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#erstmalverstehen: Alu, Carbon oder Magnesium bei Notebooks?



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Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Notebook | HP

Notebooks müssen im Alltag so einiges aushalten – zumindest bei mir. Hin und wieder ecke ich an Tischkanten an und mir ist es leider auch schon einmal passiert, dass mir mein Notebook von der Couch gerutscht ist. Glücklicherweise hat es nicht mehr als einen kleinen Kratzer davon getragen.

Die Stabilität eures Notebook hängt vor allem vom Material des Chassis ab. Ob dabei aber Aluminium, Carbon, Magnesium oder doch Kunststoff die beste Wahl ist, erklären wir euch jetzt.

Günstig, aber leider anfällig für Brüche

Die meisten preiswerteren Notebooks besitzen ein Gehäuse aus Kunststoff. Dies hat beispielsweise den Vorteil, dass es sehr leicht ist und nicht so anfällig für Kratzer wie Metall-Chassis. Der größte Pluspunkt ist hier aber wahrscheinlich der niedrige Preis.

Dem steht aber auch eine große Anfälligkeit für Brüche entgegen. Kunststoff ist nicht so biegbar wie Metall, deswegen bricht es auch schneller, wenn es dem ausgeübten Druck nicht mehr stand hält. Wenn ihr also ein Notebook mit Kunststoff-Gehäuse habt, lasst es besser nie fallen …

Das preiswerte HP 17-ak022ng besteht aus Kunststoff, ist rund 2,5 Zentimeter hoch und 2,6 Kilogramm schwer.
Das preiswerte HP 17-ak022ng besteht aus Kunststoff, ist rund 2,5 Zentimeter hoch und 2,6 Kilogramm schwer.

Leicht & edel: Aluminium-Gehäuse

Brüche oder Risse sind für Aluminium-Bodys hingegen ein Fremdwort. Das Schlimmste, das Notebooks mit Alu-Gehäuse passieren kann, sind in der Regel Dellen oder Kratzer. Bei Stürzen sind die Komponenten im Inneren und auch das Display besser geschützt. Um verlorene Daten braucht ihr euch also weniger Gedanken machen – auch wenn Herunterfallen natürlich keinem Notebook gut tut.

Aluminium als Material wird vorrangig gewählt, weil es ein sehr leichtes Metall ist. Auch wenn Aluminium- stabiler als Kunststoff-Gehäuse sind, sind sie durch die geringe Dichte immer noch instabiler als viele andere Metalle. Das kann zwar durch eine dickere Alu-Schicht ausgeglichen werden, allerdings ist das Notebook dann auch schwerer.

Dank Carbonfaser-Verstärkung ist das HP Spectre 13 nur 1,1 Zentimeter hoch.
Dank Carbonfaser-Verstärkung ist das HP Spectre 13 nur 1,1 Zentimeter hoch.

Stärke durch Carbonfasern

Eine weitere Möglichkeit ist es, die edel und hochwertig anmutenden Alu-Gehäuse durch Kohlenstofffasern – auch Carbonfasern genannt – zu verstärken, wie es beispielsweise beim HP Spectre 13 gemacht wurde. Das Chassis des Premium-Notebooks konnte wegen der Verstärkung ultraflach designt werden und ist gerade einmal 1,1 Zentimeter hoch.

Carbonfasern werden industriell hergestellt, sind extrem wiederstandsfähig und zeichnen sich durch ein geringes Gewicht aus. Das 13-Zoll-Notebook HP Spectre 13 wiegt beispielsweise nur 1,1 Kilogramm. Preislich sind Kohlenstofffasern zwar relativ teuer, allerdings sorgen sie dafür auch für eine hohe Stabilität.

Nicht nur Kunststoff kann durch Carbonfasern verstärkt werden, sondern auch Metalle wie Aluminium.
Nicht nur Kunststoff kann durch Carbonfasern verstärkt werden, sondern auch Metalle wie Aluminium.

