Lifestyle

Achtung Touristenfalle!



1

Die letzten Tage auf der Insel…
image

…neigen sich dem Ende zu. Abenteuerliche zwei Wochen liegen hinter uns. Morgen geht der Flieger und am Donnerstag werde ich wieder in der CyberBloc-Zentrale zugegen sein. Doch bevor es soweit ist, gilt es die letzten Ereignisse nochmals Revue passieren zu lassen. Kommt mit auf unseren Pfad zwischen Naturwanderungen und allgemeinen Touristenfallen.
Porto Moniz – Die Hölle hat einen Hafen (Namen)
Am letzten Donnerstag hatten wir vor, in der Frühe nach Porto Moniz, im nördlichen Teil der Insel gelegen, aufzubrechen. Der eigentliche Plan sah vor, von hieraus ausgehend einer Levada in das Landesinnere zu folgen um anschließend wieder nach Porto Moniz zurückzukehren. Unerfreulicher Weise mussten wir feststellen, dass der Bus über drei Stunden für diese Fahrt benötigte. Was im Endeffekt bedeutete, dass wir uns in Poro Moniz und Umgebung nicht länger als 2,5 Stunden aufhalten konnten, da dann der letzte Bus nach Funchal aufbrach. An eine Wanderung war in diesem Fall nicht mehr zu denken.

Wir waren gefangen in der Touristenfalle Porto Moniz! Was gab es hier zu entdecken, nicht viel wie wir diagnostizieren durften. Am „Busbahnhof“ empfang uns zunächst eine aufgeblasene Walfigur aus PVC und winkte den armen Irren (Touristen) zynisch entgegen. Das einzig Sehenswerte war der Blick aufs Meer. Darüber hinaus jede Mange „Fressstände“ und fettleibige, ältere Touris. Hier mussten wir die nächsten zwei Stunden verbringen, Gott warum hasst du mich so? Der einzige Anziehungspunkt war ein Aquarium was es zu besichtigen galt. Sieben Euro ärmer und eine halbe Stunde später war der selbstauferlegte Aufenthalt im Hafen der Hölle noch lange nicht beendet. Langsam machte sich ein kleines Hungergefühl breit.

Ich entschloss mich, an einem der Stände ein Sandwich zu mir zu nehmen. Die Karte war reichlich bestückt, jedoch wurde mir mitgeteilt, nur das Käse-Schinken-Sandwich wäre lieferbar. Na wunderbar, her damit! Was ich dann bekam spottet jeder Beschreibung. Zwei trockene Toastbrotscheiben wurden jeweils mit einer Scheibe Käse und Schinken gefüllt, keine Butter, kein Salatblatt wertete dieses kulinarische Desaster auf. Nicht wie weg hier! Mein Tipp an alle zukünftigen Madeira-Reisende, streicht Porto Moniz aus euren Planungen, ihr werdet es mir danken.

image
Free Willy grüßt die armen Irren!
image
Gegrillte Ratte am Spieß ;-)
image
Meerblick
image
Somewhere under the sea.
image
Delikates Lunchpaket!

Once upon a time in little Mexiko – Viva Santana!
Da uns diese Busfahrten soviel „Freude“ bereiteten beschlossen wir, diese Taktik am nächsten Tag fortzusetzen. Es ging in den Nordosten der Insel, nach Santana. Diese Stadt ist für seine älteren Häuser mit Strohdächern bekannt, wahrscheinlich reicht dieser Umstand aus, diese „Stadt“ in zahlreichen Reiseführern zu erwähnen. Was diese literarischen Handbücher jedoch verschweigen ist die Tatsache, dass es damit auch schon gegessen ist. Erneut fanden wir uns in der Einöde des Seins wieder. Der Dorfkern war in ca. 15 Minuten absolviert, danach machten wir eine kleine Siesta auf der Bank. An dieser Stelle stellten wir uns vor, so muss es in Mexiko sein. Das Bild sagt mehr als tausend Worte:

image
Viva la Mexiko!

