handelt, ist die Garantiedauer von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Erfahrungsgemäß werden aber mindestens ein Jahr, manchmal sogar eine lebenslange Garantie gegeben.

Welche Garantie es auf ein B-Ware Notebook bei Cyberport gibt, steht im Online-Shop direkt neben dem Produktbild. Dort erfahrt ihr auch, in welchem Zustand sich das Produkt befindet, also ob es neuwertig ist, nur leichte Kratzer aufweist oder was es im Einzelfall für einen Mangel gibt.

Die gesetzlich geregelte Gewährleistung beträgt bei gebrauchter Ware grundsätzlich zwölf Monate. Die Beweislast bei einem Schaden liegt während der ersten sechs Monate beim Verkäufer. Das heißt, er muss beweisen, dass das Produkt bei der Lieferung frei von Mängeln war. Der Verkäufer hat dabei die Möglichkeit einer Nachbesserung, beispielsweise durch eine Reparatur.

Nach welchen Aspekten sollte ich das gebrauchte Notebook auswählen?

Der ausschlaggebende Punkt bei der Wahl eines Notebooks ist natürlich, dass es den Ansprüchen des Nutzers genügt. Je nach dem, wofür ihr es also verwenden möchtet, kommt ein anderes infrage. Bei gebrauchten Notebooks, die schon älter sind, muss also auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass der Prozessor und die Grafikeinheit nicht schon veraltet sind und für euer Einsatzgebiet ausreichen.

Da der Akku oft als erstes leidet, solltet ihr euer Augenmerk auch auf die Leistungsfähigkeit des Akkus legen. Aus diesem Grund wird dieser bei Refurbished-Notebooks vor dem Wiederverkauf oft ausgetauscht.

Auf jeden Fall solltet ihr das Notebook beim Kauf beziehungsweise nach der Lieferung direkt testen. Macht die Festplatte ungewöhnliche Geräusche? Funktioniert das Display einwandfrei? Gibt es sichtbare Sturzschäden? Funktioniert die Tastatur sowie das Touchpad?  Wie lange hält der Akku durch? Wenn ihr dabei irgendwelche Schäden entdeckt, die vom Händler nicht genannt wurden, könnt ihr es jederzeit reklamieren und retournieren.

Weniger Schrott & mehr Nachhaltigkeit - auch das spricht für Gebrauchtware.
Weniger Schrott & mehr Nachhaltigkeit - auch das spricht für Gebrauchtware.

Refurbished, B-Ware oder privat - in jedem Fall nachhaltig

Ganz gleich, ob ihr euch für ein gebrauchtes Notebook aus privater Hand, aus einem Händler-Outlet oder ob ihr euch für Refurbished-Ware entscheidet, ihr tragt in jedem Fall dazu bei, dass es weniger Elektroschrott gibt. Laut einem Bericht der UNO werden davon jährlich ganze 45 Millionen Tonnen weltweit produziert. Das macht pro Kopf eine Menge von sechs Kilogramm. Der Kauf eines gebrauchten Notebooks ist also definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.

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