Magnesium-Legierungen: Leichter, aber auch deutlich teurer

Noch leichter und etwas härter als Aluminium sind Magnesium-Legierungen. Durch die höhere Widerstandsfähigkeit gegen Dellen sind aber auch Risse und Brüche eher möglich. Vorteile von Magnesium bestehen beispielsweise in der einfacheren Produktion der Teile sowie in der schlechteren Wärmeleitung. In Hinblick auf die Hitzeregulierung ist es hier also weniger wichtig, wie die Komponenten im Inneren angeordnet sind, als bei Alu-Gehäusen. In diesen kann es nämlich zu Überhitzung kommen, wenn Bauteile, die Hitze entwickeln, an einer Stelle verbaut sind, an denen der Nutzer besonders viel Kontakt mit dem Notebook hat.

Je nach Preis und bevorzugter Stabilität solltet ihr also bei der Wahl eures Notebooks auf andere Materialien Wert legen. Einer der besten Werkstoffe ist meiner Meinung nach die Kombination aus Alu und Carbon.  Sie ist widerstandsfähiger als eine Magnesium-Legierung oder ein Kunststoff-Gehäuse und sieht zudem ziemlich edel aus – auch weil man sie wegen des stabilen Materials so extrem dünn halten kann.

Was für ein Notebook nutzt ihr? Sind euch Stabilität und Design beim Kauf überhaupt wichtig oder seid ihr eher der Typ, der nur aufs Datenblatt achtet?

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2 Kommentare

  1. Katie Bell schrieb am
    Bewertung:

    Hey, ich informiere mich aktuell gerade sehr intensiv über Notebooks, und hätte gerne eines was mir eine starke Langlebigkeit verspricht. Dementsprechend ist mir das Material des Gehäuses durchaus wichtig. Nun habe ich aber die unterschiedlichsten Infos erhalten. Einerseits soll ein Metallgehäuse einem Hitzetod vorbeugen, da besserer Wärmeleiter, laut dir aber kann bei ungünstiger Platzierung gerade dass hitzetechnisch auch ein Problem sein. Metallgehäuse seien stabiler und daher bei Stürzen, etc. besserer Schutz. Andere Quelle sagt aber dass das Metall Stöße besser an Innenleben weiterleitet und daher Kunststoff zu empfehlen ist. Das reißt wiederum leichter … Ich kenne mich leider sehr schlecht aus und weiß jetzt nicht was ich dazu sagen soll. Könntest du eventuell noch einmal auf das von mir geschriebene eingehen? Vielen Dank auf alle Fälle!!
    LG

    • Johanna Leierseder schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Katie,
      du hast eigentlich alles schon korrekt zusammengefasst. Grundsätzlich gilt: Je härter das Metall ist, desto schneller können Risse und Brüche entstehen, Dellen sind dafür eher unwahrscheinlich. Je weicher das Metall hingegen ist, desto eher entstehen Dellen und Kratzer, dafür kommen Brüche nur selten vor. Kunststoff kann man in dieser Hinsicht nicht wirklich mit Metall vergleichen. Bei Kunststoff entstehen keine Dellen. Unter starker Krafteinwirkung biegt es sich schlechtestenfalls so weit, dass es bricht. Kratzer können hier trotzdem entstehen.
      Zur Wärmeleitung: Metall leitet Wärme besser als Kunststoff. Wenn du deine Handballen bei einem Kunststoff-Notebookgehäuse ständig über dem Prozessor oder der Grafikkarte ablegst, ist dies hier in der Regel nicht so dramatisch wie bei einem Notebook mit Metallgehäuse. Dort kann es dazu führen, dass diese wichtigen Bauteile überhitzen oder langsamer laufen. Allgemeint strahl ein Notebookgehäuse aus Metall aber mehr Wärme ab und kann sich so schneller passiv kühlen als eins aus Kunststoff.
      Ich hoffe, diese Antwort hat bei dir zu mehr Klarheit als Verwirrung geführt. :D Wenn du noch Fragen hast, dann immer her damit!
      Beste Grüße
      Johanna vom Cyberport-Team

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