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#erstmalverstehen: Braucht mein Kind eine Smartwatch?



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Smartwatches und Fitness-Tracker für Erwachsene sind längst nichts Neues mehr. Viele nutzen ihre smarten Begleiter zum Schritte Zählen, Nachrichten Checken oder Bezahlen.

Mittlerweile gibt es auch smarte Armbänder, die speziell für Kinder ausgelegt sind. Doch wozu braucht mein Kind eine Smartwatch? Wann ist eine Investition in ein solches Gadget sinnvoll? Und wie gehe ich verantwortungsbewusst mit der Technik um? Diesen Fragen widmen wir uns im heutigen Beitrag. Los gehts!

Was können Kinder-Smartwatches alles?

Anders als bei Smartwatches für Erwachsene, stehen bei den Modellen für Kinder nicht etwa Produktivität oder Fitness im Vordergrund. Vielmehr soll die Uhr für eine bessere Sicherheit sorgen und die Kommunikation zwischen Eltern und Kind erleichtern.

Dabei wird das Kind mit der Smartwatch ausgestattet, während sich die dazugehörige App auf dem Smartphone der Erwachsenen befindet. Das Kind selbst benötigt also kein Smartphone. Welche Funktionen das Gadget Trägern und Eltern bietet, lässt sich am Besten anhand von drei Zielen erklären:

#1 Sicherheit

Das wohl wichtigste Ziel einer Smartwatch für Kinder, ist deren Sicherheit. Dazu unterstützen die meisten Modelle eine GPS-Funktion, mit der der Standort des Kindes jederzeit vom Smartphone der Eltern ermittelt werden kann.

Außerdem können bei einigen Smartwatches sogenannte Sicherheitszonen eingestellt werden. Anhand von digital festgelegten Begrenzungen erkennt die Uhr, wann das Kind die Zone verlässt. Ob beim Begehen von Wasser- oder Eisflächen oder einer vielbefahrenen Straße, werden Eltern via Smartphone sofort über die möglichen Gefahrensituation benachrichtigt.

Damit sich beide Parteien über die Technik freuen, sollte die Smartwatch in Ruhe eingerichtet und die Funktionen geduldig erklärt werden. Eltern sollte zudem bewusst sein, dass auch Kinder gemäß des Grundgesetzes (GG) und der UN-Kinderrechtskonvention Recht auf Privatsphäre haben. Wichtig ist daher, dass die Anschaffung sich nicht auf Misstrauen und Überwachung stützt, sondern lediglich der Sicherheit dient und verantwortungsbewusst eingesetzt wird.

Wird von Anfang an klar abgesprochen, was die Uhr kann und welche Vorteile sie mit sich bringt, wird das Vertrauensverhältnis zu euren Schützlingen nicht verletzt. Fragen sollten angehört werden und gegebenenfalls eigene Regeln erstellt werden. So fühlt sich euer Kind nicht überwacht, sondern eher behütet.

#2 Kommunikation

Damit Eltern und Kind miteinander kommunizieren können, sind die meisten Kinder-Smartwatches mit einer SIM-Kartenslot ausgestattet. Dadurch können entweder Emojis, Text- und Sprach-Nachrichten versendet oder sogar Anrufe getätigt werden.

Außerdem lassen sich im internen Speicher der Uhr Kontakte und Notfallrufnummern hinterlegen. Letztere können in einer Notsituation ganz einfach über einen Knopf gewählt werden.

#3 Unterhaltung

Natürlich soll den Kindern die Technik auch Spaß machen. Dafür besitzen einige Modelle eine Kamerafunktion, mit der sich lustige Bilder oder Videos schießen lassen. Auch Schrittzähler, Musikplayer oder Spiele stehen je nach Ausstattung zur Verfügung.