Zur „Verteidigung“ des Ortes muss ich noch vorbringen, wir kamen in einer Zeit des Jubels und der Heiterkeit. Die Dorfheimischen waren gerade dabei, das „Zentrum“ für ein Happening herauszuschmücken. Hier sollte bald die Post abgehen, „leider“ durften wir den Höhepunkt der Festlichkeiten nicht mehr miterleben. Aber auch sonst gab es so einiges zu bewundern:

image
Hübsche Blumendeko!
image
Einheimische „Mützen-Pepes“ freuen sich auf das Fest.
image
Einer freute sich zu früh. Keine Angst, Pepe geht es wieder gut. Zumindest schienen die Beamten keine sonderliche Hektik an den Tag zu legen.

Etwas Zeit war noch übrig bis der Bus nach Funchal uns wieder in die Zivilisation bringen sollte, also gingen wir ein wenig durch die Ortschaft Richtung Meer. Wir hatten das Gefühl, die Einwohner hätten an dieser Stelle kaum Touristen erblickt, zumindest sah man uns wie Aliens an, dabei aber immer freundlich lächelnd.

image
Das Dach müsste mal wieder gemacht werden ;-)
image
Bei der Arbeit.
image
Einheimische begrüßen uns.
image
Selbst einen iMac fanden wir.

Endlich wieder wandern – Rabacal und Umgebung
Von „Städtebesichtungen“ hatten wir genug, jetzt wollten wir wieder in die Natur. An dieser Stelle sei vermerkt, dass man mit dem Bus auf Madeira zwar vieles sehen kann, aber bedauerlicherweise nicht alles. Es gibt also nur die Möglichkeit sich einen Mietwagen zu besorgen oder aber eine geführte Wanderung in Anspruch zu nehmen. Wir entschieden uns für die Wandertour im Minibus!

Zusammen mit ca. 14 Wanderwilligen machten wir uns auf in das Hochland von Madeira, unser Ziel war es entlang zahlreicher Levadas in der Umgebung des Rabacals zu den Wasserfällen dieser Gegend zu wandern. Eigentlich eine sehr schöne Sache, jedoch durften wir ergründen, dass wir nicht die einzigen auf diesem Pfad waren. So kam es zu gedrängten Staus entlang der Wanderroute. Waren wir noch auf unserer vergangenen „Urwaldwanderung“ fast allein unterwegs, begegneten uns hier ungleich mehr Touristen. Aber was solls, entschädigten wurden wir mit beeindruckenden Ausblicken und einer bildschönen Natur.

image
Los gehts!
image
Unser Wanderziel.
image
Der Wasserfall vor uns.
image
Ungestörte Ruhe ;-)
image
Durch den Tunnel!

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 2433 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

1 Kommentar

  1. Peter Griesbach schrieb am
    Bewertung:

    Also wenn ich nach Madeira fahre dann um mir Landschaft und Natur anzusehen. Und wenn man sich gründlich vorher informiert weis man auch das man dort mit Mietwagen besser aufgestellt ist als mit dem Bus. Und preiswert sind die dort auch. Und schon kann man ungestört wandern gehen, ohne Angst zu haben den Bus zu verpassen. Städtebesichtigungen sind in Madeira eher nicht so toll. Aber deswegen muss man ja nicht gleich alles als Touristenfalle abstempeln…

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

#erstmalverstehen: Wi-Fi 6 - der neue Standard WLAN-ax

Lifestyle

05.10.2019

 | Mario Petzold

Die Wi-Fi Alliance, jene Organisation, die sich um die konkrete Einhaltung der Spezifikationen kümmert, hat just im September 2019 mit der Zertifizierung neuer Endgeräte mit Wi-Fi 6 begonnen. Zwar kannst du bereits seit einer Weile unter anderem... mehr +

#erstmalverstehen: Digitaler vs. Optischer Zoom beim Smartphone

Lifestyle

13.09.2019

 | Amy Liebig

Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum plötzlich alle neuen Smartphones mehr als nur eine Kamera haben? Die Antwort: Die unterschiedlichen Kameras ermöglichen dir einen besseren Zoom. Vor dem Trend haben die meisten Hersteller bei den... mehr +