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#erstmalverstehen: 12 Tipps für iOS 12



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Seit dem 17. September steht Apples neues Betriebssystem zum Download zur Verfügung und bringt jede Menge neue Features mit, die dir den Umgang mit iPhone und iPad im Alltag erleichtern. Das Update ist für alle Geräte verfügbar, die auch iOS 11 beherrschen, also sogar noch für das mittlerweile fünf Jahre alte iPhone 5S. Falls du bis dato dein iOS-Gerät nicht aktualisiert hast, solltest du das unbedingt tun. Hier liest du, welche Features dir sonst entgehen.

1. Geschwindigkeit

Auch wenn es nicht mit „0 New Features“, wie einst MacOS X 10.6 Snow Leopard beworben wird, ist iOS 12 eine der eher weniger Feature-lastigen Ausgaben des Apple-Betriebssystems, bei denen eher unter der Haube geschraubt wurde. Zuoberst bei den Neuerungen steht daher der Punkt Geschwindigkeit: Neben flüssigeren Animationen verspricht Apple bis zu doppelt so schnelle App-Starts, Kamera und Tastatur sollen 70 beziehungsweise 50 Prozent schneller angezeigt werden. Insbesondere Nutzer von langsam in die Jahre kommender iOS-Geräte wie iPhone 5S oder iPad Air werden hier eine Verbesserung bemerken.

2. Bildschirmzeit

Die Diskussionen um überhöhte Smartphone-Nutzung und deren Folgen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Apple reagiert darauf mit dem hauseigenen Digital-Detox-Programm „Bildschirmzeit“. Hinter dem etwas sperrigen Namen versteckt sich eine Funktion, mit der sich die Smartphone-Sucht in mehreren Dimensionen eindämmen lässt. Zunächst ist da das Protokoll über die Zeit, in denen der Bildschirm des Smartphones aktiv war, und welche Apps und Websiten du in dieser Zeit benutzt hast. Außerdem fließen hier auch Daten zur Menge eintreffender Benachrichtigungen und der Anzahl der Entsperrungen des Smartphones ein. Diese gesammelten Statistiken für die letzten Tage stellt dir das Betriebssystem in einer wöchentlichen Benachrichtigung automatisch zu – ein Blick hinein lohnt sich!

Wer nun anhand der teils erschreckenden Zahlen Nachbesserungsbedarf für sich oder auch sein Kind feststellt, kann die Smartphone-Nutzung auf mehrere Arten eindämmen: In „Auszeiten“ genannten Zeitfenstern lassen sich nur vordefinierte Apps benutzen, außerdem gibt es definierbare Zeitbudgets für ausgewählte Apps oder App-Kategorien; nach dem Verbrauch des täglichen Budgets lassen sich diese dann nicht mehr nutzen (Stichwort: Noch fünf Minuten verbleibend für Spiele). Und das Beste: Als Elternteil kannst du vom eigenen Smartphone aus die Limits für deine Kinder konfigurieren.

Nutzungsstatistiken, definierbare Auszeiten und App-Limits kommen mit iOS 12.
Außerdem gibt es Statisktiken zu Entsperrungen und Benachrichtigungen.
Nutzungsstatistiken, definierbare Auszeiten und App-Limits kommen mit iOS 12.

3. Nicht Stören

Eine weitere Komponente im Kampf gegen die übermäßige Smartphone-Nutzung ist der verbesserte „Nicht Stören“-Modus. Bei langem Tap auf das Nicht-Stören-Symbol im Kontrollzentrum erscheint nun eine Auswahl, mit der sich der Modus für eine Stunde, für den aktuellen Termin, den aktuellen Tag oder auch bis zum Verlassen des aktuellen Ortes aktivieren lässt. Außerdem lässt sich der Nicht-Stören-Modus nun auch mit dem Schlafenszeit-Modus des iPhones verbinden, was Benachrichtigungen stumm schaltet und das Display dimmt – damit verbringst du die Nacht garantiert in Ruhe.

Der Nicht-Stören-Modus ist jetzt orts- oder termingebunden verfügbar.
Der Nicht-Stören-Modus ist jetzt orts- oder termingebunden verfügbar.