Über einen Schulmodus wird dabei sichergestellt, dass sich die Kinder während des Unterrichts nicht von ihrer Uhr ablenken lassen. Wird die Funktion aktiviert, kann der Träger nur noch auf die Uhrfunktion zugreifen. Anrufe, Unterhaltungsmodi, Text- und Sprachnachrichten sind dadurch nicht mehr möglich. Die Wahl der Notfallnummer steht allerdings trotzdem jederzeit zur Verfügung.

Wann lohnt sich die Investition in eine Kinder-Smartwatch?

In Blau und Pink macht die Smartwatch auch optisch etwas her.
In Blau und Pink macht die Smartwatch auch optisch etwas her.

Für Eltern, die ihr Kind noch nicht mit den vielseitigen Funktionen eines Smartphones überfordern möchten, könnten Smartwatches eine sinnvolle und preiswertere Alternative sein.

Durch die Reduzierung auf das Wesentliche und die intuitive Bedienbarkeit kann sich euer Kind spielerisch mit der Technik vertraut machen. Gleichzeitig behaltet ihr jederzeit den Überblick über das Nutzungsverhalten eurer Jüngsten. Kinder-Smartwatches eignen sich daher sehr gut für Schützlinge zwischen fünf und zwölf Jahren.

Auch für ängstliche Kinder, die auf dem ersten Schulweg allein eine kleine Stütze brauchen, kann das Gadget eine Investition wert sein. Gleichzeitig müssen sich Eltern weniger Sorgen machen, da sie immer wissen, wo ihr Kind gerade ist und dass es sich im Notfall melden kann.

Wasserdicht? Akkulaufzeit? Darauf solltet ihr beim Kauf achten!

Von Vornherein sollte genau überlegt werden, ob die Smartwatch zu den Gewohnheiten des Kindes passt. Beispielsweise sollte für begeisterte Schwimmer eher ein wasserfestes Modell gewählt werden, für kleine Kreativköpfe eine Variante mit Kamerafunktion.

Auch die Wahl der SIM-Karte und die damit anfallenden Kosten sollten schon vorher überlegt werden. So sollten in jedem Fall mobile Daten unterstützt sein, um die GPS-Ortung nutzen und Nachrichten versenden zu können. Als Richtwert ist mit einem Datenverbrauch von mindestens 200 Megabyte zu rechnen. Sollte vermehrt auf Anrufe gesetzt werden, empfiehlt sich außerdem eine Telefon-Flat.

Damit der Akku nicht jeden Tag geladen werden muss, ist es zudem ratsam auf die Akkukapazität zu achten. Einige Uhren bieten mittlerweile Laufzeiten von bis zu drei Tagen. Dennoch sollte der Akkustand regelmäßig überprüft werden, damit die Uhr im Notfall auch funktioniert.

Bei einigen Smartwatches, wie der XPLORA X4, kann das Kind eigene Hintergrundbilder einstellen.
Über die App lässt sich die Smartwatch jederzeit orten.
Bei einigen Smartwatches, wie der XPLORA X4, kann das Kind eigene Hintergrundbilder einstellen.

Mit Sicherheit sicher - Was mit euren Daten passiert

Weil nicht nur die Sicherheit des Kindes wichtig ist, sondern gleichermaßen auch die Sicherheit eurer Daten, sollte beim Kauf einer Smartwatch auch auf Datenschutz geachtet werden.Vorteilhaft ist es, wenn der Hersteller eure personenbezogenen Daten nach den in Deutschland geltenden Richtlinien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verarbeitet. So werden sie sicher gespeichert und ihr habt jederzeit Anspruch auf die Einsicht oder Löschung dieser.

Einige Hersteller, beispielsweise XPLORA, informieren ihre Kunden transparent darüber. Sollte einmal keine Angabe zu finden sein, ist es sinnvoll, sich mit der Frage direkt an den Hersteller zu wenden.

Da es sich hier um sensible Informationen, wie Standort, Bilder oder Privatnachrichten handelt, lohnt sich im Zweifel die Entscheidung für das teurere, sicherere Produkt.

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