4. (Siri)-Kurzbefehle

Hier hat Apple nun doch einen unsichtbaren Riesen versteckt, der riesiges Potenzial bietet, aber wohl noch zu wenig Aufmerksamkeit erfährt: Bei „Kurzbefehle“ handelt es sich um eine optimierte Version der ehemals kostenpflichtigen Drittanbieter-App „Workflow“, deren Entwickler Apple kürzlich gekauft hat. Mit der nun standardmäßig installierten App lassen sich Arbeitsabläufe App-übergreifend optimieren und automatisieren, so kannst du zum Beispiel deine Freunde mit einem Tap automatisch über den wahrscheinlichen Zeitpunkt deines Eintreffens informieren, Websiten vorlesen oder zum PDF konvertieren lassen und auch Dateien, beispielsweise von YouTube, herunterladen. Zur Inspiration dient eine Galerie, in der zahlreiche vordefinierte Kurzbefehle zur Verfügung stehen. Selbstverständlich kannst du aber auch eigene Kurzbefehle erstellen. All diese Shortcuts sind dann auch per Siri abrufbar.

Mit der Kurzbefehle-App lassen sich Workflows einfach automatisieren.
Mit der Kurzbefehle-App lassen sich Workflows einfach automatisieren.

5. Group FaceTime

Apples hauseigene Videotelefonie-App „FaceTime“ wird mit dem neuen Betriebssystem enger mit der Nachrichten-App vernetzt und erhält die Option für Videokonferenzen mit bis zu 32 Teilnehmern, die sich nach Belieben zur Konferenz hinzuschalten oder wieder aussteigen können. Apple hat diese Funktion erst mit iOS 12.1 nachgeliefert, du musst also möglicherweise nochmal updaten, um sie nutzen zu können. Außerdem funktionieren Videokonferenzen erst ab iPhone 6S und SE beziehungsweise iPad Air 2. Auf den älteren Geräten sind nur Audiokonferenzen möglich.

Ebenfalls neu bei FaceTime: Filter und Optionen zum Einfügen von Text und Stickern, ab iPhone X aufwärts kannst du sogar ein Animoji als Avatar für den FaceTime-Anruf benutzen.

6. Memoji & Animoji

Nachdem im letzten Jahr mit dem iPhone X das „Animoji“ genannte animierte Emoji eingeführt wurde, ist in diesem Jahr das Memoji dran: Dahinter verbirgt sich ein Baukasten, mit dem du dein ganz persönliches Animoji gestalten kannst. Wer einmal einen Mii auf einer Nintendo-Spielekonsole erstellt hat, kennt das Prinzip: Das eigene Gesicht wird zum stilisierten Emoji, das sich nachher in Hautfarbe, Frisur, Gesichtsform und vielen anderen Aspekten anpassen lässt. Dieses kannst du dann wie ein Animoji benutzen. Außerdem gibt es vier neue Standard-Animoji, und zwar Koala, Tiger, Geist sowie T-Rex und natürlich zahlreiche neue Emoji.

7. ARKit 2

Augmented Reality, kurz AR, ist eine neue Technologie, die reale und virtuelle Welt miteinander verbindet. Damit kann dir dein iPhone dann beispielsweise den Sternenhimmel erklären oder ein Spiel auf der Oberfläche deines Wohnzimmertisches abbilden. Und mit dem neuen ARKit 2 stehen Programmierern jetzt noch vielseitigere Möglichkeiten zur Verfügung, dir ein tolles AR-Erlebnis zu bieten. Ein erstes Beispiel dafür ist eine mit iOS 12 automatisch mitgelieferte Maßband-App, mit der du Gegenstände aus der realen Welt ganz einfach mit deinem iPhone vermessen kannst.

Gegenstände vermessen oder Sterne an den Nachthimmel projizieren – möglich dank AR
Gegenstände vermessen oder Sterne an den Nachthimmel projizieren – möglich dank AR

8. Mitteilungen

Treffen viele Push-Notifications einer App ein, werden diese mit iOS 12 im Sperrbildschirm gruppiert, diese Gruppen sind aus- und einklappbar. Auf Wunsch kannst du so auch gleich eine ganze Gruppe von Benachrichtigungen entfernen, beispielsweise, wenn es in einer WhatsApp-Gruppe wieder rund geht. Außerdem gibt es weitere Einstellungen direkt an der Benachrichtigung, mit der diese etwa stumm, also nur in der Mitteilungszentrale und nicht im Sperrbildschirm oder auch gar nicht mehr zugestellt werden. Damit entfällt bei unerwünschten Benachrichtigungen der Weg in die Einstellungen.

Benachrichtigungen werden in Stapeln zusammengefasst und sind vom Sperrbildschirm aus konfigurierbar.
Benachrichtigungen werden in Stapeln zusammengefasst und sind vom Sperrbildschirm aus konfigurierbar.

9. Fotos

Im der Foto-App findet sich der neue „Für Dich“-Tab, der Fotos automatisch und ortsbasiert zu Alben zusammenstellt. Diese lassen sich dann einfach mit Freunden teilen und können sogar noch weitere Fotos hinzufügen. In der überarbeiteten Suche stehen dir Momente, Orte, Kategorien und Schlagworte zur Auswahl, zu denen deine Fotos automatisch zugeordnet werden.

 

Im "Für Dich"-Tab werden Alben automatisch erstellt, die Suche erhält neue Rubriken.
Im "Für Dich"-Tab werden Alben automatisch erstellt, die Suche erhält neue Rubriken.

10. Kamera

Fotografie-Enthusiasten werden sich über dieses neue Feature freuen: Auf iOS-Geräten mit A9-Chipsatz (iPhone 6S bzw. SE) oder neuer lassen sich Bilder im RAW-Format direkt in der Fotos-App bearbeiten. Damit editierst und speicherst du deine Bilder verlustfrei. Außerdem wurde der Porträtmodus verbessert: Die Kamera trennt die abgebildete Person nun besser vom Hintergrund, wodurch deine Porträt-Aufnahmen noch echter wirken. Und auch für die Kamera-App gilt: Mit iOS 12 gibt es neue Filter und Sticker, mit denen du deine Fotos verschönern kannst.

11. Neue Standard-Apps

Wie schon erwähnt, hielten mit iOS 12 diverse neue Standard-Apps Einzug. Neben der bereits erwähnten Maßband-App sind nun Sprachmemos mit iCloud-Support endlich auch auf dem iPad am Start und iBooks heißt nun „Bücher“ und kommt mit neuer Optik daher. Auch die Aktien-App hat ein neues Design sowie automatischen iCloud-Support bekommen. Wahrscheinlich dürfen wir mit den nächsten Betriebssystemversionen weitere Optik-Anpassungen in den Standard-Apps sehen, die sich an den Stil dieser neuen Apps halten.

Und zu guter Letzt gibt es für Zahlenfetischisten in den Einstellungen ausführliche Batteriestatistiken für die letzten 24 Stunden oder zehn Tage, mit denen sich Stromfresser-Apps einfach erkennen lassen. Schon interessant, dass man am Tag auch mal mehr als 100 Prozent Akku verbrauchen kann.

Die Apps "Bücher" und "Aktien" haben einen neuen Look
Und es gibt ausführliche Batteriestatistiken
Die Apps "Bücher" und "Aktien" haben einen neuen Look

12. Datenschutz

Bei Apple ist der Schutz persönlicher Daten schon länger ein großes Thema. Mit iOS 12 wird daher eine neue Version des integrierten Safari-Browsers ausgeliefert, die dein Surfverhalten besser als zuvor beschützen soll. Hier werden beispielsweise Like-Buttons und Co. automatisch blockiert, weil diese mehr Daten als gewollt verraten können. Außerdem wird der Device-Fingerprint verschleiert, welcher dein iPhone oder iPad erkennbar machen würde. Das erschwert das Nachverfolgen deiner Surf-Aktivitäten und damit das Ausspielen von personalisierter Werbung.

Das waren unsere zwölf Tipps für iOS 12 für dich – allein die verbesserte Geschwindigkeit sollte jeden zum Update veranlassen. Welches ist dein neues Lieblings-Feature? Schreib es uns in die Kommentare!

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